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Corona-Pandemie

So will Söder mehr Home-Office in Bayern ermöglichen

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) diskutiert heute mit mehreren Verantwortlichen über die Möglichkeiten von Home-Office in Bayern. Über die Ergebnisse wird Söder ab 15 Uhr in einer Presskonferenz informieren. 

Mehr Homeoffice-Möglichkeiten für Arbeitnehmer – das ist ein Ziel von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) im aktuellen Kampf gegen das Coronavirus. Über konkrete Mittel und Wege dorthin wurde am heutigen Mittwoch (13. Januar 2021) zusammen mit Arbeitgeber- und Gewerkschaftsvertretern beraten.

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Erst gestern gab Söder neue Corona-Regeln für Bayern bekannt: Beim Einkaufen und im ÖPNV muss ab Montag eine FFP2-Maske getragen werden.

Update vom 13. Januar 2021: Home-Office als Chance in Bayern

„Home-Office ist eine echte Chance in der Pandemie“, sagt Söder. Dies soll dort gestärkt werden, wo es möglich ist. „Das Motto lautet: Mehr als bisher und wo immer es geht.“ Statt einem Verbot, soll es steuerliche Förderungen für Arbeitgeber geben, die Home-Office ermöglichen.

Der Ministerpräsident möchte mehr Home-Office ermöglichen. Dazu gehöre auch der Anspruch auf Erfüllung, wenn es am Arbeitsplatz möglich ist. „Home-Office heißt aber auch, Ganz oder Teilweise.“ So soll es auch möglich sein, die Arbeitszeit auf Präsenz im Betrieb und Zeit im Home-Office aufzuteilen.

Verringertes Infektionsrisiko

Wo Home-Office möglich ist, soll es auch umgesetzt werden, bestätigt auch Wirtschaftsminister Huber Aiwanger. Hauptgrund hierfür ist die Verringerung des Infektionsrisikos. „Der Staplerfahrer muss natürlich vor Ort sein“, sagt Aiwanger. „Das stellt uns vor Probleme.“ Deswegen soll der Arbeitgeber dafür sorgen, dass das Risiko einer Ansteckung so gering wie möglich ist. So soll in einem Großraumbüro für genügen Abstand gesorgt werden.

Verstörende Meldungen zu November-Hilfen

Die Meldungen seien sehr verstörend, sagt Söder. So gibt es bislang auch schon Nachrichten, dass die November-Hilfen wieder zurückgezahlt werden müssten. „Die Steuerberater schlagen teilweise schon Alarm“, sagt er. „Seit gestern wird die Dezember-Hilfe ausgezahlt“, sagt Aiwanger. Auch die Überbrückungshilfe II laufe schon.

Ebenso laufen die Arbeiten an dem Programm zur Überbrückungshilfe III auch schon. Es müsse in den Programmen auch ersichtlich sein, wer schon Geld in welcher Höhe erhalten hat. „Geben wir den Betrieben Bitteschön so schnell wie möglich Liquidität, nicht dass es zu spät ist“, sagt Aiwanger.

FFP2-Maskenpflicht zum Schutz für Bürger

„Wir werden 2,5 Millionen FFP2-Masken für Hilfsbedürftige zur Verfügung stellen“, erklärt Ministerpräsident Markus Söder. „Wir setzen auf FFP2-Masken um den Bürger zu schützen“, ergänzt Aiwanger. So könnten eventuell ab Februar Dinge geöffnet werden, die sonst nicht geöffnet werden könnten. Für den Wirtschaftsminister war es auch wichtig zu erwähnen, dass auf die Qualität der Masken großen Wert gelegt werde.

Erstmeldung am 13. Januar 2021: Söder diskutiert Home-Office in Bayern

Konkretere Hinweise auf eine Pflicht oder Anreize für Arbeitgeber gebe es aktuell noch nicht. Um 15 Uhr tritt der Ministerpräsident an die Öffentlichkeit und teilt die Ergebnisse mit.

Bereits im Vorfeld äußerte sich bereits Wirtschaftsminister, Hubert Aiwanger (FW), zu einer möglichen Home-Office-Pflicht. In der Augsburger Allgemeinen sagte er: „Wir brauchen flexible Lösungen, die mit den Unternehmen vereinbart werden.“

Er sagte der Augsburger Allgemeinen auch, dass Arbeitsplätze keine Corona-Hotspots seien. „Eine allgemeine Pflicht wird aber der Wirtschaft nicht gerecht“, betonte er.

Bayreuther Tagblatt - Christoph Wiedemann

 bt-Redakteur Online/Multimedia
Christoph Wiedemann

Bayreuther Tagblatt - Katharina Adler

 bt-Redakteurin Online/Multimedia
Katharina Adler