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Wildpark

Tiere in Wildpark in Oberfranken ringen mit dem Tod: „Wir sind sauer, sprachlos und entsetzt“

Im Wildpark Schloss Tambach (Kreis Coburg) ringen mehrere Tiere mit dem Tod. Der Grund sind „ignorante Besucher“.

Weil sie falsches Futter erhalten haben, ringen Tiere im Wildpark Schloss Tambach (Kreis Coburg) mit dem Tod. „Wir sind sauer, sprachlos und erschöpft“, heißt es in einem Post auf der Facebook-Seite des Wildparks. „Hier fehlt uns jedes Verständnis!“

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In einer emotionalen Nachricht schildert der Wildpark dramatische Szenen. Tiere haben Schaum vorm Mund, einige mussten sogar wiederbelebt werden.

Wildpark Schloss Tambach: Tiere mussten wiederbelebt werden

„Wir haben heute die Reste frischer Maiskolben im Hirschgehege gefunden. Unser wunderbarer Widder der Vierhornschafe hat schweren Schaum vor dem Mund und es geht ihm sehr schlecht“, heißt es in der Facebook-Nachricht.

„Eines unserer Schwarznasenschafe ist umgekippt, wir konnten es gerade noch wiederbeleben.“ Die Tierfpelger beobachten nun den Gesundheitszustand der Tiere. „Wir müssen sehen, ob die Tiere eine Überlebenschance haben.“ Sollte der Gesundheitszustand der Tiere weiter schlecht bleiben, müssen die Verantwortlichen überlegen, „ob wir sie erlösen müssen“.

Wütend über „ignorante Besucher“: Schloss Tambach mit emotionaler Nachricht

„Obwohl es ABSOLUT verboten ist, bei uns mit Fremdfutter, wie Mais, Kastanien oder Brot zu füttern, glauben ignorante Besucher, es besser zu wissen“, kritisiert der Wildpark. Die Betreiber schildern, welche verheerenden Folgen verkehrtes Futter für die Tiere hat. „Schon einmal etwas von PANSENAZIDOSE gehört!“

Als Pansenazidose bezeichnet man eine Stoffwechselstörung. Vereinfacht ausgedrückt haben die Tiere kenen Appetit bei vollem Magen. „Die Wiederkautätigkeit wird eingestellt und es kommt zu kolikartigen Schmerzen“, teilt der Wildpark mit. „Im schlimmsten Fall verenden Tiere jämmerlich“, heißt es weiter.

Appell an Besucher des Wildparks

„Daher ist es wichtig, dass Besucher NICHT Fremdfutter füttern! Wir bitten alle Besucher, das ernst zu nehmen.“ Sollten Besucher den Tieren dennoch Fremdfutter geben: „Wir werden jeden Besucher, den wir mit Fremdfutter beim Füttern im Park antreffen, sofort dem Park verweisen!“

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