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Cheerdancers Diamonds

Diamonds: Darum hat sich eine Tänzerin aus Bayreuth den Kopf kahl rasiert

Paula Herbach ist 19 Jahre alt und tanzt bei den Cheerdancers Diamonds in Bayreuth. Vor einem Jahr hat sich die Tänzerin ihre Haare abrasiert: für einen guten Zweck.

Seit zwei Jahren tanzt Paula Herbach bei den Cheerdancers Diamonds. Im Laufe der Zeit hat sich in ihrem Leben viel getan.

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Bayreuther Tänzerin Paula Herbach spendet Haare für krebskranke Kinder

Mit kahl rasiertem Kopf stand Paula Herbach im Februar 2020 in der voll besetzten Oberfrankenhalle bei einem Spiel von medi bayreuth auf dem Platz. Ihre langen Haare fielen kurz zuvor dem Rasierer zum Opfer. Die Entscheidung hatte keine modischen Gründe. Paula hatte etwas Gutes tun wollen.

„Ich habe meine Haare für krebskranke Kinder gespendet. Denn für mich ist es immer selbstverständlich gewesen, Haare auf dem Kopf zu haben: für krebskranke Kinder nicht.“

(Paula Herbach, Cheerdancers Diamonds)

Die Bayreutherin spendete ihre Haarpracht also an eine Organisation, die Echthaarperücken für kranke Kinder herstellt. Diese können Familien, die sich diese im regulären Verkauf nicht leisten können, dann auf Spendenbasis bekommen. Mit der Aktion wollte Herbach einem Kind ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Das ist ihr gelungen.

Eltern und Bruder haben den Rasierer angelegt

Die Resonanz auf die Aktion war überwältigend. Der Partnerfriseur stellte ein Video davon ins Internet. So erreichten die Bayreutherin unzählige positive Nachrichten. „Das hat mich sehr berührt“, erinnert sich Herbach.

Geholfen hat ihr auch die Tatsache, dass ihre Familie sie von Anfang an unterstützt und ermutigt hat. Ihre Eltern und ihr Bruder waren sogar diejenigen, die am Ende selbst den Rasierer bei ihr angelegt haben. Für Herbachs Freunde sei die Kahlrasur hingegen eine volle Überraschung gewesen. Aber auch die reagierten alle durchweg positiv und bestärkten die damals 18-Jährige.

Tanzen bei den Diamonds: „Ich vermisse alles daran“

Gesundheitlich geht es der Tänzerin aktuell sehr gut – trotz Corona. So gelingt es der Schülerin, sich auf ihre Pflichten zu konzentrieren. Zum Ausgleich treibt Herbach viel Sport: natürlich Corona-konform alleine zu Hause. Das Tanzen mit den Cheerdancers Diamons fehlt ihr dennoch.

„Ich vermisse alles daran! Einfach das Auspowern, die Musik, die Auftritte, das Lernen von neuen Tänzen, aber vor allem die Mädels und unseren Coach Sandi!“

(Paula Herbach, Cheerdancers Diamonds)

„Pure Ekstase“: Die Diamonds in der voll besetzten Oberfrankenhalle

Bei den Diamonds ist die 19-Jährige inzwischen seit zwei Jahren. Ihre Mutter hatte ihr damals einen Flyer aus der Oberfrankenhalle mitgebracht. Mit der Tanzgruppe in der voll besetzten Oberfrankenhalle auf dem Parkett zu stehen sei ein unglaubliches Gefühl. „Man kann das Gefühl eigentlich gar nicht mit Worten beschreiben“, sagt Herbach. Es sei eine Art Adrenalinrausch und eine pure Ekstase.

Für das restliche Jahr wünscht sich die Bayreutherin, dass sich alle, die gesundheitlich von Corona betroffen sind, wieder erholen. „Ich wünsche mir auch, dass wieder Normalität einkehrt, man seinen Hobbys, Berufen und Träumen nachgehen kann und es für mich dann auch endlich zurück in die Oberfrankenhalle geht.“

Bayreuther Tagblatt - Frederik Eichstädt

 bt-Redakteur Online/Multimedia
Frederik Eichstädt