Handball

Coronavirus: Auch Handballsaison unterbrochen – “Ein Gefühl der Leere” bei HaSpo Bayreuth

Aufgrund der Verbreitung des Coronavirus Covid-19 wurde nun auch die Handballsaison in der Bayernliga unterbrochen. Das bt hat mit HaSpo Bayreuth Spieler David Schreibelmayer gesprochen.

Die Folgen des Coronavirus machen sich auch im Sport bemerkbar: jetzt hat auch der Bayerische Handball-Verband (BHV) bekannt gegeben, dass die Handballsaison bis auf weiteres unterbrochen wird. Das bt hat mit HaSpo Bayreuth-Spieler David Schreibelmayer gesprochen.

Auch die Fußball Bundesliga wird in Folge von Covid-19 unterbrochen. Im Laufe der Woche hatten auch die easyCredit BBL, die FIBA und der Bayerische Fußballverband eine ähnliche Meldung herausgegeben. Die Deutsche Eishockey Liga und DEL2 haben ihre Saison komplett abgebrochen.

Handballsaison unterbrochen – Ein Gefühl der Leere bei HaSpo Bayreuth

In einem Schreiben an seine Mitglieder hat der Bayerische Handball-Verband seinen Mitgliedern am Donnerstag (12.3.2020) angekündigt, den Spielbetrieb zu unterbrechen und alle weiteren Veranstaltungen abzusagen. Davon betroffen ist auch HaSpo Bayreuth. Die Wagnerstädter stehen derzeit auf dem ersten Platz der Tabelle. bt-Redakteur Frederik Eichstädt hat mit HaSpo-Spieler David Schreibelmayer darüber gesprochen.

Bei den Spielern von HaSpo Bayreuth hat sich nach der Unterbrechung der Saison ein Gefühl der Leere breit gemacht, sagt Schreibelmayer. Niemand wisse genau wie es weitergehe, im Kreis der Mannschaft habe sich aber das Gefühl breit gemacht, dass die Spielzeit nun möglicherweise komplett zu Ende sei.

Wir sind natürlich enttäuscht darüber. Als derzeitiger Tabellenerster haben wir im Aufstiegsrennen noch alle Chancen. Ich denke dennoch, dass es die richtige Entscheidung ist, die Saison erstmal zu unterbrechen. Die Gesundheit der Menschen steht natürlich an erster Stelle

(David Schreibelmayer, HaSpo Bayreuth)

HaSpo derzeit Tabellenführer – am Ende alles umsonst?

Wie es nun weitergeht, weiß derzeit niemand. Ob die Saison zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt wird oder ob vielleicht sogar die komplette Spielzeit annulliert wird, ist unklar. Für HaSpo wäre ein Abbruch bitter. Als Tabellenführer haben die Wagnerstädter derzeit gute Chancen auf den Aufstieg. Das wäre bei einem Abbruch dahin.

Wir spielen eine super Saison, wir haben schon Angst, dass das alles umsonst war.

(David Schreibelmayer)

“Es wäre ein komisches Ende”

Von Seiten des Verbands gibt es derzeit keine offizielle Info über das weitere Vorgehen. Am 13. April soll eine Entscheidung getroffen werden. Bis dahin ist es den Bayreuther Handballern auch untersagt, gemeinsam zu trainieren: als Vorsichtsmaßnahme. Fit halten müsse man sich natürlich dennoch individuell, erklärt Schreibelmayer, da man nicht wisse, wie es nun weitergehe.

Ich hoffe, dass die Saison in ein paar Wochen weitergehen kann. Das bedeutet zum einen, dass die Lage sich entspannt hat und zum anderen wäre es für alle Beteiligten fair. Andernfalls wäre das schon ein sehr komisches Ende.

(David Schreibelmayer)