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Dr. Oliver Ponsel ist neu für die SPD im Stadtrat: “Der Gesundheitsstandort Bayreuth liegt mir am Herzen”

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PonselVor kurzem ist der neue Stadtrat in Bayreuth gewählt worden. Es gibt unter den altbekannten Stadträten auch ein paar neue. Dr. Oliver Ponsel gehört zu den neuen Gesichtern. Er ist Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Klinikum Bayreuth.

Kein SPD-Mitglied

Obwohl Dr. Oliver Ponsel auf der Liste der SPD-Kandidaten für den Bayreuther Stadtrat stand, ist er selbst doch kein Parteimitglied. “Ich identifiziere mich nicht vollständig mit der SPD”, sagt er. Er hat sich auf die Liste setzen lassen, weil er von verschiedenen Leuten angesprochen wurde, ob er nicht für den Stadtrat kandidieren wolle. Unter anderem auch von Halil Tasdelen und Dr. Beate Kuhn. “Mein Vater war früher selbst in der Kommunalpolitik und von daher bin ich schon bald mit Politik in Berührung gekommen”, erzählt er. Dr. Ponsel sei sieben oder acht Jahre alt gewesen. Deswegen sei er auch schon immer an dem politischen Stadtgeschehen interessiert gewesen.

Gesundheitsstandort Bayreuth

Seitdem ist viel Zeit vergangen. Heute ist Dr. Oliver Ponsel der Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Klinikum Bayreuth. Deswegen findet er auch, dass das Klinikum politisch gestärkt werden müsse. “Der Gesundheitsstandort Bayreuth liegt mir am Herzen.” Der Medizincampus sei ein wichtiger Schritt für Bayreuth gewesen, denn nun habe die Stadt dadurch ein Alleinstellungsmerkmal mehr. Dr. Ponsel hofft, dass deswegen junge Leute Bayreuth erhalten bleiben und der Nachwuchs in der Medizin gewährleistet ist. “Vielleicht bedeutet das für uns wieder mehr Landarztpraxen.”

Soziales, Kultur und Sport unterstützen

Zudem könnte dadurch Bayreuth als Wirtschaftsstandort für Unternehmen mit Medizinprodukten attraktiv werden. Aber Dr. Ponsel findet noch andere Sachen wichtig. “In soziale Einrichtungen wie Schulen und Kindergärten muss mehr investiert werden.” Auch das kulturelle Leben könnte durch mehr Kleinkunstbühnen vielfältiger gestaltet werden. Der Mediziner war früher selbst als Sportler aktiv. “Ich habe von meinem siebten Lebensjahr bis Ende 30 an Wasserball gespielt.” Deswegen will er auch Sportvereine unterstützen.

Neue Parteien im Stadtrat

Der Stadtrat ist um einige Parteien reicher, unter anderem auch um die umstrittene AfD und die Linke. “Für mich ist die AfD eine Partei, die ich total ablehne”, sagt Dr. Ponsel. Die Vertreter kenne er jedoch nicht. “Es ist für mich völlig inakzeptabel, wenn die Wahlkampfinhalte in den Stadtrat getragen werden.” Es käme eben auf die Themen an, die von der Partei angesprochen würden. Zu den Linken und der Frauenliste könne er dagegen nichts sagen. “Ich kenne die Kandidaten nicht.” Allgemein ist der Chefarzt mit dem Wahlergebnis von Andreas Zippel  und der SPD zufrieden. “Als Newcomer hat er einen sehr guten Wahlkampf gemacht.” Dennoch hätte er sich gewünscht, dass mehr junge Menschen in den Stadtrat einziehen. Die Wahl selbst habe er in der SPD Geschäftsstelle verfolgt.

Keine sozialen Kontakte wegen Corona

Das Coronavirus hat natürlich auch auf Dr. Ponsel Einfluss. Gerade weil er als Arzt tätig ist, gibt er besonders darauf Acht sich nicht zu infizieren. “Ich will und kann mein Team nicht anstecken. Die Patienten müssen weiter versorgt werden.” Deswegen arbeiten in seiner Abteilung zwei Teams, die nicht miteinander in Berührung kommen. “So haben wir noch einen Plan B, falls doch etwas passieren sollte.” Auch an seinem Arbeitsplatz machen sich die Auswirkungen des Virus bemerkbar. “Patienten mit Tumoren haben einen separaten Zugang und müssen gescreent werden.” Obwohl noch genügend Material da sei, werden die Ressourcen knapp. Deswegen werden alle verschiebbaren Operationen verschoben. Dennoch sei die Situation angespannt, aber dennoch einigermaßen entspannt.