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Gesundheit

Wenn der Körper krank ist: Wie Parasiten das Wohlbefinden stören können

Parasiten kennen viele nur aus der Tierwelt – viele dieser Parasiten können aber auch den menschlichen Organismus befallen.

Parasiten kennen viele nur aus der Tierwelt, beispielsweise als Bandwurm, Zecken oder Flöhe beim Hund. Viele dieser Parasiten können aber auch den menschlichen Organismus befallen und ihn gehörig durcheinanderbringen. Die Symptomatik für einen Parasiten befallen ist ganz unterschiedlich, wie die Schmarotzer selbst auch. Wer unter Appetitlosigkeit, Müdigkeit oder Juckreiz leidet, sollte einen Check machen lassen, ob er nicht vielleicht selbst von den Plagegeistern befallen ist.

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Parasitenbefall ja oder nein – Symptome, die häufig verwechselt werden

Wer unter einem Parasitenbefall leidet, bemerkt oftmals einen Juckreiz, Unruhe und gerötete Hautstellen. Hinzu kommen Durchfall, Bauchschmerzen und andere Symptome. Da diese Symptome auch bei vielen anderen klassischen Krankheitsbildern auftreten können, interpretieren Betroffene diese Reaktionen ihres Körpers oftmals falsch, sodass sich die Parasiten weiterverbreiten können.Gerade im Frühjahr haben Allergiker ähnliche Symptome durch die umherfliegenden Pollen und blühende Gräser. Juckreiz, tränende Augen oder gerötete Hautstellen sind für viele ein Indiz allergischer Reaktionen. Treten hingegen noch Durchfall, Unwohlsein oder Gewichtsverlust auf, können es auch Symptome eines Parasitenbefalls (beispielsweise die Bandwurm Symptome) sein.

Parasiten: Über 200.000 Menschen sterben jährlich daran

Oft herrscht noch die landläufige Meinung, dass Parasiten in europäischen Breitengraden kaum oder gar nicht auftreten können. Die WHO schätzt allerdings, dass weltweit jährlich über 200.000 Menschen an Wurmerkrankungen sterben. Wer gerne rohen Fisch verzehrt, hat ein höheres Risiko, sich einen besonders langen Parasiten zuzuziehen: den Fischbandwurm. Er kann eine Länge von 20 Metern erreichen und bleibt häufig mehrere Jahre unentdeckt.

Im Vergleich zum Fuchsbandwurm ist er allerdings deutlich harmloser. Der Fuchsbandwurm ist mit ca. 4 mm Länge kaum zu sehen, jedoch richten seine Larven in der Leber enorme Schäden an. Wer sich infiziert hat, kann häufig durch Medikamentengabe geheilt werden, wenn die Parasiten frühzeitig entdeckt werden.

Symptome für einen Parasitenbefall

Woran kann ich einen Parasiten überhaupt erkennen? Es gibt keine pauschale Symptomatik-Übersicht, die wie eine Schablone auf die Bestimmung der Parasiten passt. Der Bandwurm beispielsweise verursacht häufig Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Bauchschmerzen, Juckreiz sowie Verstopfungen und Durchfall im Wechsel.

Schlafstörungen sind ebenfalls ein häufiges Indiz für einen parasitären Befall. Wer sich unruhig im Bett wälzt oder immer wieder aufwacht, hat nicht immer nur Stress oder macht sich zu viele Gedanken. Oft kann dahinter auch Parasiten-Befall im Körper stecken. Häufig treten die erhöhten Aktivitäten der unerwünschten Untermieter im Körper bei Vollmond auf, sodass an Schlaf meist gar nicht zu denken ist.

Blähbauch und Gewichtszunahme: Nicht immer ist mangelnde Selbstdisziplin die Ursache

Unkontrollierte Essensaufnahme, ständiges Hungergefühl und Blähbauch. Häufig eine Symptomatik, die bei Frauen vor Beginn ihrer Menstruation eintritt, aber auch ein Symptom bei einem parasitären Befall. Statt gesunder Ernährung werden Schokolade, Kohlenhydrate, Eis und andere Leckereien hineingestopft, oftmals mit einem gierigen Verlangen.

Das Resultat: häufig nicht nur Übergewicht und Frust, sondern auch ein Blähbauch. Natürlich kann es an mangelnder Disziplin und der Ernährung liegen, aber mitunter stecken auch Parasiten dahinter. Sie sorgen dafür, dass der Stoffwechsel verlangsamt wird, und produzieren noch dazu schädliche Gase, die sich im Darmbereich anstauen. Dadurch entsteht der Blähbauch, der oft sogar Schmerzen verursacht.

Erschöpfung und Antriebslosigkeit: Parasiten könnten die Finger im Spiel haben

Machen sich Parasiten im Körper bereit, nisten sie sich genüsslich ein und ziehen häufig Energie. Bemerkbar macht sich das in Antriebslosigkeit und Erschöpfung, wie sie vielleicht bislang im eigenen Körper völlig unbekannt waren. Ursächlich hierfür ist der Mangel an Sauerstoff und Nährstoffen, denn die Parasiten langen hier kräftig zu und entziehen dem Körper die wichtigen Ressourcen für die Energiegewinnung.

Diese Parasiten haben einen weiteren Nachteil: Sie vernichten auch die guten Darmbakterien, die für einen anregenden Stoffwechsel sorgen. Bleiben diese parasitären Befehle unentdeckt, kann ein Dauergefühl der Abgeschlagenheit entstehen, was auch mit gesunder Ernährung und viel Flüssigkeitszufuhr ohne Medikamentengabe kaum geregelt werden kann.

Parasiten entdecken: Der Gang zum Arzt bringt Aufschluss

Die meisten Parasiten können sich über einen gewissen Zeitraum unentdeckt einnisten und im Körper ausbreiten. Wer Veränderungen bei Stoffwechsel oder Energiehaushalt bemerkt, sollte den Arzt seines Vertrauens aufsuchen. Mithilfe einer Stuhlprobe und Blutentnahme lässt sich häufig schnell feststellen, ob tatsächlich im Parasitenbefall vorliegt.

Ein Ultraschall kann ebenfalls Aufschluss geben, vor allem, wenn der Verdacht auf einen Wurmbefall im Raum steht. Nach der Diagnose erfolgt die abgestimmte Medikation. Bei einem Wurmbefall kann eine Tablettenkur dabei helfen, die unliebsamen Mitbewohner loszuwerden.

Parasiten vorbeugen: einfache Tipps für den Alltag

Vor allem Kinder sind anfällig für parasitären Befall, denn sie spielen im Freien, essen vielleicht auch einmal Sand oder Blätter und kommen mit anderen Kindern und Tieren in Kontakt. Mit ein paar einfachen Tipps kann jeder im Alltag dafür sorgen, dass beispielsweise das Risiko für Wurmerkrankungen gemindert wird.

1. Händewaschen

Händewaschen sollte nach dem Toilettengang oder nach dem Aufenthalt an der frischen Luft selbstverständlich sein. Es kommt allerdings auch darauf an, wie intensiv und gründlich die Hände gereinigt werden. Empfehlenswert ist es, Hände einzugreifen, die Seife auch zwischen den Fingern zu verteilen und ca. 30 Sekunden zu waschen.

2. Pflege unter den Fingernägeln

Dreck unter den Fingernägeln sieht nicht nur unschön aus, sondern bietet auch idealen Nährboden für Parasiten. Wer seine Wege kurz hält, kann dem vorbeugen. Liebhaber von längeren Nägeln sollten darauf achten, dass diese möglichst immer gründlich gereinigt werden. Dabei hilft eine Nagelbürste.

3. Gründliches Reinigen von rohen Lebensmitteln

Salat, Gemüse oder Obst gehört bei vielen zu den favorisierten Speisen und ist für eine gesunde Ernährung unerlässlich. Wer die Lebensmittel konsumiert, sollte sie gründlich waschen oder abkochen.

4. Rohen Fisch und rohes Fleisch meiden

Auch in Fisch oder Fleisch können Parasiten stecken, vor allem im rohen Zustand. Empfehlenswert ist es, Fisch und Fleisch nur im gekochten oder gebratenen Zustand zu genießen.

5. Waldpilze nicht roh oder ungewaschen verzehren

Pilze sammeln ist äußerst beliebt und macht Spaß. Die Ausbeute sollte allerdings nie roh oder sogar ungewaschen genossen werden. Häufig gibt es nämlich Parasiten. Ist ein Gebiet vom Fuchsbandwurm betroffen, ist der Verzehr von Waldpilzen überhaupt nicht empfehlenswert.