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Bayreuth

Bayreuth will Solaranlagen auf Rathaus und Schulen – doch Nutzen sei „überschaubar“

Die Stadt Bayreuth plant eine „Solaroffensive“. Sie prüft zurzeit 14 ihrer Liegenschaften darauf, ob sie sich dafür eignen.

Bayreuths Photovoltaik-Pläne gehören zu den Klimaschutz-Maßnahmen der Stadt. Doch Oberbürgermeister Thomas Ebersberger (CSU) zufolge wäre der Effekt „überschaubar“.

Das äußerte der Oberbürgermeister bei seinem Jahres-Pressegespräch am 11. Januar 2023 im Bayreuther Rathaus.

Das steckt hinter der „Solaroffensive“

Bayreuth will in den Klimaschutz investieren. „Ein nachhaltiger Klimaschutz ist ein zentrales Anliegen, aber auch eine große finanzielle und planerische Herausforderung“, sagte Oberbürgermeister Ebersberger. Der Stadtrat hatte im April 2022 ein Klimaschutzkonzept verabschiedet. Das Ziel Bayreuths lautet demnach, bis 2040 „klimaneutral“ zu werden. Das Konzept sieht dafür 101 Einzelmaßnahmen in den Jahren 2022 bis 2025 vor.

Dazu gehört auch die Bayreuther „Solaroffensive“, die Stadt und Landkreis zusammen planen. Laut Oberbürgermeister Ebersberger prüft die Stadt gerade 14 ihrer Liegenschaften auf das Solarpotential, der Landkreis prüfe 15 seiner Liegenschaften. Doch Bayreuths Oberbürgermeister zeigt sich skeptisch, was das Verhältnis von Aufwand und Nutzen betrifft.




Diese Bayreuther Gebäude könnten PV-Anlagen bekommen

Wie die Stadt auf bt-Nachfrage mitteilt, prüft sie gerade diese 14 Gebäude auf ihr Solarpotential:
1. Wirtschaftswissenschaftliches Gymnasium (WWG)
2. Städtische Wirtschaftsschule
3. Dietrich-Bonhoeffer-Schule
4. Alexander-von-Humboldt-Realschule
5. Albert-Schweitzer-Mittelschule
6. Kaufmännische Berufsschule
7. Schule St. Georgen
8. Volksschule St. Johannis
9. Altstadtschule und Feuerwehr
10. Grundschule Laineck
11. Gymnasium Christian Ernestinum (GCE)
12. Neues Rathaus
13. Schlossgalerie
14. Graf-Münster-Gymnasium (GMG)

Der Nutzen sei „überschaubar“

Stadt und Landkreis prüfen also insgesamt 29 Liegenschaften darauf, ob dort künftig Photovoltaik-Anlagen Strom produzieren könnten. Doch Oberbürgermeister Ebersberger zeigte sich beim Jahres-Pressegespräch skeptisch hinsichtlich des Nutzens. Denn selbst wenn alle 29 Gebäude Photovoltaik-Anlagen bekommen sollten, wäre das laut Ebersberger nicht der große Sprung der Solaroffensive: „Das kann im günstigsten Fall Strom für 750 Haushalte bieten“, sagte der Oberbürgermeister. „Eine überschaubare Zahl, wenn man bedenkt, wie hoch der Aufwand ist.“

Von den Plänen abweichen will Ebersberger jedoch nicht, wie er gleich darauf klarstellt. Er fügt hinzu, dass die Solaroffensive trotzdem „notwendig“ sei.