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Lockdown

Bayreuther Tätowiererin Valle Kunterbunt frustriert im Lockdown: „Lasst uns arbeiten!“

Valeria Leben hat ein eigenes Tattoostudio in Bayreuth: Valle Kunterbunt. Wegen des Lockdowns ist ihr Studio seit Monaten geschlossen. Jetzt hat sie in einem emotionalen Facebook-Post auf die Lage der Branche aufmerksam gemacht.

Seit Anfang März gibt es in Deutschland Corona-Lockerungen. Tattoostudios sind davon nicht betroffen. Eine Bayreuther Tätowiererin hat sich jetzt auf Facebook dazu geäußert. Vor Kurzem hat das Bayreuther Tagblatt bereits mit Valeria Leben über ihre Existenzängste im Lockdown gesprochen.

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Tätowierer und Tattoostudios in der Corona-Krise: Eine Bayreutherin äußert sich

Seit dem 1 März dürfen Friseure in Deutschland wieder offen haben. Auch körpernahe Dienstleister können nun Kunden empfangen. Darunter fallen Maniküre, Fußpflege oder Nagelstudios. Tattoostudios müssen dennoch geschlossen bleiben. Für die Bayreutherin Valeria Leben ist das nicht nachvollziehbar.

„Wenn ich als Tätowiererin mit einem Kunden am Tag zu tun habe und dieser sogar vorher einen Schnelltest machen kann: Weshalb wird das nicht erlaubt?“

(Valeria Leben, Valle Kunterbunt Tattoo)

Bayreuther Tätowiererin verzweifelt: Lasst uns arbeiten!

„Das Hygienekonzept ist da. Die Schnelltests sind da“, sagt Leben. Die Regierung habe einen Friseurbesuch mit Würde gleichgesetzt. Für die freie Persönlichkeitsentfaltung in Form von Tätowierungen gelte dies offenbar nicht, so Leben weiter. Der Staat dürfe in der aktuellen Ausnahmesituation nur in die Grundrechte der Menschen eingreifen, wenn dies verhältnismäßig sei, so Leben. „Aber wo ist das noch verhältnismäßig?“, fragt die Tätowiererin.

„Wenn unser Job in dieser Pandemielage tatsächlich ausgeschlossen werden muss, dann helft uns durch diese Phase, liebe Bundesregierung. Die Hilfen reichen nicht, wir sind am Ende. Lasst uns arbeiten!“

(Valeria Leben, Valle Kunterbunt Tattoo)

Kürzlich hat sich ein Bayreuther Tätowierer nackt ausgezogen. So protestierte er gegen die Corona-Maßnahmen. Die Aktion fand viele Nachahmer.

Bayreuther Tagblatt - Frederik Eichstädt

 bt-Redakteur Online/Multimedia
Frederik Eichstädt