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Bier wird teurer: „Völliger Wahnsinn“ – Braumeister aus Kreis Bayreuth schlägt Alarm

Bier wird teurer. In und um Bayreuth steigt der Preis. Ein Bierbraumeister aus der Fränkischen Schweiz schlägt nun Alarm.

Bier wird immer teurer. Für die Brauereien steigen die Preise, für den Verbraucher im Getränkemarkt auch. Woran liegt das?

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Das bt hat sich bei einem Bierbraumeister erkundigt. Das sind die Gründe für den Preisansteig.

Bayreuth: Bier wird immer teurer

Die Preise für Bier steigen. Bei der Brauerei Maisel in Bayreuth wurde der Bierpreis erst im Juli erhöht, wie es auf Anfrage heißt. Doch das Unternehmen ist mit diesem Schritt längst nicht allein.

Hopfen und Malz haben mittlerweile ein stattliches Preisniveau. „Völliger Wahnsinn“, sagt Conny Krug zu der Entwicklung. Als Bierbraumeister und Chef der Krug Bräu in Breitenlesau ist er gespannt, wo das noch hinführen soll.

Steigender Bierpreis: für kleine Brauereien ein großes Problem

„Der Preis für Bier wird erstmal weiter steigen“, sagt Krug. Er weiß nur noch nicht, wie schnell und wie hoch. „Die Preise für die Rohstoffe explodieren gerade. Vor noch nicht allzu langer Zeit habe ich für eine Tonne Malz 400 Euro gezahlt. Nun sind es schon 560 Euro. Mancher Brauer ist froh, wenn er überhaupt noch Malz bekommt.“

Er selbst hat sich über Kontrakte abgesichert. Bestimmte Mengen an Malz sind für Krug zeitlich erstmal eine Zeit lang stabil. „Und von den Energiekosten brauchen wir da gar nicht reden. Das merkt jeder zu Hause selbst im Geldbeutel.“

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Bei der Brauerei Krug in Breitenlesau wurde in diesem Jahr bereits an der Preisschraube gedreht. „Es ist ja nicht so, dass wir deshalb höhere Gewinne erzielen“, sagt Krug. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht müsste er eigentlich bald wieder erhöhen, meint er weiter. Das will er 2022 möglichst vermeiden.

„Die kleinen Brauereien können die rasante Preisentwicklung nicht mehr lange stemmen“, warnt der passionierte Brauer. „Das wird nicht lustig werden in Zukunft“, fügt er an.

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