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Abfall

„Gold des Gärtners“: Kompostanlage in Bayreuth mit Umweltminister Glauber eröffnet

von Annika Flatz

Am Montag den 12. September 2022 wurde das neue Kompostwerk „Am Buchstein“ im Landkreis Bayreuth offiziell vom Bayrischen Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz Thorsten Glauber eröffnet.

Das neue 10-Millionen-Euro-Kompostwerk „Am Buchstein“ in Bayreuth wurde am 12. September 2022 offiziell vom Bayrischen Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz Thorsten Glauber eröffnet.

Seit Dezember 2021 wird dort bereits „das Gold des Gärtners“ produziert, was erheblich zum Klima und Naturschutz beiträgt.

„Gold des Gärtners“ entsteht in Bayreuth

„Abfallwirtschaft ist kein starres Gebilde.“ Diese Aussage tätigt Landrat Florian Wiedemann (FW) bei der Eröffnung. Die Abfallwirtschaft unterliege fortlaufenden Veränderungen. Mit der Inbetriebnahme der neuen Bioabfallaufbereitung zur Fremdstoffreduktion erfüllt das neue Werk alle neusten rechtlichen Anforderungen und ist auf dem aktuellen Stand der Technik. Diese ermöglicht der Stadt und dem Landkreis Bayreuth nachhaltige und zukunftsweisliche Herstellung hochwertiger Kompostqualitäten. Die Kosten der Anlage belaufen sich auf zirka 10 Millionen Euro.

Es entsteht hier regional in den Worten von Landrat Wiedemann „das Gold des Gärtners“. Dieses „Gold der Gärtner“ wird von den Landwirten und Hobbygärtnern aus und um Bayreuth direkt abgeholt. Diese Partnerschaft mit den Landwirten ist äußerst wichtig laut Fachbetriebsleiter für Abfallwirtschaft Dr. Peter-Michael Habermann, weil die Produkte, die die Landwirtschaft von dem Kompostwerk erhält, problemlos wieder in den Kreislauf zurückgeführt werden können. Lesen Sie auch: Die Bürger in Bayreuth sind sauer wegen falsch entsorgtem Gartenmüll.




Honig im Glas und Turnschuhe: Was verbirgt sich in unserem Biomüll?

Jährlich entstehen in Bayern laut Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz Thorsten Glauber zirka 800.000 Tonnen Abfall, das sind 75 Kilogramm pro Bürger im Jahr. Das Kompostwerk „Am Buchstein“ bekommt im Jahr zirka 14.000 Tonnen Abfall oder in den Worten von Glauber „Bio-Ressourcen“.

Davon werden zirka 7.000 Tonnen zu Kompost verarbeitet. Die andere Hälfte sind Wasser oder Fremdstoffe – also Restmüll. Laut Habermann befindet sich sehr viel Restmüll in der Biotonne. Vom Honig im Glas bis zur Heckenschere und sogar Turnschuhe ist alles mit drin, so Habermann.

Zeit für eine neue

Ihre Anfänge hat die Kompostanlage in den 1990er Jahren, damals wurde eine Anlage zur Verwertung von Bio- und Grüngut erstellt, teilt Wiedemann bei der offiziellen Einweihung mit. 1994 wurde eine Rottcontaineranlage neu installiert. Zu dieser Zeit war die Anlage eine der modernsten in ganz Deutschland. Nachdem sie über 20 Jahre in Betrieb war, wurde beschlossen, dass es Zeit für eine neue ist.

Landrat Wiedemann dankt deshalb seinem Amtsvorgänger Herbert Hübner und den damaligen Gremiumsmitgliedern für diesen Entschluss. Er dankt ebenfalls Chefplaner Jürgen Hake und Fachbereichsleiter der Abfallwirtschaft Dr. Peter-Michael Habermann für Arbeit.

Die neue Anlage verfügt jetzt über eine neue Halle mit vollständig eingebauter Anlage für die Aufbereitung des Biogutes und 14 Rotteboxen für die Behandlung des organischen Materials. Auf dem Dach der Anlage wurde eine Photovoltaikanlage installiert, die die Anlage mit Strom versorgt.