Bayreuther Tagblatt
Ein alter Schriftzug vom Bayreuther Tagblatt
  • Startseite
  • Nachrichten
    • Nachrichten aus Bayreuth
    • Nachrichten aus dem Landkreis Bayreuth
    • Nachrichten aus Kulmbach
    • Überregionale Nachrichten
    • Blaulicht
    • Wirtschaft
    • Politik in Stadt und Landkreis Bayreuth
  • Freizeit
    • Ausflüge
    • Bier
    • Essen & Ausgehen
    • Veranstaltungen
    • Shopping
    • Richard-Wagner-Festspiele
    • Faszination Franken
    • Theater
  • Sport
    • BBC Bayreuth / Basketball
    • Bayreuth Tigers / Eishockey
    • SpVgg Bayreuth / Fußball
    • HaSpo Bayreuth / Handball
    • Bayreuther Sportvereine
  • Ratgeber
    • Bauen und Wohnen
      • Wohnen, Einrichten & Lifestyle
      • Haus & Garten
    • Gesund und Fit
      • Sport
      • Wintersport
    • Serien & Kolumnen
      • bt-Lifestyle-Kolumne
      • bt-Immobilien-Kolumne
      • bt-Kultur-Kolumne
      • Hopfen & Malz – die bt-Bier-Kolumne
      • bt-Swutz-Kolumne
      • bt-Reise-Kolumne
      • bt-Technikexperten-Kolumne
      • bt-Metallexperten-Kolumne
      • bt-Finanz-Kolumne
      • Lost Places – Spuren des Umbruchs
      • Expedition Region
      • Gessn werd dahaam!
      • Bayreuth Historisch
        • Die Stadtteile
        • Die Bürgermeister
        • Historisch Allgemein
    • Arbeit & Ausbildung
      • Arbeit & Beruf
      • Ausbildung
      • Universität
    • Auto & Verkehr
    • Bildung, Wissenschaft & Technik
      • Bildung & Wissenschaft
      • Technik
      • Computer & Elektronik
    • Games & Spiele
  • Jobs
  • Firmenforum
  • Werben
  • bt-GastroGuide
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü

Rohrbruch am Hohenzollernring: Vollsperrung bis Anfang September verlängertTigers-Insolvenz: Stadt will wichtiges Inventar kaufenUmstrittenes Solarpark-Projekt in Bayreuth: Jetzt sind die Bürger gefragt

Zuletzt aktualisiert am 23. November 2022 | 10:14

Polizei

Konzertierte Aktion in fünf Staaten: kriminelles Netzwerk mit hunderttausenden Geschädigten von Cyberbetrug zerschlagen

von Annika Flatz

Nach jahrelangen Ermittlungen und aufwändigen Vorbereitungen gelang den Zentralstellen Cybercrime Bayern und Sachsen gemeinsam mit verschiedenen Polizeibehörden aus Bayern und Sachsen ein empfindlicher Schlag gegen ein kriminelles Netzwerk, das in den vergangenen Jahren weltweit durch Cyberbetrug einen Milliardenschaden verursacht haben soll.

Den Zentralstellen Cybercrime Bayern und Sachsen gelang gemeinsam mit verschiedenen Polizeibehörden aus Bayern und Sachsen ein empfindlicher Schlag gegen ein kriminelles Netzwerk. Symbolbild: Pixabay
Den Zentralstellen Cybercrime Bayern und Sachsen gelang gemeinsam mit verschiedenen Polizeibehörden aus Bayern und Sachsen ein empfindlicher Schlag gegen ein kriminelles Netzwerk. Symbolbild: Pixabay

In einer gemeinsamen Operation mit Ermittlungsbehörden aus zahlreichen anderen Staaten, unter anderem aus Georgien, Nordmazedonien und der Ukraine, wurden am 8. November 2022 in fünf Ländern gleichzeitig dutzende Objekte durchsucht und umfangreiches Beweismaterial sichergestellt.

Auch zu Festnahmen und Vermögensbeschlagnahmen kam es in dem Gesamtkomplex, so das Polizeipräsidium Oberfranken.

Kriminelles Netzwerk von Cyberbetrug zerschlagen

Bereits vor zwei Wochen, am 8. November, wurden unter Leitung der Zentralstellen Cybercrime Bayern und Sachsen allein in Georgien und Nordmazedonien insgesamt sechs Callcenter sowie 25 weitere Privat- und Geschäftsräume durchsucht.

Der Schwerpunkt der Operation lag auf der georgischen Hauptstadt Tiflis. An den Durchsuchungsmaßnahmen im Ausland nahmen fünf Staatsanwälte und mehr als 60 deutsche Polizeibeamte und IT-Forensiker teil.

Die polizeilichen Ermittlungen werden in Bayern durch die Kriminalpolizeiinspektion mit Zentralaufgaben Oberfranken und in Sachsen durch das Landeskriminalamt Sachsen und die Polizeidirektion Leipzig geführt.

Einzahlungen wurden nie gewinnbringend investiert

Schon seit mehreren Jahren wird gegen das kriminelle Netzwerk, über das international in der Vergangenheit zum Teil unter dem Schlagwort „Milton Group“ öffentlich berichtet worden war, mit großem Aufwand durch die bayerischen und sächsischen Ermittler wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs, Bildung einer kriminellen Vereinigung und Geldwäsche ermittelt.

Die Gruppierung soll jedenfalls seit 2016 nach dem Modus Operandi des sogenannten Cybertradings operiert haben. Bei diesem in den vergangenen Jahren sehr häufig anzutreffenden Kriminalitätsphänomen beraten angebliche Finanzexperten ihre potentiellen Opfer über vermeintlich lukrative Anlage- und Finanzprodukte, überwiegend im Zusammenhang mit Kryptowährungen, und verleiten dadurch zur Geldanlage.

Tatsächlich werden die Einzahlungen von Anlegern jedoch nie gewinnbringend investiert. Über unterschiedlichste Plattformen und Websites wird gegenüber den Opfern die Illusion eines existierenden Accounts aufrechterhalten. Lesen Sie auch: In Mittelfranken kam es heute zu einem Unfall bei dem ein Einsatzfahrzeug beteiligt war.

Über 100 Millionen Euro Schaden

Dort werden den Geschädigten durch vermeintlich erfolgreiche Trades Gewinne vorgetäuscht, um weitere Investitionen zu generieren. Sobald ein Anleger skeptisch wird oder eine Auszahlung wünscht, bricht der Kontakt oftmals ab oder das Investment erleidet einen überraschenden Einbruch, welcher einen plötzlichen Totalverlust des Investments suggerieren soll. Die Täter agieren aus professionell betriebenen Callcentern im Ausland.

Der international aufgestellten Tätergruppierung können nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen hunderte betrügerische Trading-Plattformen und Dutzende Callcenter in verschiedenen Ländern zugeordnet werden.

Der verursachte Schaden ist immens; allein in Deutschland ist von einem Schaden von deutlich mehr als 100 Millionen Euro auszugehen. Weltweit muss mit hunderttausenden Geschädigten gerechnet werden, der geschätzte Gesamtschaden liegt im Milliardenbereich.




Ermittlungsbehörden aus unterschiedlichen EU-Ländern

Aufgrund der komplexen internationalen Verflechtungen der Tätergruppierung und parallel geführten Ermittlungsverfahren in vielen europäischen Staaten wurde mit Ermittlungsbehörden aus Schweden, Spanien, Finnland, Lettland, Ukraine, Georgien und Albanien auf justizieller Ebene ein „Joint Investigation Team“ (JIT) zur Förderung und Koordinierung der internationalen Ermittlungen gegründet.

Eine maßgebliche Rolle nahm bei der Koordinierung der länderübergreifenden Ermittlungen und Vorbereitungen die in Den Haag ansässige EU-Agentur Eurojust wahr. Auch Europol ist Teil der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe.

Entsprechend waren die Maßnahmen am 8. November in Georgien und Nordmazedonien nur ein Teil der Gesamtoperation. Zeitgleich wurden operative Maßnahmen auch in Albanien (u.a. Tirana), in der Ukraine (Kiew) und in Bulgarien (Sofia) durchgeführt. Die Maßnahmen in Albanien wurden durch mehr als 30 spanische Ermittler unterstützt.

15 Tätergruppierungen wurden durchsucht

In den fünf Staaten wurden insgesamt 15 der Tätergruppierung zuzurechnende Callcenter sowie 27 weitere Objekte durchsucht. Fünf Tatverdächtige wurden festgenommen, etwa 50 Vernehmungen durchgeführt. In Anknüpfung an die ersten Erkenntnisse aus dem konzertierten Zugriff kam es noch zu vereinzelten Anschlussmaßnahmen.

Im Rahmen des groß angelegten Action Days wurden insgesamt mehr als 500 Computer, Mobiltelefone und sonstige elektronische Geräte sowie zahlreiche weitere Unterlagen beschlagnahmt. Zudem wurden Vermögensarreste in zweistelliger Millionenhöhe erwirkt. Daraus resultierten u.a. Beschlagnahmen von Konten, Bargeld, Bitcoin-Wallets und anderen Wertgegenständen.

Etwa 300 Ermittler beteiligt

Der Erfolg der komplexen Operation, insbesondere auch in Georgien und Nordmazedonien, ist maßgeblich auf die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den dortigen Strafverfolgern und der engen Einbindung der in Tiflis und Skopje ansässigen Büros der Verbindungsbeamten des Bundeskriminalamts zurückzuführen. In Georgien waren unter Federführung der dortigen Generalstaatsanwaltschaft verschiedene Behörden und etwa 300 Ermittler an der Umsetzung der umfangreichen Maßnahmen beteiligt.

Im Mittelpunkt der Arbeit der bayerischen und sächsischen Ermittler gemeinsam mit ihren internationalen Partnern stehen nun u.a. die Sichtung und Analyse des umfangreichen elektronischen Beweismaterials in diesem vielschichtigen Verfahrenskomplex. Es zeichnet sich ab, dass die Ermittlungen in Anbetracht der Komplexität der Täterstrukturen noch geraume Zeit in Anspruch nehmen werden.

  • Teilen auf WhatsApp
  • Facebook Facebook Teilen auf Facebook
  • X-twitter X-twitter Teilen auf X
  • Whatsapp Whatsapp Teilen auf WhatsApp
  • Linkedin Linkedin Teilen auf LinkedIn
  • Mail Mail Per E-Mail teilen


Direkter Kontakt:

Bayreuther Tagblatt
Tunnelstraße 15
95448 Bayreuth

Die Redaktion
Telefon: +49 921 / 99 00 99 45
E-Mail: redaktion@bayreuther-tagblatt.de

Das Kunden- & Verkaufsmanagement
Telefon: +49 921 / 99 00 99 47
E-Mail:verkauf@bayreuther-tagblatt.de

Die Magazinredaktion
Telefon: +49 921 / 99 00 99 48
E-Mail: magazin@bayreuther-tagblatt.de

Die Webseite des Bayreuther Tagblatt Schreiben Sie ein Email an das Bayreuther Tagblatt Hier finden Sie das Bayreuther Tagblatt bei LinkedIn

Der Facebook-Kanal des Bayreuther Tagblatt Der Instagram-Kanal des Bayreuther Tagblatt Der Tiktok-Kanal des Bayreuther Tagblatt Der X-Kanal des Bayreuther Tagblatt

Der Whatsapp-Kanal des Bayreuther Tagblatt Abonnieren Sie den Newsletter des Bayreuther Tagblatt Abonnieren Sie den RSS-Feed des Bayreuther Tagblatt

Unser bt-Newsletter

bt-Newsletter bestellen

bt-Newsletter abbestellen

Über uns:
  • Entstehung des bt
  • Das bt-Team
  • Das inhaltliche bt-Konzept
  • Das Bayreuther Tagblatt ist „Unternehmen der Zukunft“
  • Hohe Auszeichnung für das bt: „Arbeitgeber der Zukunft“
  • Bayreuther Tagblatt gewinnt renommierten Service-Preis
10 Gründe, warum Werbung beim bt Print und Radio schlägt:
bt Logo vor Zeitung und Radio ©erstellt mit KI
So viel Reichweite hat das bt:Das sind unsere bt-Kanäle ©bt
So macht das bt Sie sichtbar:
Leuchtturm-Marketing mit dem bt:
Leuchtturm-Marketing in Bayreuth mit dem Bayreuther Tagblatt
Unsere Partner:
Hier geht es zu Oberfranken Offensiv e.V.Hier geht es zu www.electricpulse.dewagnermuseum.debayerische-medienakademien.de
© Copyright - 2020 Bayreuther Tagblatt
  • Link zu Facebook
  • Link zu Instagram
  • Link zu Youtube
  • Link zu X
  • Link zu Rss dieser Seite
  • Link zu Mail
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Barrierefreiheitserklärung
  • Nutzungsbedingungen
  • Wir über uns
Link to: Einsatzfahrzeug verursacht in Mittelfranken Verkehrsunfall: Drei Personen verletzt Link to: Einsatzfahrzeug verursacht in Mittelfranken Verkehrsunfall: Drei Personen verletzt Einsatzfahrzeug verursacht in Mittelfranken Verkehrsunfall: Drei Personen v...Polizei Symbolbild: pixabayPolizei Symbolbild: pixabay Link to: Brand im Landkreis Bayreuth: Einfamilienhaus steht in Flammen Link to: Brand im Landkreis Bayreuth: Einfamilienhaus steht in Flammen Die Feuerwehr rückte am frühen Morgen des zweiten Weihnachtsfeiertags im Landkreis Bayreuth aus. Symbolfoto: Philipp Berg/UnsplashDie Feuerwehr rückte am frühen Morgen des zweiten Weihnachtsfeiertags im Landkreis Bayreuth aus. Symbolfoto: Philipp Berg/UnsplashBrand im Landkreis Bayreuth: Einfamilienhaus steht in Flammen
Nach oben scrollen
Barrierefreiheits-Anpassungen

Unterstützt von OneTap

Wie lange möchten Sie die Barrierefreiheits-Symbolleiste ausblenden?
Symbolleiste-Ausblenddauer
Wählen Sie Ihr Barrierefreiheitsprofil
Sehbehinderten-Modus
Verbessert die visuellen Elemente der Website
Anfallssicheres Profil
Entfernt Blitze und reduziert Farben
ADHD-freundlicher Modus
Fokussiertes Browsing, ablenkungsfrei
Blinden-Modus
Reduziert Ablenkungen, verbessert den Fokus
Epilepsie-sicherer Modus
Dämpft Farben und stoppt Blinken
Inhaltsmodule
Schriftgröße

Standard

Zeilenhöhe

Standard

Farbmodule
Orientierungsmodule