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Große Razzia im Rathaus Bamberg: Polizisten und Staatsanwälte suchen belastendes Material

Razzia im Bamberger Rathaus: Am Donnerstag (20. Mai 2021) haben 40 Polizeibeamte und vier Staatsanwälte das Bamberger Rathaus durchsucht. Sie sollten belastendes Material in der Boni-Affäre finden. 

Die Staatsanwaltschaft Hof und die Kriminalpolizei Coburg haben im Ermittlungsverfahren wegen Untreue zum Nachteil der Stadt Bamberg am 20.5.2021 innerhalb der Stadtverwaltung und in Wohnanwesen Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschlüsse vollzogen.

Razzia im Rathaus Bamberg: Durchsuchung der Staatsanwaltschaft Hof und Kripo Coburg

Aufgrund vorausgegangener Presseberichterstattung wird seit Dezember 2020 bei der Staatsanwaltschaft Hof ein Ermittlungsverfahren gegen mehrere für die Stadt Bamberg verantwortlich handelnde Personen wegen Untreue im Zusammenhang mit pauschaler Abgeltung von Mehrarbeit bzw. Überstunden geführt. Das heißt: Im Rathaus soll eine halbe Million Euro zu Unrecht an Mitarbeiter geflossen sein. Im Zuge der Ermittlungen hat die Kriminalpolizei Coburg bislang umfassende Zeugenvernehmungen durchgeführt und auch bereits einzelne relevante Akten gesichtet.

Parallel zu dem Ermittlungsverfahren wegen Untreue sind auch Verfahren bei der Staatsanwaltschaft Hof gegen Unbekannt wegen der Weitergabe von vertraulichen Sitzungsunterlagen aus verschiedenen Ausschusssitzungen städtischer Gremien heraus anhängig.

Razzia im Rathaus Bamberg: 40 Polizisten und vier Staatsanwälte beteiligt

Am 20.5.2021 hat nunmehr auf Anordnung des Amtsgerichts Hof eine Razzia im Bamberger Rathaus stattgefunden, um relevante Unterlagen aufzufinden, die für die gesamtheitliche Bewertung der einzelnen Sachverhalte von Bedeutung sind. Im Rahmen der Durchsuchungsmaßnahmen, an denen über 40 Polizeibeamte und vier Staatsanwälte beteiligt waren, konnten hierbei Dokumente in Papier- und elektronischer Form aufgefunden und beschlagnahmt werden. Deren Auswertung steht nunmehr neben der Vernehmung von weiteren zahlreichen Zeugen an.

Weitere Einzelheiten können aufgrund der laufenden Ermittlungshandlungen derzeit nicht benannt werden.

Bayreuther Tagblatt - Redaktion

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