Politik aus Bayreuth

In Bayreuth wird ein neues Stadtarchiv gebaut: Die Kosten sind noch ungewiss

Bayreuth soll ein neues Stadtarchiv bekommen. Es soll auf dem Grundstück der Leers’schen Villa in der Bernecker Straße 11 in St. Georgen gebaut werden.

Am 29. April wurde im Bayreuther Stadtrat darüber diskutiert, wie es mit dem neu geplanten Bayreuther Stadtarchiv weiter geht. Auch der Stadtrat ist von der Maskenpflicht betroffen: Es besteht nun eine Schutzmaskenpflicht im Bayreuther Rathaus.

Bayreuth: Neubau und Sanierung

Das Projekt umfasst nicht nur den Neubau des Stadtarchivs, sondern auch die Sanierung der Villa und den Abriss der Remise sowie der Holzbaracken auf dem Grundstück, erklärte der zuständige Architekt A. Mohring des Architekturbüros Hartmann und Helm den Stadträten. Die Leers’sche Villa steht unter Denkmalschutz, wurde 1902 gebaut und früher als Waisenhaus genutzt. Das zweistöckige Stadtarchiv soll in einem angemessenen Abstand zur Villa entstehen und barrierefrei sein. Das Erdgeschoss soll kubisch sein und im Obergeschoss soll das Herz des Archivs entstehen: das Magazin. Dieses werde ohne Fenster gebaut, erläuterte der planende Architekt A. Mohring. Der Eingang des Archivs solle an der Seestraße sein. Um Villa und Archiv werde ein Garten im Barockstil geplant.

Leers’sche Villa in Bayreuth

Die Villa soll nicht ungenutzt bleiben, berichtet der Architekt: Büroräume, eine Bibliothek, eine zeitgeschichtliche Sammlung und ein großer Besprechungsraum sollen dort entstehen. Zudem soll die Mitarbeitergarderobe und ein barrierefreies WC mit Dusche eingebaut werden. Der bestehende Bau soll mit den Baustoffen Beton, Glas, Stahl und Naturstein ergänzt werden – passend zum neuen Stadtarchiv, einem Stahlbetonbau.

Kosten für Bauprojekt in Bayreuth

Sowohl Stefan Specht (CSU) als auch Thomas Hacker (FDP) fragten sich, wie teuer das Projekt wird. Wenn klar sei, dass es noch keine endgültige Kostenberechnung gebe, wäre eine Kostenschätzung interessant. Baureferentin Urte Kelm erläutert, dass sich die genauen Kosten noch nicht abschätzen lassen. Insgesamt seien 15 bis 19 Millionen Euro geplant, doch genaue Zahlen würden erst gegen Ende des Jahres feststehen. Diese sollen für die Haushaltsplanung 2021 einbezogen werden. Auf eine genaue Zahl wollte sich Kelm nicht festlegen, da es ihrer Erfahrung nach häufig zu Schwankungen von bis zu 40 Prozent kommen könne.

Was passiert mit Bayreuther Schreibmaschinenmuseum?

Elisabeth Zagel (SPD) und Ernst-Rüdiger Kettel (BG) merkten an, dass erst ein neuer Standort für das Schreibmaschinenmuseum gefunden werden müsse, bevor mit dem Bauvorhaben begonnen werden könne. Laut Kelm sei man hier schon etwas weiter, doch werde man die Planungen im nichtöffentlichen Teil der Sitzung besprechen. Schließlich beschloss der Ferienausschuss die Planungen des Architekturbüros einstimmig.

Bayreuther Tagblatt - Katharina Adler

 bt-Redakteurin Online/Multimedia
Katharina Adler