Politik

Neubau in Bayreuth: 17 Millionen Euro werden für dieses Projekt ausgegeben

Das Stadtarchiv Bayreuth bekommt ein neues Zuhause. Der Stadtrat hat grünes Licht gegeben für ein Projekt, das bereits lange geplant ist.

Der Umzug des Bayreuther Stadtarchivs nach St. Georgen kann kommen – inklusive Neubau. Der Bayreuther Stadtrat hat das lange geplante Projekt am Mittwoch (27. Oktober 2021) verabschiedet.

Es gab eine lange Diskussion um Sanierung und Neubau des neuen Zuhauses des Stadtarchivs.

Neues Stadtarchiv in Bayreuth kommt

Das Bayreuther Stadtarchiv zieht um. Die Leers’sche Villa mitsamt rückseitigem Neubau soll „das Gedächtnis unserer Stadt“ in Zukunft beherbergen. So nannte es der BG-Stadtrat Frank Hofmann. Dass es ein Hin und Her um das Stadtarchiv geben könnte, hatte sich bei der Vorbesprechung im Bauausschuss eine Woche zuvor angedeutet.

Noch ist in der Leers’schen Villa in St. Georgen in der Bernecker Straße das Schreibmaschinenmuseum untergebracht. Das soll im Juli ins Nebengebäude von Schloss Tiergarten umziehen.

Beim Neubau für das Bayreuther Stadtarchiv „endlich den Sack zumachen“

CSU und Teile der SPD sprachen sich für die Sanierung und anschließende Erweiterung auf der Rückseite des Gebäudes aus. „Wir sollten nicht auf den Sanktnimmerleinstag warten, sondern endlich den Sack zumachen“, wünschte sich CSU-Fraktionsvorsitzender Stefan Specht.

Christoph Rabenstein (SPD) war „ein bisschen verwundert“, dass man überhaupt noch darüber diskutiere. Er merkte an, dass das Stadtarchiv eine „Pflichtaufgabe“ sei. Man solle also keine Bauprojekte gegeneinander ausspielen. Auch FDP-Fraktionsvorsitzender Thomas Hacker nannte die Angelegenheit mit Hinblick auf die Finanzen ein „überschaubares Projekt“ im Vergleich zu anderen Bauvorhaben in Bayreuth.

Gegen einen Neubau in Bayreuth

Die beiden stellvertretenden Bürgermeister Stefan Schuh und Andreas Zippel (SPD) sprachen sich gegen den Neubau aus. Schuh forderte, dass man sich der „finanziellen Realität“ stellen müsse. „Wir haben viele Projekte in Bayreuth, werden aber nicht alle umsetzen können. Leider.“ Vielmehr solle das städtische Augenmerk gravierenden baulichen Mängel bei Schulen gelten.

Ein Aspekt, mit dem er beim Zweiten Bürgermeister Andreas Zippel offene Türen einrannte. „Schulen, Verkehrsführung und die Digitalisierung der Stadtverwaltung sind wichtig und werden teuer“, mahnte er an. „Wir müssen Projekte sehr wohl miteinander abwägen“, sagte er an seine Kollegen, insbesondere aber wohl auch an seinen Fraktionskollegen Rabenstein, gerichtet.

Neubau für das Stadtarchiv: so wurde abgestimmt

Mit 32 zu zehn Stimmen folgte der Stadtrat schließlich dem Vorschlag der Verwaltung: Die Leers’sche Villa wird saniert und um einen Neubau erweitert. Das Stadtarchiv wird nach St. Georgen umziehen.