Verkehr

Neue Einbahnstraße in Bayreuth gefordert: hier sehen sich die Anwohner „einer erhöhten Verkehrsbelastung ausgesetzt“

Bekommt Bayreuth eine neue Einbahnstraße? Ja, wenn es nach der Bayreuther Gemeinschaft geht. Es geht um eine relativ ruhige Straße – eigentlich.

Die Bayreuther Gemeinschaft möchte eine neue Einbahnstraße in Bayreuth. Oder besser gesagt: einen „Einbahnweg“. Der Lessingweg im Dichterviertel soll nur noch in eine Richtung befahrbar sein.

Der Verkehrsausschuss der Stadt setzte sich am Montag (08.11.2021.) mit dem Thema auseinander – und kam zu einem Ergebnis.

Neue Einbahnstraße in Bayreuth?

Der Lessingweg in Bayreuth soll eine Einbahnstraße werden – zumindest wenn es nach dem Willen der Bayreuther Gemeinschaft geht. Sie hat einen entsprechenden Antrag gestellt. Den hat der Verkehrsausschuss der Stadt am Montag (08. November) besprochen. Außerdem hat der Ausschuss über kostenlose Parkplätze in der Innenstadt gesprochen – und wer sie benutzen darf.

Eigentlich sind die Straßen zwischen Kasernenviertel und Altstadt unweit der Studiobühne ein ruhiges Wohnviertel. Aber es sei wohl in der jüngeren Vergangenheit etwas lauter geworden, wenn man der BG Glauben schenken mag. „Die Anwohner am Lessing sehen sich seit der Einbahnstraßenregelung für den Rückertweg einer erhöhten Verkehrsbelastung ausgesetzt.“ So schreibt es die BG als Begründung. Und man wolle „nur das Beste für die Anwohner dort“, wie Fraktionsvorsitzender Müller im Verkehrsausschuss sagte. Im Lessingweg, der Parallelstraße zur angesprochenen Rückertstraße, sei das eine Einbahnstraßenregelung.

Ulrich Pfeifer, Rechtsreferent und berufsmäßiger Stadtrat argumentierte, dass der Verkehr sich in benachbarte Straßen verlagern würde, würde der Lessingweg eine Einbahnstraße. „In die Schwindstraße, Hedwigstraße und den Menzelplatz. Auch müssten Anwohner einen Umweg von 500 bis 800 Meter in Kauf nehmen, um wieder in den Lessingweg zu kommen.

Lessingweg in Bayreuth als Einbahnstraße: Schleicher raus, Anwohner rein

Das täten die wohl gerne. Ein Anwohner als Zuhörer versuchte sich Gehör zu verschaffen – was Oberbürgermeister Thomas Ebersberger gelassen unterband. Der Schleichverkehr sei da, gab denn auch Antragsteller Müller zu. Ebersberger konnte dem Plan einer Einbahnstraße nicht viel abgewinnen. Er wolle die Situation „nicht verschlimmbessern“, wie er es nannte. „Über den Daumen gepeilt geht es darum, einige mehr Schleicher, die durch den Lessingweg abkürzen, umzuleiten, als Anwohner dort fahren.

Für die Mehrheit des Verkehrsausschusses ist das nicht Grund genug, den Lessingstraße zur Einbahnstraße zu erklären. Mit Ausnahme der drei Stimmen der Bayreuther Gemeinschaft lehnte der Ausschuss den Antrag geschlossen ab. An einer anderen Einbahnstraße in Bayreuth scheiden sich die Geister – die der Radfahrer, nicht die der Autofahrer.