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Freizeit

Hängepartie um neuen Freizeitpark im Landkreis Bayreuth: spektakuläre Wende steht unmittelbar bevor

Paukenschlag in Plech im Kreis Bayreuth: Dort könnte tatsächlich wieder ein Freizeitpark entstehen – allerdings unter völlig anderen Vorzeichen als bisher gedacht.

Das Fränkische Wunderland in Plech sollte als neuer Freizeitpark revitalisiert werden. Eine Projektentwicklerin hatte längst einen konkreten Plan in der Schublade.

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Nun bahnt sich eine spektakuläre Wende im Süden des Landkreises Bayreuth an – und mit ihr ein Ende der Diskussionen um das ehemalige Fränkische Wunderland.

Neuer Freizeitpark im Landkreis Bayreuth soll kommen

In Plech soll ein neuer Freizeitpark entstehen. Darüber waren sich Gemeinde und Projektiererin Birgit Hübner schon seit langer Zeit einig. Das scheint nun allerdings vom Tisch zu sein.

Jetzt sollen nach bt-Informationen bald Nägel mit Köpfen gemacht werden. Mit einem neuen Interessenten – und ohne die bisherige Wunderland-Pächterin Hübner. Bereits Anfang Januar 2022 drohten Hübners Pläne zu scheitern, allerdings unter anderen Vorzeichen.

Einen längeren Pachtvertrag als über die aktuellen drei Monate bekomme Hübner „auf keinen Fall“ angeboten, sagt Plechs Bürgermeister Karlheinz Escher (Freie Wähler) dem bt auf Anfrage. „Der aktuelle Pachtvertrag wird ziemlich sicher auslaufen.“

Fränkisches Wunderland in Plech wird für Freizeitpark wohl neu verpachtet

Der Pachtvertrag endet in diesem Fall im März. Escher geht sogar noch weiter: Am 7. März soll im Gemeinderat von Plech ein neuer Bebauungsplan für das ehemalige Fränkische Wunderland beschlossen werden. Nach seiner Auskunft gebe es einen neuen Interessenten für das Areal. „Für einen Freizeitpark“, betont Escher.




Bis zuletzt hielt sich die Gemeinde Plech die Option für ein neues Gewerbegebiet offen. Einen neuen Interessenten für gewerbliche Nutzflächen verneint Escher explizit. „Der Interessent wird den Zuschlag dann wohl erhalten“, sagt Escher mit Blick auf den Bebauungsplan, sollte dieser stehen. Welche Art von Freizeitpark in Plech zu erwarten sei, verrät Escher nicht. Die Identität der neuen Figur auf dem Spielfeld gibt er ebenso wenig preis. Nur so viel: es sei „jemand von außerhalb“, also nicht aus der Region wie Hübner.

Fränkisches Wunderland revitalisieren: „All die Jahre Arbeit umsonst“

Vom bt auf die neuesten Entwicklungen im Rathaus von Plech angesprochen, ist Hübner völlig perplex. „Wir hatten zuletzt keinen Kontakt“, sagt sie über die Gemeinde. „Dann waren wohl all die Jahre Arbeit umsonst“, sagt sie auf Nachfrage des bt. Lesen Sie auch: Mit diesen Plänen wollte Hübner das Fränkische Wunderland noch im Sommer 2022 wiedereröffnen.

Aktuell ist das ehemalige Wunderland in Plech bis zum 20. März als Fotolocation buchbar. Seit 2013 ist es geschlossen. Seit 2016 pachtet es Hübner. Sie strebte eine langfristige Pacht oder einen Kauf des Areals an. In fünf Schritten wollte sie den Freizeitpark revitalisieren. „So wie bisher geht es einfach nicht“, sagte Hübner unmittelbar vor der Escher-Nachricht. Sie wolle „einen Cut machen – in welche Richtung auch immer“, wie sie gegenüber dem bt sagte.

Auch interessant: So sieht es aktuell im ehemaligen Fränkischen Wunderland in Plech aus.