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Umwelt

Neues Erholungsgebiet in Bayreuth wird kommen: Das ist geplant

Die Natur in Bayreuths Süden wird immer besser erschlossen. Ein Bundesförderprogramm soll nun einen weiteren Schub geben. Der Stadtrat bewilligt Eigenmittel fast einstimmig.

Bayreuths lebendiger Süden: Tierpark Röhrensee, Ökologisch-Botanischer Garten, UIZ Lindenhof und Studentenwald sollen zusammenwachsen. Bild: Jürgen Lenkeit

„Bayreuths lebendiger Süden“ wird immer lebhafter. Das Gebiet zwischen Röhrensee, Studentenwald und Universität soll weiter gestärkt werden. Das hat der Umweltausschuss am Montag (14. Juni 2021) empfohlen und der Stadtrat am Mittwoch (30. Juni 2021) mit breiter Mehrheit bestätigt. Außerdem soll ein Fonds für die Bewässerung der Bäume im Stadtgebiet eingerichtet werden.

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Update vom 30. Juni 2021: Neues Naherholungsgebiet in Bayreuth wird kommen

Was sich im Umweltausschuss zwei Wochen zuvor angedeutet hat, ist nun gewiss: Die Naherholungsgebiete im Süden von Bayreuth sollen besser vernetzt werden. Dazu zählen der Tierpark Röhrensee, der Studentenwald, der Ökologisch-Botanische Garten der Universität und das Umweltinformationszentrum Lindenhof.

90-prozentiger Zuschuss zu „Bayreuths lebendigem Süden“

Die konkreten Pläne hatte der Umweltausschuss am 14 Juni 2021 bereits besprochen, die nun auch der Stadtrat absegnete. Finanziell möglich macht das das Bundesförderprogramm „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“. Dazu erklärte Oberbürgermeister Thomas Ebersberger (CSU) im Stadtrat: „Als Stadt Bayreuth sind wir dankbar, noch in das Förderprojekt zu rutschen. Ein 90-prozentiger Zuschuss ist ein Traum.“

Mit breiter Mehrheit beschlossen die Stadträte, die Mittel für den relativ geringen Eigenanteil in den kommenden Jahreshaushalten bereitzustellen. Nur Tobias Peterka (AfD) stimmte als einziger der 43 Räte dagegen.

Erstmeldung vom 20. Juni 2021: Bayreuths Süden wird immer besser erschlossen

Bayreuths lebendiger Süden – laut Robert Pfeifer vom Stadtgartenamt Bayreuth sind das „einzelne Elemente, die wir sukzessive immer weiter vernetzen möchten.“ Das Ziel sei eine Achse vom Röhrensee über den Studentenwald und Ökologisch-Botanischen Garten bis zum Umweltinformationszentrum Lindenhof im Stadtteil Hohlmühle.

Pfeifer gab dem Ausschuss einen Überblick über die Planungen der letzten Jahre. 2012 erfolgte die Rahmenplanung für die Grünentwicklung im Bayreuther Süden. Mit einer Förderung aus dem Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) erfolgte 2016 die Beschilderung am Tierpark Röhrensee. 2020 wurde der Tierpark Röhrensee sogar ausgezeichnet.

Entlang des Studentenwaldes entstand 2020 ein „Weg der Artenvielfalt“. Über 40 in Europa heimische Laubbaumarten wurden dort angelegt. Erst im Mai 2021 wurde der neue Zugang zum Ökologisch-Botanischen Garten (ÖBG) eröffnet.

Naherholungsgebiet in Bayreuth: Diese sechs Projekte stehen an

„Ein paar Sachen fehlen noch, um das Ganze zu einer runden Sache zu machen“, erklärte Pfeifer. Diese Projekte sollen angegangen werden:

  1. Errichtung eines Bürgerhains: Dort sollen Bürger zukünftig selbst Bäume pflanzen können.
  2. Das Aubachtal in Moritzhöfen soll klimagerecht an die Innenstadt angebunden werden.
  3. Der Aubach solle am Weg der Artenvielfalt entlang renaturiert werden.
  4. Der Studentenwald soll als Erholungswald mit neu anzulegenden Teichen aufgewertet werden.
  5. Die Tappertaue zwischen Universität und Autobahn soll einen Ringschluss zur Innenstadt bilden
  6. Im Biotop- und Klimaraum Bayreuther Süden soll die Klimawirksamkeit gesichert werden.

Könnten diese Projekte für Bayreuths lebendigen Süden umgesetzt werden, so entstünde laut Pfeifer eine Natur, „um die uns andere Städte beneiden werden.“

Förderprogramm winkt Bayreuths Süden mit sattem Zuschuss

Diese Projekte sollen mit einem Förderprogramm des Bundesinnenministeriums angeschoben werden. „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ ist der etwas sperrige Name. Dafür ist sein Volumen vielversprechend: Gut 2,5 Millionen Euro könnte dieses Programm beisteuern. Die Stadt hätte dann noch knapp 300.000 Euro zu tragen. Zeitraum der Förderung sind die Jahre 2022 bis 2024.

Sämtliche Fraktionen zeigten sich angetan von den Plänen. Oberbürgermeister Thomas Ebersberger (CSU) machte da keine Ausnahme. Er hob die Bedeutung der Gewässer hervor: „Im Studentenwald gab es in der Vergangenheit nachweislich Teiche. Es ist an der Zeit, einen Teil dieser Wasserflächen wiederherzustellen.“

Jürgen Lenkeit

 bt-Redakteur Online/Multimedia
Jürgen Lenkeit