Coronavirus

Shitstorm gegen Bayreuther Apotheker wegen Impfvideo: Das sagt der Chef der Rathaus Apotheke zu den Anfeindungen

Jens Landwehr (Apotheker aus Bayreuth) hat sich wegen eines Videos auf Facebook einen Shitstorm eingefangen. Das bt hat mit ihm gesprochen.

Bayreuther Apotheker ruft auf Social Media zur Corona-Impfung auf: „Es ist die Feststellung, dass es eine große Verunsicherung in der Bevölkerung vor der Corona-Impfung gibt.“ Das sagt der Bayreuther Apotheker Jens Landwehr in seinem Video zur Corona-Impfung sinngemäß. „Als Weltkollektiv haben wir es innerhalb eines Jahres geschafft, Impfstoffe auf den Markt zu bringen, die uns aus der Pandemie retten können“, sagt Landwehr zur Einführung in das Thema seines Videos. Eine Impfung sei nichts anderes wie ein Trainingslager für den Körper. Hier werde dem Körper beigebracht, wie er sich – sollte der Virus reinkommen – dagegen wehren kann. Wie bei jedem Trainingslager im Sport, sei das anstrengend für den Körper, so Landwehr in seinem Video weiter. „Vielleicht ist es so, dass man ein bis zwei Tage im Bett liegt aber das ist ganz normal.“ Der Bayreuther ruft dazu auf, sich impfen zu lassen. Währenddessen im Landkreis Bayreuth: Am Freitag (26.2.2021) hat das Bayreuther Landratsamt gemeldet, dass sich die Britische Corona-Mutation inzwischen diffus in Bayreuth ausbreitet.

Shitstorm gegen Bayreuther Apotheker wegen Impfvideo: Das sagt der Chef der Rathaus Apotheke zu den Anfeindungen

Apotheker Jens Landwehr aus Bayreuth vertritt offenbar eine Einstellung, die nicht viele zu teilen scheinen, kuckt man sich den Shitstorm an, mit dem sich Landwehr aktuell konfrontiert sieht. „Ich habe es aus meiner beruflichen Überzeugung heraus gemacht“, sagt Jens Landwehr auf Nachfrage des bt. Als Apotheker sei er der Ansprechpartner für Sorgen und Nöte seiner Kunden. „Sie haben Fragen und Sorgen“, sagt er. Darauf eine Antwort zu haben, sei auch was die Corona-Impfung betrifft, sein innerstes Verständnis seines Berufsstandes. „Bei einer Internetapotheke finden Sie solche Antworten nicht so auf Ihre Sorgen und Nöte zugeschnitten.“

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Verdient werde dabei nichts. „Eine Herzensangelegenheit“, sagt Landwehr. Die Kommentare auf Facebook unter seinem Video: „Es ist mir egal.“, sagt der Bayreuther Apotheker. Er habe in diesem Ausmaß auch nicht damit gerechnet. Fragen beantworten sei ein Kernbestandteil seines Jobs. … und natürlich auch, die Packung Aspirin über den Tresen zu schieben, wenn der Kunde sie haben will.

Bayreuther Tagblatt - Raphael Weiß

 bt-Redakteur Online/Multimedia
Raphael Weiß