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Coronavirus

Söder nach dem Corona-Gipfel zu den Beschlüssen der MPK: Kein 2G-Plus in der Gastro in Bayern?

Am heutigen Freitag, 07. Januar 2022, tagte die Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzler Olaf Scholz. Markus Söder äußerte sich in einer Pressekonferenz zu den Beschlüssen.

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder äußerte sich nach der Ministerpräsidentenkonferenz um Bundeskanzler Olaf Scholz in einer eigenen Pressekonferenz zu den Corona-Beschlüssen aus bayerischer Sicht.

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Mit dabei war auch Bayerns Gesundheitsminister Klaut Holetschek.

Söder zu Corona-Gipfel

Bei der Ministerpräsidentenkonferenz wurde „wenig Neues“ für Bayern beschlossen. Es bleiben noch viele wissenschaftliche Fragen offen, die noch nicht letztlich geklärt werden können, so Söder zu Beginn der Konferenz. Omikron wachse auch in Bayern, allerdings sei der Freistaat heute unter den Bundesländern auf Platz 15 der Neuinfektionen mit Omikron. Die Maßnahmen wirkten daher, sagte der Ministerpräsident.

Dies sei kein Anlass, sich zurückzulehnen, Früher oder später werde Omikron alle treffen. Bayern bleibe beim Team Vorsicht und beim Team Augenmaß. Neue Beschlüsse müssen auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnis und rechtlich angemessen entschieden werden.

Kürzere Quarantänezeiten auch in Bayern

Gesundheitsminister Klaus Holetschek stellt die neuen Quarantäneregeln vor, die von ihm und Söder begrüßt werden. Die Quarantänezeiten werden verkürzt. Dies sei wissenschaftlich als möglich dargestellt worden, sodass es eine Abwägung gebe zwischen Infektionsschutz und der Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens, so Holetschek.

Die Quarantäne endet nun bereits nach zehn Tagen. Diese zehn Tage können mit einem PCR- oder zertifizierten Schnelltest auf sieben Tage verkürzt werden (im Gesundheitswesen sei laut Holetschek definitiv ein PCR-Test nötig). Die Möglichkeit der Freitestung in der Schule gibt es schon nach fünf Tagen, da Schüler ohnehin einem sehr engen Testregime unterzogen sind. Ab Montag werden auch Geimpfte und Genesene in der Schule mitgetestet.

Kein 2G-Plus in der bayerischen Gastro?

Unter den Beschlüssen habe es laut Söder heute wenig Neues für den Freistaat gegeben, die meisten Beschlüsse seien unter dem, was in Bayern aktuell gilt. Beim ÖPNV und beim Handel sei die FFP2-Maskenpflicht auch laut Experten der beste Umgang mit dem Virus. Diese hätte man sich vonseiten des Ministerpräsidenten auch bundesweit vorstellen können. Auch im Kulturbereich sowie bei Diskos und Bars sei Bayern strenger als andere Bundesländer, weswegen hier das starke Infektionsgeschehen ausbleibe.

Söder zeigt sich skeptisch, ob 2G-Plus in der normalen Gastronomie jenseits von Diskos und Bars wirklich notwendig sei. Gesundheitsminister Klaus Holetschek werde dies genau prüfen und am Dienstag werde dann abschließend entschieden. Zusammengefasst sei die heutige Ministerpräsidentenkonferenz ein „Zwischenbericht“ gewesen. Bayern sei „nicht schlecht gerüstet, weil wir in fast allen Fällen ein konsequenteres Management haben.“ Man werde abwarten, wie sich die nächsten Tage entwickeln und dann vorausschauend agieren. Am 24. Januar werde sich die Ministerpräsidentenkonferenz erneut zusammensetzen.