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Coronavirus

Trainerin aus Bayreuth mit deutlichen Einbußen: Darum hat die Corona-Krise dennoch etwas Gutes

Kristina Chowanietz aus Bayreuth bietet Training für Mütter mit ihren Babys an. Sie kann dem Lockdown auch etwas Positives abgewinnen.

Kristina Chowanietz aus Bayreuth bietet Kanga-Training an. Das sind gezielte sportliche Übungen für Mütter nach der Geburt ihres Babys. Mit dem bt hat sie über ihre Situation als professionelle Kanga-Trainerin im Corona-Lockdown gesprochen. Zuletzt hat der Bayreuther Taxiunternehmer Kurt Klein von der Situation in seinem Unternehmen berichtet.

Kristina Chowanietz aus Bayreuth: Kanga-Trainerin im Corona-Frust

Seit Oktober 2019 bietet Kristina Chowanietz aus Bayreuth sogenanntes postnatales Kansa-Training für Mütter mit Babys an. Das bt berichtete bereits Anfang August letzten Jahres über die Herausforderungen, mit der sie sich in der Corona-Pandemie konfrontiert sah.

Was sie in der aktuellen Situation am meisten vermisst, sei die Planungssicherheit, so Chowanietz, selbst Mutter einen kleinen Tochter. „Wenn meinen Kleine mehrere Tage krank war, war das noch zu organisieren“, sagt die Familienmanagerin. „Die jetzige Situation ist sehr anstrengend bis kräftezehrend.“ Da komme auch schon mal Frust auf.

Was ist Kanga-Training?

Beim postnatalen Kanga-Training – also dem Training frisch gewordener Mamas mit ihren Kindern – geht es laut Kristina Chowanietz darum, den Körper nach Schwangerschaft und Niederkunft langsam und gut verträglich wieder fit zu machen. Hier gibt es ein Video dazu:

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Probleme in der Corona-Krise

„Das Training lebt von Präsenz“, sagt Chowanietz. Ihre Kursteilnehmerinnen würden den Austausch unter frisch gewordenen Müttern lieben. Mit dem zweiten Lockdown geht das aber nicht mehr. Die Kanga-Trainerin gibt deswegen Online-Kurse, aber es gebe einige Mamas, die daran nicht mehr teilnehmen.

„Der finanzielle Ausfall ist nicht existenziell“, sagt sie. „Dennoch ist er spürbar“. Zum einen wollte sich die junge Mutter mit den Einkünften eine private Rentenvorsorge finanzieren. Die monatlichen Beträge gehen jetzt von der Haushaltskasse ab und fehlen dort. Zum anderen zahlt Kristina Chowanietz im Moment drauf: Kosten für die Kanga Lizenz, die Zoom-Konferenzen und auch die GEMA für die Musik, die sie im Online-Training spielt.

Berufung und Chancen in der Corona Pandemie

Trotz der aktuell fehlenden Planungssicherheit im Alltag kann Kristina Chowanietz der Corona-Pandemie etwas Gutes abgewinnen. „Ich werde noch einmal Mama.“ Corona hin oder her: Sie werde weiter Kanga-Training anbieten.

„Ich habe darin meine Berufung gefunden.“ Außerdem hat sie im Lockdown ihre Ausbildung zur Trageberaterin abgeschlossen: Ein Job, der auch die Väter und Großeltern betrifft, denn es geht darum, mit welchen Hilfsmitteln man das Baby besonders rückenschonend trägt.

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Bayreuther Tagblatt - Raphael Weiß

 bt-Redakteur Online/Multimedia
Raphael Weiß