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Politik

Bundestagswahl 2021 in Bayreuth: Das sagen die Kandidatinnen aus dem Wahlkreis

Die Ergebnisse der Bundestagswahl 2021 im Wahlkreis Bayreuth stehen fest. Dr. Silke Launert und Anette Kramme haben es in den Bundestag geschafft, während Susanne Bauer leer ausging.

Mehrere Politikerinnen und Politiker kandidierten im Wahlkreis Bayreuth 2021 für den Bundestag.

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Das bt hat bei Dr. Silke Launert (CSU) und Anette Kramme (SPD) sowie Susanne Bauer von den Grünen nachgefragt, wie ihre Eindrücke von den Wahlergebnissen sind.

Silke Launert für Bayreuth deutliche Gewinnerin

Dr. Silke Launert von der CSU wurde nun zum dritten Mal für Bayreuth nach Berlin gewählt. Mit 42,4 Prozent der Erststimmen hatte sie einen großen Vorsprung vor der Erstunterlegenen Anette Kramme. In ihrem Interview mit dem bt schildert Launert ihre Meinungen zu aktuellen politischen Fragen in Bayreuth

Launert ist ihrem Ergebnis entsprechend positiv gestimmt: „Ich freue mich natürlich sehr darüber, das ist gar keine Frage, auch über den großen Abstand. Das fasse ich zugleich als Wertschätzung und Motivation auf.“ Wie es mit der Bundesregierung weitergeht, könne sie aber nur schwer einschätzen: „Das ist ganz schwer, zu sagen, aber ich würde mich natürlich freuen, wenn es Jamaika werden würde.“

Veteranin Anette Kramme für Bayreuth im Bundestag

Anette Kramme von der SPD sitzt bereits seit 1998 im deutschen Bundestag und auch dieses Mal wird sie Bayreuth vertreten. Mit 19,4 Prozent konnte sie sich ihren Platz sichern. Kramme zeigt sich ob ihrer Wiederwahl passioniert: „Ich mache das wirklich gerne, weil ich einfach gerne Menschen helfe und es auch ein kreativer Job ist. Ich gehe mit voller Freude in die nächsten vier Jahre.“ Auch Kramme stellte das bt vor der Wahl politisch und privat vor.

Die ganz große Frage bei den Koalitionsverhandlungen sei laut Kramme, wer die Nerven behalten werde: „Eine große Koalition wäre eine Notlösung. Olaf Scholz berücksichtigt immer den Kompromiss beim Gegenüber und ist ein starker Verhandler. Er wird das stemmen.“

Susanne Bauer: „Hätte mir gewünscht, dass es reicht“

Susanne Bauer von Bündnis ’90/Die Grünen erhielt kein Direktmandat für den Bundestag bei der Wahl 2021. Die gebürtige Oberpfälzerin hatte sich ein besseres Ergebnis erhofft: „Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass es reicht. Wir brauchen für eine gute Klimapolitik und für das Übereinkommen von Paris mehr Grünen-Stimmen.“ Vor der Wahl stellte sich Bauer den persönlichen und politischen Fragen des bt.

Ihr Gefühl zur Regierungsbildung im Bundestag spricht allerdings eine deutliche Sprache: „Ich glaube, es wird die Ampel. Das ist auch eine Strategie, mit der wir gut können und ich fände es gut, wenn die CDU mal in die Opposition müsste.“

Dennoch zeigt sich Bauer optimistisch: „Wir haben ja unsere Bundestagsmitglieder aus Oberfranken verdoppelt, das ist schon ein Grund zum Freuen.“ Neben der Wiederwahl von Lisa Badum von den Bamberger Grünen zieht nun auch Johannes Wagner aus Coburg als Grüner mit in den Bundestag ein.