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Coronavirus

Corona-Testpflicht am Arbeitsplatz in Bayreuth: So reagieren Unternehmen in Stadt und Landkreis

Wie stehen Unternehmen aus Bayreuth Stadt und Land zur Corona-Testpflicht am Arbeitsplatz? Das bt hat Meinungen eingefangen.

Am Dienstag (13.4.2021) hat das Bundeskabinett die Corona-Testpflicht in Betrieben beschlossen. Was wegen der Testpflicht am Arbeitsplatz jetzt auf die Unternehmen zukommt, wird in diesem Artikel beschrieben. Geschäftsführer und Unternehmenssprecher im Raum Bayreuth beziehen gegenüber dem bt Stellung. In Stadt und Landkreis sind über 600 Corona-Infektionen dazugekommen. Wegen der hohen Inzidenzen gilt die Corona-Lage in weiten Teilen Deutschlands angespannt: Heute (13.4.) hat das Bundeskabinett deshalb ein hartes Notgrenzen-Gesetz beschlossen.

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Unternehmen aus dem Landkreis ist der Corona-Testpflicht voraus

Die Zimmerei Reichel aus Plech steht dem Testen in Unternehmen positiv gegenüber. Sie ist der Corona-Testpflicht sogar einen Schritt voraus. „Wir testen seit drei Wochen jeden Mitarbeiter einmal wöchentlich“, sagt Geschäftsführerin Anja Reichel. „Ab kommender Woche lassen wir unsere Mitarbeiter zudem in einem Testzentrum am REWE-Markt in Plech testen. Wir testen dann also zweimal pro Woche, aktuell noch auf Kosten unserer Zimmerei“, führt Reichel aus. So schütze man die Gesundheit der Mitarbeiter und Kunden. Das Testzentrum in Plech ist eines der neuesten Testzentren im Landkreis. Hier gibt es den Überblick über alle Stationen.

Bäckermeister: „Wo bekomme ich Tests her?“

Thomas Zimmer, Inhaber der Bäckerei Lang in Bayreuth, sieht das ähnlich: „Wir sind heilfroh, dass wir arbeiten dürfen. Ich danke alle meinen Mitarbeitern, dass sie im privaten Bereich so diszipliniert alle Regeln einhalten.“ Komplett anders verhielten sich Gäste einer Geburtstags- und Hochzeitsfeier in Oberfranken. Eine mögliche Testpflicht sieht Lang als finanzielle Belastung. Organisation und Ablauf in Betrieben müssten dringend geklärt werden. „Wo kriege ich Tests her? Wie laufen die Tests ab? Diese Fragen müssten dringend geklärt werden“, sagt Zimmer. Ihm sei die Testpflicht recht, wenn sie helfe, Corona aus Backstube und Verkaufsraum fernzuhalten.

„Schon jetzt Selbsttests“ bei Bayreuther Unternehmen

Auch bei medi beobachte man die Entwicklungen ganz genau und werde je nach Entscheidung bezüglich einer Testpflicht entsprechend reagieren. Heute tagte der bayerische Ministerrat zur Corona-Notbremse. Dabei wurde der Lockdown in Bayern verlängert. Unternehmenssprecherin Melissa Hobbs: „Unabhängig davon bieten wir bei medi schon jetzt Selbsttests an, zusätzlich zu unseren umfassenden Hygieneregeln. Zwingend erforderlich ist die Durchführung von Selbsttests bei Präsenzveranstaltungen, für die es keine digitalen Alternativen gibt.“ Das betreffe sowohl medi-Mitarbeiter sowie externe Gäste.

Testpflicht gilt auch für Mitarbeiter der Nachtschicht

Burkhard Gröschel, Geschäftsführer und Personalleiter von Frenzelit in Bad Berneck erklärt: „An unseren Standorten in Bad Berneck und Himmelkron arbeiten ca. 500 Kollegen. Ihnen bieten wir mithilfe einer Fachkraft Schnelltests an“, bisher seien alle Tests negativ gewesen. Die Herausforderung sieht Gröschel im Schichtbetrieb. „Die Kollegen der Früh- und Spätschicht erreichen wir immer. Für die Kollegen der Nachtschicht gilt es, zeitnah eine praktikable Lösung zu finden, wenn die Testpflicht da sein wird.“ 

Jürgen Lenkeit

 bt-Redakteur Online/Multimedia
Jürgen Lenkeit