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Polizei

Betrunkener Randalierer droht Busfahrer in Oberfranken während der Fahrt mit Messer

Am Samstag (18.09.2021) randalierte ein betrunkener Pole auf der A9 bei Hof in einem Bus. Er bedrohte den Fahrer mit einem gezückten Messer.

Am Samstagnachmittag (18. September) geriet ein betrunkener Pole in einem Bus auf der A9 bei Hof derart in Rage, dass er den Fahrer mit einem Messer bedrohte.

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Der 37-Jährige war außer sich, weil ihm Bargeld gestohlen worden sei während er schlief.

Betrunkener bedroht Busfahrer während der Fahrt mit Messer

Einen Notruf setzte am Samstag gegen 15:10 Uhr der Fahrer eines polnischen Reisebusses auf der A9 bei Hof ab. Er befand sich am Parkplatz Lipperts, Fahrtrichtung Berlin. Im aufsehenerregenden Fall eines getöteten Busfahrers in Hof ist der Beschuldigte wohl schuldunfähig.

In dem polnischen Reisebus befanden sich neben dem Busfahrer und dem Verantwortlichen einer polnischen Zeitarbeitsfirma 22 Gastarbeiter aus Polen. Sie waren nach einem Monat Arbeit in Deutschland auf der Heimreise nach Polen. Einer der Arbeiter, ein 37-jähriger Mann aus Walbrzych in Polen, war während der Fahrt eingeschlafen. Seinen Arbeitslohn in Höhe von 700 Euro, den der Mann in bar erhalten hatte, bewahrte er lose in seiner Jackentasche auf. Nach seinem Nickerchen bemerkte der Mann, dass die 700 Euro nicht mehr da waren. Er war sich sicher, dass ihm das Geld gestohlen wurde.

A9 bei Hof: Bestohlener Pole schreit im Bus herum und zückt ein Messer

Darüber und vermutlich auch weil er erheblich alkoholisiert war, geriet er derart in Rasche, dass er im Bus herumschrie und mit einem Küchenmesser in der Hand wild herumfuchtelte. Nachdem der Mann dabei auch den Busfahrer bedrohte und sich nicht beruhigte, setzte dieser einen Notruf ab. Beim Eintreffen der Polizei hatte sich die Situation glücklicherweise wieder etwas entspannt und der Pole den Bus bereits verlassen. Sein Küchenmesser hatte er auf der Toilette des Parkplatzes verstecken wollen. Aufgrund seines Vorverhaltens wurde ihm jedoch seitens des Busfahrers die weitere Mitfahrt nach Polen verwehrt. In einem anderen Fall prügelten mehrere Männer auf einen pausierenden Busfahrer ein, weil dieser ihnen keine Zigaretten geben wollte.

Die Polizei war mit mehreren Kräften am Einsatzort. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Den aggressiven Passagier nahmen die Beamten zunächst mit zur Dienststelle. Der Mann hatte keinen Ausweis bei sich. Seine Identität konnte nicht zweifelsfrei festgestellt werden.

Aktuell werden Ermittlungen sowohl wegen des Diebstahls des Geldes geführt, aber auch wegen Bedrohung und eines Verstoßes nach dem Waffengesetz. Nach Abschluss der notwendigen Erstmaßnahmen durfte der Pole die Heimreise mit dem Zug fortsetzen.