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Tiere

Kater in schlimmen Zustand gefunden: Bernie und Opi warten im Tierheim Bayreuth auf ein liebevolles Zuhause

Die Kater Bernie und Opi sind seit dem 24. August 2020 im Bayreuther Tierheim. Die beiden haben eine schwere Zeit hinter sich und warten nun auf einen Menschen, der ihnen ein ruhiges Zuhause bietet. 

Im Tierheim Bayreuth warten viele verschiedene Tiere auf ein neues Zuhause. Das bt stellt immer wieder Katzen, Hunde, Vögel, Kaninchen und Mäuse vor.

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Im Sommer 2020 wurde in mehrere Tierheime in Oberfranken eingebrochen – auch in das Bayreuther Tierheim. Mittlerweile wird vermutet, dass eine organisierte Gruppe hinter der Einbruchsserie steckt.

Von der Tierklinik ins Tierheim Bayreuth

Momentan warten die beiden Kater, Bernie und Opi, auf einen Menschen, der ihnen ein liebevolles Zuhause bietet. Ursprünglich kommen die Tiere aus der Gegend von Eckersdorf/Tröbersdorf, erzählt Karin Stanzel, Vorsitzende des Tierheims Bayreuth. „Die beiden sind in einem schlimmen Zustand gefunden worden“, sagt sie.

Kater müssen wochenlang aufgepäppelt werden

„Sie waren gesundheitlich sehr schwer beeinträchtigt“, erzählt Stanzel. Daraufhin kamen die Kater in die Tierklinik in Eckersdorf. Seit dem 24. August 2020 sind die beiden im Tierheim in Bayreuth. Vier bis sechs Wochen haben die Tierpfleger dort gebraucht, bis die beiden wieder einigermaßen fit waren.

Die Tiere sind nach wie vor krank. „Sie haben beide eine Niereninsuffizienz.“ Das bedeutet, dass sie ihr Leben lang Nieren-Diätfutter bekommen müssen. „Sie dürfen kein anderes Futter bekommen.“ Bernie und Opi sind deshalb auf Medikamente angewiesen, die sie über das Futter bekommen.

Tierheim Bayreuth: Kater suchen neues Zuhause

Kennengelernt haben sich die beiden Kater erst in der Tierklinik. Inzwischen haben sie sich gut aneinander gewöhnt und würden gerne zusammen bleiben. Sie werden aber auch getrennt vermittelt, erklärt Stanzel.

Opi ist schon älter. „Wir schätzen, dass er etwa 2008 geboren wurde“, erzählt Stanzel. „Deswegen haben wir ihn Opi genannt. Er ist schon ein kleiner Methusalem.“ Daher wünscht sich Stanzel für Opi ein ruhiges Zuhause – am besten mit einem eingezäunten Balkon. „Er war früher Freigänger. Aber so ganz rauslassen, da bin ich mir bei ihm nicht so ganz sicher.“

Wunschzuhause mit Balkon

Das Geburtsjahr von Bernie werde dagegen auf 2015 geschätzt. „Er ist zwar erst fünf Jahre alt, aber bei ihm war die Niereninsuffizienz wirklich gravierend“, sagt sie. Auch für ihn wäre ein abgesicherter Balkon optimal. Ihm kompletten Freigang wieder zu gewähren, könne gefährlich werden, da er regelmäßig seine Medikamente brauche. Bernie ist eher scheu.

Es dauert eine Zeit, bis er sich streicheln lässt. In seltenen Fällen ist Bernie allerdings sofort zutraulich. Opi ist dagegen ein Schmusekater. Er liebt es gestreichelt zu werden und ist Menschen gegenüber aufgeschlossen. Bei Bernie müsse noch ein großes Blutbild abgewartet werden. Erst danach kann er in ein neues Zuhause umziehen.

Bayreuther Tagblatt - Katharina Adler

 bt-Redakteurin Online/Multimedia
Katharina Adler