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Eishockey

Bayreuth Tigers Geschäftsführer Wendel: „Nächste DEL2-Saison mit Zuschauern“ – das ist geplant

Matthias Wendel, Geschäftsführer der Bayreuth Tigers, ist sich sicher: „Die nächste DEL2-Saison wird nicht ohne Fans stattfinden.“ Mit dem bt hat Wendel über die vergangene Saison, die Corona-Pandemie und mehr gesprochen.

Am Ende der verkürzten DEL2-Hauptrunde 2020/21 stehen die Bayreuth Tigers abgeschlagen auf dem letzten Platz. Das sagt Geschäftsführer Matthias Wendel zur Lage bei den Tigers. Erst kürzlich hat der Verein eine spektakuläre Neuverpflichtung bekannt gegeben.

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Bayreuth Tigers Geschäftsführer Wendel: „Ich bin fest davon ausgegangen, dass wir die Playoffs erreichen“

Vor der Saison hatte Matthias Wendel, Geschäftsführer der Bayreuth Tigers, ein klares Ziel für sein Team formuliert: „Wir wollen in die Playoffs.“ Nach der Saison 20/21 sieht die Realität anders aus: Die Wagnerstädter landeten abgeschlagen auf dem letzten Platz, dabei sei das Team zeitweise von den eigenen Ansprüchen gar nicht so weit weg gewesen. Im Februar wurde dann entschieden, dass es in der aktuellen DEL2-Saison keinen Absteiger in die Oberliga geben wird. „Bis zu dieser Entscheidung lagen wir klar auf Playoff-Kurs“, erinnert sich Wendel. „Ich bin auch nach der Verkündung noch fest davon ausgegangen, dass wir die Playoffs erreichen.“ Durch finanzielle Boni in den Verträgen hätten die Spieler ohne den Druck eines möglichen Abstiegs befreit aufspielen können. Doch es kam anders.

Erheblicher Leistungseinbruch der Bayreuth Tigers: Woran hat es gelegen?

Ein Grund für den erheblichen Leistungseinbruch der Bayreuth Tigers könnte im dünn besetzten Kader gelegen haben. „Wir haben nicht über vier oder fünf Reihen verfügt“, so seien die Möglichkeiten begrenzt gewesen, so Wendel. Vor der Saison sei wegen Corona das Ziel gewesen, mit einem möglichst kleinen Kader über die Runden zu kommen. Das habe am Ende nicht wie gewünscht funktioniert. Dass sein Team kurz nach Saisonstart wegen Corona-Fällen zwei Mal in Quarantäne musste, ist für Wendel kein Nachteil gewesen, weil auch die anderen Mannschaften von Corona betroffen waren. „Die Pandemie hat alle 14 Clubs gleichmäßig getroffen“, sagt Wendel. Bis Februar sei noch alles in Ordnung gewesen bei den Tigers.

Wendel „stocksauer“ – mit Fans im Stadion „hätte es diese Negativserie nicht gegeben“

Über den Einbruch der Mannschaft sei Wendel „stocksauer“ gewesen. Sowas dürfe nicht passieren, erklärt der Geschäftsführer der Tigers. „Sowas wird in der nächsten Saison bei den Bayreuth Tigers nicht wieder passieren“, ist sich Wendel sicher. Er fügt an: „Mit den Fans im Stadion hätte es diese Negativserie nicht gegeben. Die Fans hätten den Spielern auf dem Eis so richtig Feuer unter dem Hintern gemacht.“ Generell habe sich das Fehlen der Zuschauer stark bemerkbar gemacht. Eishockey sei ein emotionaler Sport, der auch von der Unterstützung der Fans lebe. Man müsse die Stimmung bei den Spielen miterlebt haben.

„Eine Eishockey-Saison ohne Zuschauer ist unbefriedigend und traurig. Die Emotionen fehlen. Das ist unglaublich schade für die Fans und die Spieler.“ (Matthias Wendel, Geschäftsführer der Bayreuth Tigers)

Wendel: DEL2-Saison 2021/22 mit Zuschauern – alles andere wäre unverhältnismäßig

Einer Sache ist sich Tigers-Geschäftsführer Matthias Wendel sicher. „Die neue DEL2-Saison wird mit Zuschauern stattfinden.“ Dafür hat Wendel auch bereits einen Plan. „Wir wollen geimpfte Zuschauer ins Stadion lassen und auch solche, die einen negativen Schnelltest vorweisen können. Es kann auch eine Option sein, dass wir Schnelltests am Stadion durchführen.“ Alles andere wäre vonseiten der Politik unverhältnismäßig, so Wendel. „Wir haben ein offenes Stadion und ein gutes Hygienekonzept.“


In Teil 2 des Interviews geht es um den einzig positiven Aspekt der Corona-Pandemie im Eishockey, eine krasse Fehlentscheidung gegen die Tigers und die Planungen für die neue Saison. Der nächste Teil erscheint am Samstag (17.4.2021) beim Bayreuther Tagblatt.

Bayreuther Tagblatt - Frederik Eichstädt

 bt-Redakteur Online/Multimedia
Frederik Eichstädt