Der erste Kunstrasenplatz im Landkreis entsteht

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Kunstrasenplätze im Bayreuther Raum sind rar. Innerhalb des Stadtgebiets gibt es nur zwei Plätze, im Landkreis keinen. Letzteres soll sich jetzt ändern.

Viele Vereine träumen von einem Kunstrasenplatz – pflegeleicht und robust soll er sein. Doch nur wenige können diesen Traum realisieren. Ein Grund dafür sind vor allem die hohen Anschaffungskosten.

Erster Kunstrasenplatz im Landkreis Bayreuth

Im Landkreis Bayreuth gibt es bisher keinen Kunstrasenplatz. Bis jetzt! Denn in Mistelgau entsteht aktuell unterhalb des Tennisgeländes, auf dem früheren Allwetterplatz, ein solcher Kunstrasenplatz. Es ist der erste und bislang einzige im Landkreis. Den nächsten Kunstrasen gibt es in Neudrossenfeld im Landkreis Kulmbach. Wegen der guten Bedingungen hatte dort zwischenzeitlich sogar die Spielvereinigung Bayreuth ihre Trainingsstunden abgehalten.

Rund 360.000 Euro soll das neue Spielfeld den Sportverein Mistelgau kosten. Es gebe zwar Zuschüsse vom Bayerischen Fußball-Verband und der Gemeinde Mistelgau, der Großteil des Betrags würde der Verein allerdings selbst stemmen, so Jörg Ebert, Vorsitzender des Sportvereins Mistelgau.

Ein Kunstrasenplatz ist das ganze Jahr über bespielbar. Das ist ein enormer Vorteil und bringt auch den Verein voran.

(Jörg Ebert, Vorstand SV Mistelgau)

Im Herbst soll der Platz fertig gestellt werden. Damit will sich der Verein, der am vergangenen Samstag, 1. Juni, den Aufstieg in die Bezirksliga geschafft hat, einen großen Schritt weiterentwickeln.

Auch im Stadtgebiet eine Rarität

Im Bayreuther Stadtgebiet gibt es immerhin zwei Kunstrasenplätze. Einer neben dem Hans-Walter-Wild-Stadion, einen zweiten bei der Bayreuther Turnerschaft. Dieser werde zwar hauptsächlich für Hockey genutzt, habe aber die Ausmaße eines Fußballfelds, so Wolfgang Lüdtke, Vorsitzender des Stadtsportverbandes. Zudem sollen sich die Sportvereine BSC Saas und SC Kreuz derzeit Gedanken über ein Kunstrasenfeld machen.