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Eishockey

„Ihr seid unser Großsponsor“: Bayreuth Tigers veranstalten digitalen Fanstammtisch zur aktuellen Situation

Für den Donnerstagabend (4.2.2021) hatte die Bayreuth Tigers Eishockey GmbH zu einem digitalen Fanstammtisch gerufen. Das bt hat sich das angesehen. 

Am Donnerstag (4.2.2021) hat die Bayreuth Tigers Eishockey GmbH einen digitalen Fanstammtisch abgehalten. Auf Facebook gab es ein Livevideo mit Moderator Matthias Will und seinen Gästen Geschäftsführer Matthias Wendel und Petri Kujala sowie Goalie Timo Herden, direkt aus der Box über dem Stadion.

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Ohne Fans auf dem Eis: So geht es den Bayreuth Tigers im Lockdown

„Wir kämpfen in dieser schwierigen Situation“, sagt Matthias Wendel zu der Corona-Krise und den Auswirkungen der Maßnahmen im Profi-Sport. Stolz sei er auf die Sponsoren und Fans. „Es gingen bei uns Zahlungen ein ohne Grundlage (…) die es uns ermöglichen, dass wir sagen: Wir spielen bis zum Ende der Saison.“ Auch bei der Mannschaft bedankte sich der Geschäftsführer. „Sie haben auf einen Teil ihres Lohns verzichtet.“

„Ich beteilige mich nicht an Spekulationen“, sagt Wendel zur Frage, ob und wann die Fans wieder ins Stadion dürfen. Er rechne damit, dass das bis April nicht der Fall sein wird. Entsprechende Hygienekonzepte würden vorliegen. „Unsere Arbeit ging dahin, zu sagen: Wir machen uns nicht abhängig von ein oder zwei großen Sponsoren“, sagt Wendel zu diesen Einkünften. 80 Prozent der Sponsoren seien geblieben.

„Weit unterschätzter Gegner“: Das sieht Tigers-Geschäftsführer für die Zukunft in der DEL2

„Wenn wir die Play-Offs erreichen (…) traue ich dieser Mannschaft mit diesem Charakter alles zu.“ Dann käme es nicht auf die Kadergröße an. „Dann ist egal, ob wir mit 11 oder 14 spielen“, sagt Geschäftsführer Wendel zu der Frage eines Fans, ob man sich nicht breiter aufs

„Unser Ziel ist es, die Tigers in der Zweiten Eishockey-Liga zu etablieren.“ Abschließend bedankte er sich noch einmal bei den Fans, insbesondere bei den Inhabern von Dauerkarten: „Ihr seid unser Großsponsor.“

Play-Offs so gut wie sicher für die Tigers? So denkt der Trainer darüber

„Es ist mathematisch leicht zu rechnen“, sagt Tigers-Trainer Petri Kujala zu den Aussichten der Wagnerstädter, in die Play-Offs zu kommen. Dass sich die Pandemie auf die Finanzen auswirken wird, sei ihm klar gewesen. „Natürlich möchte jeder Trainer mit einem großen Kader spielen.“ Das gehe aber nicht. Dennoch sei er zufrieden mit der aktuellen Situation, so Kujala.

„Ich bin jetzt (dabei Deutsch zu lernen)“, sagt der Tigers-Trainer zu der Fan-Frage, was er mit der durch Corona bedingten freien Zeiten macht. Gewohnt ruhig und konzentriert antwortet Petri Kujala auf alle Anfragen.

„Hoffentlich in den Play-Offs“: Tigers-Goalie Timo Herden zu seiner und der Zukunft im Tigerkäfig

Spezielle Merkmale habe er nicht, so Tigers-Goalie Timo Herden auf die erste Anfrage. „Ist von klein auf die Position, die mir gefallen hat, in die ich später reingewachsen bin“, sagt er zu seinem Weg zum Goalie bei den Tigers. „Ich mag es, wenn ich im Spiel viel zu tun bekomme.“ Eine besondere Spielweise gebe es nicht, die in nerve. „Man versucht (bei allen) die Scheibe zu stoppen.“

Wie er mit der Corona-Krise umgeht? „Da war es schon ein bisschen lästig, nicht mit anderen trainieren zu können“, sagt Herden. „Man versucht mit der Familie so viel Zeit wie möglich zu verbringen. (…) Ansonsten auch Playstation.“

„Man muss schauen, wie lange mich die Tigers haben wollen“, sagt der Goalie der Wagnerstädter auf die Fan-Frage, wie lange er noch für die Bayreuther auf dem Eis stehen wird. Das Design der Trikots (nächste Frage) sei ihm egal: „Hauptsache man gewinnt.“ Zum Abschluss seiner Karriere wünsche er sich, wieder in Rosenheim zu spielen.

Am Ende der Live-Übertragung der Bayreuth Tigers Eishockey GmbH wurde noch der Gewinner eines Trikots mit den Unterschriften aller Spieler bekannt gegeben.

Bayreuther Tagblatt - Raphael Weiß

 bt-Redakteur Online/Multimedia
Raphael Weiß