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Fußball

1. Runde im DFB-Pokal: So hat die SpVgg Bayreuth gegen Arminia Bielefeld gespielt

Am Samstag (7. August) hat die SpVgg Bayreuth im DFB-Pokal gespielt. So endete das Spiel gegen Bundesligist Arminia Bielefeld.

Die SpVgg Bayreuth hat am Samstagnachmittag den Bundesligisten Arminia Bielefeld zum DFB-Pokalmatch empfangen.

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Erstmals seit 15 Jahren hat die SpVgg Bayreuth wieder im DFB-Pokal gespielt. 2006 gab es eine 0:2-Pleite gegen die Kickers Offenbach.

SpVgg Bayreuth gegen Arminia Bielefeld – so ging das Spiel der 1. Runde im DFB-Pokal aus

Prächtige Stimmung im Hans-Walter-Wild-Stadion am Nachmittag. Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie gab es in Bayreuth wieder ein gesellschaftliches Großereignis – und dann auch noch im DFB-Pokal mit deutschlandweiter Aufmerksamkeit. Das Spielfeld im neuen Stadion ist pünktlich zum erwarteten Pokal-Fight gegen Bielefeld fertig geworden.

SpVgg Bayreuth gegen Arminia Bielefeld: Schlagabtausch auf Augenhöhe in der ersten Halbzeit

Den Auftakt machte die Altstadt. Sie holte in der 3. Minute die erste Ecke heraus. Die Hereingebe verpasste Steffen Eder jedoch knapp. Und es ging munter weiter: Die erste Chance für die Gäste aus Bielefeld hatte Stürmer-Routinier Fabian Klos in der 6. verpasste jedoch. In der 11. Minute war es dann aber soweit. 0:1 aus Altstadt-Sicht. Klos tanzt die rechte Grundlinie entlang, gibt zurück zu Jacob Laursen. Der macht das Tor.

Die Antwort der Altstadt ließ aber nicht lange auf sich warten – nämlich genau drei Minuten. Kapitän Ivan Knezevic trifft aus dem Gewühl im Strafraum heraus zum 1:1. Der Pokalfight nahm schon jetzt klare Konturen an. Kurz darauf parierte Altstadt-Keeper Kolbe gegen den agilen Stürmer Bryan Lasme. In der 28. Minute ging die Arminia wieder in Front. Lasme flankt von rechts und findet an der Strafraumgrenze Schöpf, der aus halblinker Positon einen Dropkick abgibt, der an den rechten Pfosten klatscht. Daraufhin reagiert Klos am schnellsten und staubt aus der Nahdistanz zum 2:1 ab.

In der Folge kam Bielefeld immer wieder gefährlich über die rechte Seite. Mit leichter Überlegenheit ging es schließlich in die Pause. Mit viel Kampfgeist und Leidenschaft hielt die SpVgg aber sehr gut dagegen. Noch war alles möglich, die Sensation lag noch in Reichweite.

2. Halbzeit: SpVgg Bayreuth gegen Arminia Bielefeld – ein verrücktes Pokalspiel

Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte Duplizität der Ereignisse: Die Arminia macht das frühe Tor, die Altstadt schlägt postwendend zurück. In der 51. staubt der prächtig aufgelegte Lasme eine Kolbe-Abwehr nach einer Flanke ab – 1:3. Dem folgt der 2:3-Anschlusstreffer. Bielefelds Keeper Stefan Ortega rutscht ein Ball durch die Finger, Stefan Maderer reagiert blitzschnell und macht das Tor.

Und die Fußball-Festspiele nahmen ihren Lauf. Knezevic schießt in der 57. knapp vorbei. In der 68. Minute dann stand das Stadion Kopf: 3:3-Ausgleich nach einem Eigentor von Innenverteidiger Joachim Nilsson. In der 73. Minute macht Nillson seinen Lapsus wett. Nach einer Okugawa-Ecke von rechts trifft er per Kopf zum 4:3 für Bielefeld.

Großes Drama: 3:5 statt 4:4 aus Altstadt-Sicht

In der 78. köpft Eder den Ball nach einer Flanke ins Tor, steht aber knapp im Abseits. Auf den Zuschauerrängen ist das noch gar nicht durchgedrungen. Noch im Jubel über das vermeintliche 4:4 fiel das 3:5 im Gegenzug. Lasme traf erst die Latte, Fabian Kunze netzte im Nachsetzen von der Strafraumgrenze zum 3:5 ein. Große Verzweiflung im Hans-Walter-Wild-Stadion.

Bayreuth verliert 3:6 gegen Bielefeld, gewinnt aber viel Respekt und Anerkennung

Dann machte Lasme, der beste Spieler des Spiels, den Deckel drauf: Mit seiner individuellen Klasse schlänzt er am machtlosen Kolbe vorbei rechts ins flache Eck.

Nach einigen Wechseln auf beiden Seiten kam es in der 90. Minute tatsächlich noch zur Rudelbildung. Nach einem letztlich bedeutungslosen Foul vor der Main-Tribüne flogen sogar Gegenstände aufs Spielfeld. Kurz danach war Schluss – und die Sportstadt Bayreuth um ein ereignisreiches Kapitel Sportgeschichte reicher.

Jürgen Lenkeit

 bt-Redakteur Online/Multimedia
Jürgen Lenkeit