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Finanzen

Haben Kryptowährungen einen Nutzen oder sind sie reines Spekulationsobjekt?

Vielleicht haben Sie sich auch schon gefragt, wozu Kryptowährungen eigentlich gut sind. Wenn man davon in den Medien hört, geht es meistens um neue Allzeithochs oder immense Kursschwankungen durch Spekulationen auf den Finanzmärkten. Aber haben sie auch noch einen weiteren Nutzen? Kann man damit irgendetwas bezahlen? Dieser Frage sind wir in diesem Beitrag nachgegangen.

Nur eine Handvoll deutscher Verbraucher hat vermutlich schon einmal eine Zahlung mit der Kryptowährung Bitcoin getätigt. Ob sich das in Zukunft ändert, muss sich erst noch zeigen. Ein Anzeichen auf höhere Akzeptanz könnte sein, dass immer mehr große Unternehmen die digitale Währung entweder bereits akzeptieren oder schon bald akzeptieren wollen. Elektroautobauer Tesla ist nur eines dieser großen Unternehmen. PayPal sowie die führenden Kreditkartenanbieter MasterCard und Visa sind weitere.

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Glücksspielbranche wie so oft Pionier für neue Zahlungsmethoden

Die Betreiber von Online Glücksspielseiten sind immer daran interessiert, dass ihre Kunden schnell und bequem Geld einzahlen können. Das ist der Grund dafür, dass mittlerweile schon nahezu jede bestehende Bezahlmethode in Online Casinos zur Verfügung stand oder noch steht, wenn sie sich bewährt hat. Die Glücksspielbranche ist also als Pionier zu betrachten, wenn es darum geht, neue Bezahlmethoden salonfähig zu machen.

Deshalb verwundert es nicht, dass in Online Casinos das Konto inzwischen auch mit Kryptowährungen aufgefüllt werden kann. Der Frage, ob solche Glücksspielanbieter auch seriös arbeiten, sind die Redakteure von casinotest.de nachgegangen. Lennet Britzius hat Crypto Casinos getestet und kam zu dem Schluss, dass im Online Casino Transaktionen von Bitcoin und anderen Kryptowährungen auf einem seriösen Niveau abgewickelt werden und es sich um eine weitere attraktive Möglichkeit handelt, das Spielerkonto zu befüllen.

Welche Voraussetzungen gibt es für die Zahlung mit Kryptowährungen?

Wer Waren oder Dienstleistungen mit Geld bezahlen möchte, braucht in erster Linie natürlich Geld. Genauso ist es beim Bezahlen mit Bitcoin und Co. Auf Krypto-Börsen und speziell dafür vorgesehenen Marktplätzen können sich Verbraucher diese besorgen. Aufgrund des aktuell hohen Bitcoin-Kurses (1 Bitcoin entsprach am 9.6.2021 knapp 29.000 Euro) können auch Bruchteile der Münzen erworben werden. Für zehn Euro gibt es also aktuell 0,00028 Bitcoins. Wie es Verbraucher schon von Bezahlmethoden wie Skrill oder PayPal kennen, sind auch für Kryptowährungen eine digitale Geldbörse für die Aufbewahrung vonnöten. Hier kommen allerdings nicht persönliche Daten wie Namen oder E-Mail-Adresse zum Einsatz, sondern ein Set von persönlichen Codes aus zufällig generierten Zahlen und Buchstaben.

Unterschieden werden dabei „Hot Wallets“ und „Cold Wallets“. Erstere sind mittels Software mit dem Internet verbunden und werden auf dem Desktop-PC, als App auf dem Smartphone oder als Konto bei einer Börse gespeichert. „Cold Wallets“ sind besonders sicher, da sie nicht auf üblichen Speichermethoden beruhen. Für sie wurden spezielle USB-Sticks entwickelt oder sie werden ganz altmodisch auf Papier niedergeschrieben. Das hat den Vorteil, dass sie schnelle verwendet werden können. Die Sicherung der meisten Wallets geschieht durch einen privaten Schlüssel des Users. Anbieter für solche Art von digitalen Krypto-Wallets sind beispielsweise Ledger, Trezor, eToro oder KeepKey.

Wo kommen Kryptowährungen noch zum Einsatz?

Theoretisch könnten Waren und Dienstleistungen in jeder Kryptowährung beglichen werden. In der Praxis ist die Akzeptanz von Händlern allerdings noch sehr gering. Zudem würden Transaktionen sowieso nur online möglich sein. Der Spruch „Nur Bares ist Wahres“ gilt für Kryptowährungen nämlich nicht, da sie physisch nicht existent sind.

Eine Kombination aus Echtgeld- und Krypto Zahlung stellen die Krypto-basierten Kreditkarten dar. Dabei wird in Geschäften oder online der in Euro ausgezeichnete Preis bezahlt und die Zahlungen von der Krypto-Wallet abgebucht.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten bieten vor allem Krypto-Firmen, die Gehälter und Rechnungen in Kryptowährungen bezahlen. Freiberufler, Anwälte, die sich auf das Thema Kryptowährungen spezialisiert haben oder Betreiber von Info-Portalen zum Thema bitten um Spenden in Kryptowährungen. Es sind dies aber erst die zarten Anfänge zu mehr Relevanz von Kryptowährungen.

Investitionen in Kryptowährungen und -projekte stehen immer noch an erster Stelle

Das Bezahlen mit Kryptowährungen ist also noch nicht sehr weit verbreitet. Spekulationen und Investitionen darin schon. Mittels Initial Coin Offerings (ICO) werden neue Kryptowährungen ins Leben gerufen. Dabei werden sogenannte Tokens programmiert und während eines vorher definierten Zeitraums gegen Echtgeld oder Kryptowährungen an die Öffentlichkeit ausgegeben. Unter ihnen könnte in der Zukunft die Kryptowährung dabei sein, wenn Projekte wie Ripple, Mona oder EOS auf eine breite Akzeptanz stoßen. Zu bedenken ist dabei jedoch immer, dass es keine staatliche Garantie oder Reglementierung für Kryptowährungen gibt.

Ob ein ICO erfolgreich ist, hängt von vielen Faktoren ab. Auch dafür gibt es im Internet zahlreiche Portale, die ICOs analysieren und bewerten. Sind große Firmen beteiligt, ist das Medienecho meist sehr groß. Wenn Tesla, Facebook oder Google in Kryptowährungen investieren, kann das ein Hinweis auf den Erfolg sein. Aber eine Garantie gibt es auch dafür nicht.