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Neuer Waldorfkindergarten in Bayreuth: Warum Umzug „ein wahnsinniger Schritt“ ist

Endspurt bei den Bauarbeiten in der Wilhelminenaue: Im Herbst wird dort der neue Waldorfkindergarten in Bayreuth eröffnet.

Der neue Waldorfkindergarten in Bayreuth kann bald bezogen werden. Der Neubau in der Wilhelminenaue wird in Kürze fertiggestellt sein.

Neubau in der Wilhelminenaue in Kürze fertig

„Die Türstöcke sind ja fertig. Die waren das letzte Mal noch nicht da“, sagt Claudia Lutz beim Besuch der Baustelle in der Wilhelminenaue. Sie ist die Kindergartenleiterin des Waldorfkindergarten in Bayreuth. Der soll Mitte September vom bisherigen Standort im Stadtteil Destuben in die Wilhelminenaue umziehen.

„In Destuben haben wir 53 Kita-Plätze, aufgeteilt auf zwei Kita- und eine Krippengruppe: die Wichtel“, erklärt Markus Buchbinder. Er ist der Vorsitzende des Trägervereins des Waldorfkindergarten in Bayreuth. „Im neuen Kindergarten haben wir größere Kapazitäten. 74 Betreuungsplätze, die sich auf zwei 25er-Kitagruppen und zwei Wichtelgruppen mit je zwölf Krippenkindern aufteilen werden.

Waldorfkindergarten in Bayreuth: Umzug „ein wahnsinniger Schritt“

„Im Juni 2020 war Grundsteinlegung“, erinnert Buchbinder an den Baubeginn. In weniger als eineinhalb Jahren wird seitdem der neue Waldorfkindergarten in Bayreuth fertig gestellt sein. Die Gesamtkosten beziffert Buchbinder auf 2,8 Millionen Euro. Von der Stadt werden knapp 2,3 Millionen bezuschusst. Den Rest muss der Förderverein stemmen.

„Ein wahnsinniger Schritt“, sagt Lutz zum Umzug des Kindergartens in die Wilhelminenaue. „Dort haben wir mehr Platz.“ Sie nennt ein Beispiel: „In Destuben haben wir zum Schlafen der Krippenkinder bisher immer einen Wichtel-Gruppenraum umfunktionieren müssen.“ Diese Zeiten werden beim neuen Waldorfkindergarten in Bayreuth passé sein. Zwei Schlafräume wird es geben – einen für die Kita-Kinder, einen für die Wichtel.

Warum Küchen für den Bayreuther Waldorfkindergarten wichtig sind

Sie und Buchbinder freuen sich beide über die Abläufe in der tägliche Kindergartenarbeit. Taktgeber werden dabei die Mahlzeiten sein. „Die Kinder haben feste Aufgaben bei der Essensausgabe“, erklärt Lutz. „Am einen Tag verteilt ein Kind Geschirr. Am anderen hilft es beim Kochen.“

Jeder Gruppenraum wird mit einer eigenen Küchenzeile ausgestattet sein. Bei den Arbeitsfeldern handelt es sich um kleine Zubereitungsinseln. Die Erzieher stehen mit Blickrichtung zu den Kindern in den Raum hinein. „An vielen Tagen gibt es feste Mahlzeiten. Das lieben die Kinder. Montag ist zum Beispiel Milchreistag“, sagt Lutz. „Kinder könnten Wochentage noch nicht auseinanderhalten. Milchreis und Nudeln aber schon“, sagt sie über spielerisches Lernen.

Im Waldorfkindergarten in Bayreuth gibt es „den besten Fernseher“

„Freundliche Farben kommen noch dazu“, berichtet Lutz. Die großen Fensterfronten sollen jedoch bewusst von Spielzeug oder von Mobiles freigehalten werden. Der freie Blick in die Natur der Wilhelminenaue ist wichtig. Ein freies Fenster sei schließlich „der beste Fernseher“.

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