Polizei

Aktueller Stand der Ermittlungen zur Tötung in Bayreuth: Soko Radweg ermittelt noch immer

Mitte August wurde in Bayreuth eine Leiche gefunden. Ein 24-Jähriger wurde tot auf dem Radweg nach Oberkonnersreuth gefunden. So ist der aktuelle Stand der Ermittlungen zur Tötung.

Auf dem Radweg im Bayreuther Stadtteil Oberkonnersreuth wurde in der Nacht auf den 19. August 2020 eine Leiche gefunden. Die Polizei ging schnell von einer Tötung aus, da das 24-jährige Opfer Anzeichen heftiger Gewalt aufzeigte.

Nach einer Pressekonferenz im September wurde es still um den Fall. So ist der aktuelle Stand der Ermittlungen der Soko Radweg.

Tötung in Bayreuth: Spuren werden noch immer ausgewertet

„Die nach wie vor etwa 30-köpfige Soko Radweg bearbeitet den Fall weiter mit Hochdruck. Das Ermittlerteam der Kripo Bayreuth wird dabei von zahlreichen Beamtinnen und Beamten oberfränkischer Polizeidienststellen sowie Kollegen der Operativen Fallanalyse (OFA) aus München unterstützt“, teilt Pressesprecher der Polizei Oberfranken, Alexander Czech auf Nachfrage des bt mit.

Anfang September sind über 100 Hinweise aus der Bevölkerung zu der Tötung in Bayreuth eingegangen. „Von Seiten der Bevölkerung erreichten die Ermittler dankenswerterweise zahlreiche Hinweise, von denen viele inzwischen überprüft sind. Bei einigen Hinweisen und Spuren nimmt die Auswertung viel Zeit in Anspruch und dauert deshalb noch an“, erklärt Czech.

Keine weiteren Details zur Tötung veröffentlicht

„Aufgrund der intensiv geführten Ermittlungen können derzeit noch keine weiteren Details bekannt gegeben werden“, sagt Pressesprecher Czech. Zu Gerüchten und unbestätigten Meldungen können keine Angaben gemacht werden. „Wie eine rechtsmedizinische Untersuchung bestätigte, starb der 24-Jährige aufgrund massiver Gewalteinwirkung. Darüber hinaus können wir aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit keine weiteren Angaben machen.“

Auch zu den „seltsamen Vorfällen“, die in der Pressekonferenz im September erörtert wurden, gibt es keine weiteren Details für die Öffentlichkeit. Dort soll eine Frau beobachtet haben, wie ein Radfahrer angepöbelt wurde, erklärte die Polizei in einer Pressekonferenz am 28. August 2020. „Zu den geschilderten Vorfällen sind Zeugenhinweise eingegangen, allerdings dauert deren Abklärung noch an“, erklärt Czech hierzu.

Sicherheitsgefühl in Bayreuth nach Tötung

„Noch in der Tatnacht wurde die Streifentätigkeit und Präsenz mit uniformierten und zivilen Kräften im gesamten Stadtgebiet deutlich erhöht“, erklärt Czech auf Nachfrage.

„In den ersten Tagen und Wochen nach dem Tötungsdelikt hatten sich besorgte Bürger bei der Polizei gemeldet. Inzwischen kann von unserer Seite eine spürbare Verunsicherung in der Bevölkerung nicht mehr festgestellt werden. Dennoch wird die erhöhte Polizeipräsenz bis auf weiteres beibehalten“, erläutert Pressesprecher Czech weiter.

Bayreuther Tagblatt - Christoph Wiedemann

 bt-Redakteur Online/Multimedia
Christoph Wiedemann