Polizei

Auruf zur Party in der Wilhelminenaue in Bayreuth: Polizei stockt personell auf

Wie schon einen Monat zuvor wird auf Instagram zu einer Party am 4. September 2021 auf dem Landesgartenschaugelände in Bayreuth aufgerufen. Die Polizei wird vor Ort sein.

Erneut fordert ein Nutzer Instragram zu einer Party am Landesgartenschaugelände in der Wilhelminenaue in Bayreuth zu einer Party auf.

Die Party soll am 4. September 2021 steigen. Die Polizei ist über die Ankündigung informiert und bereitet sich darauf vor.

Party in der Bayreuther Wilhelminenaue?

„Alkohol muss selber mitgebracht werden. Teilt es mit euren Freunden“, heißt es in dem Instagram-Post des Nutzers „projekt_bayreuth.2“. Das wurde an über 300 Abonnenten gesendet. Darin wird auch der genaue Start beworben: Samstag, 4. September 2021, um 18 Uhr. Bereits am 31. Juli fand eine auf Instagram angekündigte Feier in der Wilhelminenaue statt. Damals hieß es: „Wir stürmen das LGS“.

Der Polizei Bayreuth ist das Event bekannt.Eine offizielle Veranstaltung ist das nicht. Das teilt Ernst Barth von der Polizeiinspektion Bayreuth-Stadt dem bt mit.

Polizei und Stadt Bayreuth bereiten sich vor

Die Polizei werde, so Barth, personell aufstocken und zahlreich vor Ort sein. Mit der Stadt stehe die Polizei in Korrespondenz: „Bei der letzten Feier im Juli war ein riesiger Haufen Müll produziert worden. So etwas muss unbedingt verhindert werden. Da hängen hohe Kosten für die Stadt dran.“

Es sei schwer vorherzusehen, wie groß die Ansammlung zur Party wird: „Es ist schwierig zu sagen, ob da mehr Leute anwesend sein werden oder Schlimmeres passiert als an einem gewöhnlichen Wochenende“, sagt Barth.

Im Juli kam es bei der Feier zu keinen schlimmen Straftaten, weil die Polizei im Vorfeld auf die Menschen zugehe und prüfe, ob sich das Geschehen in eine negative Richtung entwickle. Laut Barth sei diese Vorgehensweise für solche Begebenheiten völlig normal.

Identität des Anstifters nicht ermittelbar

Barth gibt an, dass die Polizei seit geraumer Zeit versucht, Informationen zu dem Nutzerprofil zu ermitteln. Dies gestalte sich allerdings aufgrund der Datenschutzpolitik von Instagram und Facebook sehr schwierig: „Da geht eigentlich nur etwas mit einem richterlichen Beschluss. Hierbei handelt es sich aber bisher nur um gefahrenabwehrende Maßnahmen und da geben die Social-Media-Provider dann keinerlei Informationen preis.“

Das bt berichtete über die Müllberge, die nach der Feier im Juli in der Wilhelminenaue entdeckt wurden.