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Umbau

Zukunft des Stadtbads in Bayreuth steht auf der Kippe: Kritiker appellieren an Oberbürgermeister

Die Zukunft des Stadbads in Bayreuth ist ungewiss. Wird es schon bald einer Erweiterung des nahegelegenen Heizkraftwerks weichen müssen?

Das Stadtbad in Bayreuth ist bereits seit geraumer Zeit geschlossen. Nun steht seitens der Stadtwerke die Überlegung im Raum, das Gebäude für immer zu schließen und zum Heizkraftwerk umzufunktionieren, wie Pressesprecher Jan Koch auf Anfrage bestätigt.

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Dagegen regt sich Protest. Mit einem Brief richtet sich die Kreiswasserwacht des BRK nun mit einem Appell an das Stadtoberhaupt.

Kritiker fürchten um Bayreuths Ruf als „Sportstadt“

„Eine Schließung des Stadtbades wäre nicht nur ein herber Verlust für die Bevölkerung in der Stadt Bayreuth, sondern auch für die Bürger des Landkreises, insbesondere der Anrainergemeinden im Landkreis Bayreuth“, heißt es in einem Brief, den die Wasserwacht des BRK Bayreuth an Oberbürgermeister Thomas Ebersberger (CSU) geschickt hat.

„Wir haben bereits damit angefangen, die Mitglieder des Stadtrates für unser Anliegen zu sensibilisieren“, sagt der Vorsitzende der Kreiswasserwacht Bayreuth, Hans Joachim Seibel, dem bt im Gespräch. „Weniger Wasserflächen in der Stadt bedeutet auch weniger Platz für Wassersportvereine. Damit würde die Stadt nicht nur gegen ihren guten Ruf als Sportstadt arbeiten, sondern darüber hinaus auch zum Schwund der Vereine beitragen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Stadt das will.“

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Das muss noch geklärt werden

Schon jetzt finden die Gegner des Vorhabens Mitstreiter in den Reihen der Politik. „Die aktuelle Energiekrise, der Klimawandel und eine offenbar gute Förderkulisse dürfen aber nicht als Vorwand genutzt werden, um das Stadtbad zu schließen und seine historische Bausubstanz aus dem Stadtbild zu streichen“, heißt es etwa in einer Mitteilung der Bayreuther Gemeinschaft.

Ob und wie das Projekt Heizkraftwerk umgesetzt werden könnte, hängt allerdings auch noch von einigen offenen Fragen ab, teilt Jan Koch, Pressesprecher der Stadtwerke, dem bt mit. „Wir müssen die technische Realisierbarkeit noch im Detail prüfen und sind auf eine Förderzusage für das Projekt angewiesen“, so Koch. Die Stadtwerke seien an der CO2-neutralen Energiegewinnung über das Fernwärmenetz interessiert. Für dessen Ausbau sei das Grundstück des Stadtbads aktuell die einzig wirtschaftliche Fläche.