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Coronavirus

Weihnachten und Silvester in Bayern: Söder erklärt Lockerungen nur an einem Fest

Das ist in Bayern an Weihnachten und Silvester erlaubt: Kontaktbeschränkungen werden gelockert – allerdings nur an einem Fest und bis zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Das ist an Weihnachten und an Silvester in Bayern erlaubt. Söder erklärt Lockerungen und Kontaktbeschränkungen an den Feiertagen im Dezember.

  • Lockerungen an Weihnachten in Bayern
  • Keine Lockerungen der Kontaktbeschränkungen an Silvester in Bayern

Update vom 6. Dezember 2020: Weihnachten mit Lockerungen in Bayern

Am Sonntag, 6. Dezember 2020, erläutert Ministerpräsident Markus Söder (CSU) wie Menschen Weihnachten oder Silvester in Bayern in der Corona-Pandemie feiern können.

Dabei erklärte Söder Sonderregelung an Weihnachten: Nur für die Zeit vom 23. bis 26. Dezember gilt in ganz Bayern eine gelockerte Kontaktbeschränkung.

Während der vier Tage ist der gemeinsame Aufenthalt mit den Angehörigen des eigenen Hausstands und weiteren Personen erlaubt, solange dabei eine Gesamtzahl von insgesamt höchstens zehn Personen nicht überschritten wird. Die zu diesen Hausständen gehörenden Kinder unter 14 Jahren bleiben für die Gesamtzahl außer Betracht, wird mitgeteilt.

Außerdem soll die Ausgangssperre in Corona-Hotspots ab einer Inzidenz von 200 gelockert werden: Damit die Leute die Christmette besuchen können, erläutert Ministerpräsident Söder.

Keine Lockerungen an Silvester

Für die Zeit ab dem 27. Dezember und damit ausdrücklich auch für Silvester und Neujahr gelten dagegen keine Sonderregelungen, erklärt Söder auf der Pressekonferenz. Damit gelten dort wieder die Kontaktbeschränkungen: Treffen mit maximal zwei Haushalten mit maximal fünf Personen – ohne Kinder unter 14 Jahren.

Erstmeldung vom 19. November 2020: Söder gibt Ausblick auf Silvester und Weihnachten

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) besuchte am Donnerstag (19.11.2020) das Klinikum in Augsburg. Dort erklärte er, dass es noch keine Entwarnung geben könne und gibt einen kleinen Ausblick auf Weihnachten 2020 in Bayern.

„Es soll das Ziel sein, doch im Kreis der Familie feiern zu können, aber da haben wir noch ein Stück Wegstrecke vor uns“, sagte Söder in Augsburg. Weihnachten werde in diesem Jahr anders als gewohnt, weil beispielsweise Weihnachtsmärkte oder große Urlaube fehlten. „Je mehr wir uns in den nächsten Wochen zusammenreißen, desto besser ist es an Weihnachten“, erklärte Söder weiter.

Inzidenz von 50 angestrebt

Man müsse wieder auf einen Inzidenzwert von 50 kommen, denn erst ab diesem Wert könnten die Gesundheitsämter die Kontakte von Infizierten wieder seriös nachverfolgen, sagte Söder nach Angaben des br. Davon sei man allerdings noch weit entfernt.

„Es gibt leider keinen Grund zu Entwarnung. Die Zahlen sind weiter hoch. Nur das Reduzieren von Kontakten kann eine Überlastung der Kliniken verhindern“, erklärt Söder in Augsburg.

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In der kommenden Woche werde sich Söder mit den anderen Ministerpräsidenten über die Corona-Maßnahmen beraten. Auf der Facebook-Seite Bayern.de erklärt Söder: „Wir werden nächste Woche beurteilen, ob unsere Maßnahmen ausreichen. Danke allen für die großartige Arbeit in den Krankenhäusern.“

Merkel und Spahn zu Weihnachten

Bereits Anfang November äußerte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu Weihnachten. In ihrer Ansprache zur Begründung des Corona-Lockdown erklärte sie: Was an Weihnachten erlaubt sein wird, hänge vom November ab. “Es wird ein Weihnachten unter Corona, aber kein einsames Weihnachten geben”, sagte sie weiter. Sie erklärte auch, dass man hier abwarten müsse, wie sich der Lockdown auf die Corona-Zahlen auswirke.

Auch Jens Spahn (CDU) äußerte sich Mitte November in einem Interview bei RBB-Inforadio zu Weihnachten während der Corona-Pandemie. Weihnachtsfeiern oder andere private Zusammenkünfte mit mehr als zehn oder 15 Personen sieht Jens Spahn „in diesem Winter nicht mehr“.

Auch bei sinkenden Corona-Zahlen, “heißt das nicht, ab Dezember oder Januar kann es wieder richtig überall losgehen mit Hochzeitsfeiern oder Weihnachtsfeiern, als wäre nichts gewesen“. Die Lage verlangt Geduld, sagte der Gesundheitsminister im Interview mit dem RBB-Inforadio.

Neue Corona-Maßnahmen ab 25. November?

In der vergangenen Sitzung der Ministerpräsidenten mit Angela Merkel wurde ein Zwischenbericht zu der Wirksamkeit des Corona-Lockdowns diskutiert. Dort wurde klar, dass sich die Bundeskanzlerin noch strengere Regeln wünscht. Diese wurden allerdings von den Ministerpräsidenten vorerst abgelehnt.

Deshalb wird über diese Vorschläge der Kanzlerin am 25. November erneut diskutiert, die dann ab Dezember gelten könnten. So könnte es ein strengeres Kontaktverbot geben oder private Feiern gänzlich verboten werden.