Polizei

Fliegerbombe in Bayreuth: Einsatz dauert bis in die Nacht – Schwierigkeiten bei Evakuierung

In Bayreuth wurde am Freitag (29. Oktober 2021) eine Fliegerbombe gefunden. Die Polizei musste das Gebiet evkuieren. Hier gibt es die Details.

Bei Baustellenarbeiten im Bayreuther Stadtteil St. Georgen stießen Arbeiter am Freitagvormittag (29. Oktober 2021) auf eine zirka 250 Kilogramm schwere englische Fliegerbombe.

Der Bereich um den Fundort musste durch ein Großaufgebot an Einsatzkräften weiträumig abgesperrt und evakuiert werden. Betroffene Anwohner fanden in der Oberfrankenhalle Schutz.

Fliegerbombe in Bayreuth gefunden: Details der Polizei

Die Arbeiter fanden gegen 11.15 Uhr auf dem Gelände der Baustelle in der Mozartstraße einen schweren und verrosteten Gegenstand und setzten den Notruf ab. Der Verdacht bestätigte sich. Eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg befand sich in dem dicht besiedelten Wohngebiet von St. Georgen.

Die ersten Einsatzkräfte der Bayreuther Stadtpolizei sorgten für sofortige Absperrmaßnahmen im Radius von 100 Metern. Nach Eintreffen von Experten der Kampfmittelbeseitigung aus München musste dieser Radius auf 500 Meter erweitert werden. Die Anwohner in diesem Bereich wurden evakuiert.

Hier gibt es den Live-Ticker vom Bombenfund vom Freitag in Bayreuth – der Einsatz dauerte bis in die Nacht.

250 Polizisten wegen Bombe in Bayreuth im Einsatz

Insgesamt befanden sich rund 250 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz. Unverzichtbar war die tatkräftige Unterstützung und Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk, teilt die Polizei mit. Das Bayerische Rote Kreuz brachte zahlreiche Personen mit Krankentransporten in gesicherte Bereiche. Hierbei stießen die Einsatzkräfte an organisatorische Herausforderungen, da sich unter anderem Personen in amtlich angeordneter Quarantäne befanden. Auch für sie konnte ein isolierter Transport ermöglicht werden, heißt es in der Mitteilung weiter.

Die Betreuung der von der Evakuierung Betroffenen fand in der Oberfrankenhalle Bayreuth statt. Dort organisierten Polizei, Stadt Bayreuth sowie das Bayerische Rote Kreuz, das Technische Hilfswerk und die Feuerwehr einen Rückzugsort mit der Möglichkeit sich aufzuwärmen und aufzuhalten. Die erst vor Kurzem geschaffene Betreuungsgruppe der Polizei Oberfranken kümmerte sich direkt vor Ort um die Zuflucht Suchenden. In den Abendstunden hielten sich etwa 400 Personen in der Halle auf.

Evakuierung dauert rund 10 Stunden

Erst gegen 21 Uhr war der betroffene Bereich vollständig evakuiert. Im Anschluss konnten Experten des Sprengkommandos die Fliegerbombe näher begutachten und sich um die Sicherung und Entschärfung kümmern, teilt die Polizei mit. Die Stadtwerke Bayreuth stellten während der Maßnahmen kurzzeitig den Strom in den angrenzenden Straßenzügen ab.

Nach erfolgreicher Entschärfung um 22.45 Uhr beendeten die Polizeikräfte die Absperrmaßnahmen und die Bürgerinnen und Bürger konnten zurück in ihre Wohnungen und Häuser. Für den Rücktransport standen Shuttlebusse bereit.