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Kreuzer Bayreuth: Längere Öffnungszeiten für mehr Besucher?

Die Bayreuther SPD möchte weiterhin mehr Kinder und Jugendliche ins Kreuzsteinbad in Bayreuth bringen. Dazu machen sie den Stadtwerken Bayreuth Vorschläge.

Kinder und Jugendliche sollten nach einem Antrag der SPD-Stadtratsfraktion in Bayreuth kostenlos in den Sommerferien ins Kreuzer dürfen. Der Stadtrat hatte das allerdings abgelehnt.

Um auch nach der gescheiterten Abstimmung im Stadtrat eine Verbesserung für die Besucherzahl, die Öffnungszeiten und die Einlassmodalitäten vor dem Kreuzsteinbad zu erreichen, haben sich die SPD-Politiker Thomas Bauske und Andreas Zippel, mit dem Geschäftsführer der Stadtwerke, Jürgen Bayer, zu einem Gespräch getroffen.

Kreuzsteinbad Bayreuth: SPD will mehr Kinder und Jugendliche ins Freibad kriegen

In diesem erörterte Bayer, dass nach der gültigen 13. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung in Verbindung mit den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen eine Erhöhung der Besucherzahlen über 1.000 ausgeschlossen ist und nicht im Einflussbereich der Bayreuther Kommunalpolitik liegt. Von den Beschränkungen berichtete bereits Pressesprecher Jan Koch auf Nachfrage des bt Anfang Juni zur Wiedereröffnung.

„Der SPD-Fraktion liegt dennoch sehr viel daran, insbesonders noch mehr Jugendlichen und Kindern die Möglichkeit auf einen Kreuzerbesuch zu ermöglichen und etwas an den Einlassmodalitäten zu verbessern“, schreibt Bauske in einer Pressemitteilung. „Es bleibt dabei: Wir wollen den Kindern und Jugendlichen in den Sommerferien ‚was Gutes tun“, wird Zippel zitiert.

Vorschläge für mehr Kinder und Jugendliche im Kreuzer

„Wir haben den Stadtwerken daher vorgeschlagen, in den Sommerferien an fünf von sieben Abendstunden der Öffentlichkeit statt den Schwimmvereinen den Besuch des Kreuzsteinbades zu ermöglichen“, teilt Bauske mit. Zur Zeit stärken die Stadtwerke von Montag bis Freitag die Vereinsarbeit in den Abendstunden, in dem sie die dringend benötigten Wasserflächen exklusiv zur Verfügung stellen und das Bad für die Öffentlichkeit sperren.

„Das Umdrehen der Verteilung halten wir in den wohl heißen und stark frequentierten Sommerferienzeiten für sinnvoll, freilich ohne die essentielle Arbeit der Schwimmvereine in Frage zu stellen. Hier wollen wir uns daher parallel dafür einsetzen, weitere Schwimmflächen nutzbar zu machen, die den Schwimmvereinen derzeit noch nicht zur Verfügung stehen“, schreibt Bauske.

Freibad in Bayreuth mit verlängerten Öffnungszeiten?

„Auch haben wir die Stadtwerke gebeten, eine organisatorische und rechtliche Verlängerung der Öffnungszeiten auf 21 Uhr zu prüfen. So wird die Nachtruhe der Anwohner nicht gestört, aber allen, die bis spät nachmittags einer Beschäftigung nachgehen, die Möglichkeit auf einen Kreuzerbesuch gegeben“, schlägt Bauske vor.

Außerdem sollen die langen Schlangen am Einlass verringert werden. „Wir schlugen vor, eine weitere Station vor dem Eingangsbereich zu installieren, an der die Badegäste den Zettel zur Kontaktverfolgung ausfüllen können, noch bevor sie an der Kasse sind, oder alternativ den Luca-QR-Code anzubringen, um bereits vorab einen digitalen Login zu ermöglichen. Auch das kann dazu beitragen, dass sich die Schlange schneller auflöst“, teilt Bauske mit.

Und weiter erörtert der SPD-Politiker: „Außerdem schlugen wir vor, den Online-Besuchs-Zähler, den die Stadtwerke als sinnvollen Service für ihre Gäste installiert hat, prominenter zu platzieren und ihn mit einer Einschätzung über die Länge der Schlange z.B. über ein Ampelsystem zu ergänzen.“

Appell von Bauske und Zippel an Bayreuther

Alle genannten Stellschrauben können nach Angaben der Bayreuther SPD helfen, die Situation im Kreuzsteinbad zu entspannen und auch mehr Kindern und Jugendlichen Badespaß zu ermöglichen.

Zudem appellieren Bauske und Zippel an die Bevölkerung: „Seien wir freundlich zueinander und bewahren wir einen kühlen Kopf – auch wenn die Sonne vom Himmel brennt. Wie viele andere sind auch die Mitglieder der SPD-Stadtratsfraktion traurig, dass es dieses Jahr zum ersten Mal überhaupt im Kreuzer einen Sicherheitsdienst braucht. Wir sind der Meinung: Mehr Miteinander steht uns gut zu Gesicht, denn auch in Corona-Zeiten sollte unser Kreuzer ein Ort sein, an dem alle zusammenkommen und Spaß haben.“

Bayreuther Tagblatt - Redaktion

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