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Bayreuth

Kreuzsteinbad bereitet sich auf Saison vor – und sucht Personal

Das Bayreuther Kreuzsteinbad soll schon im kommenden Monat seine Pforten öffnen. Manches hat sich seit letzter Saison verändert.

Der Eintrittspreis im Bayreuther Kreuzsteinbad soll steigen. Und noch sind nicht alle Stellen besetzt.

Kreuzsteinbad-Leiter Uwe Kasel hat bei einem Presserundgang vor Ort erklärt, was sich für die Bayreuther Freibadfreunde diese Saison ändert – und was nicht.

Eintrittspreis im Kreuzsteinbad steigt

“Die Eintrittspreise mussten wir leider etwas erhöhen”, sagt Bad-Leiter Uwe Kasel. Die gestiegenen Energie- und Personalkosten hätten diesen Schritt notwendig gemacht. Ein Erwachsener zahlte vergangene Saison für die Tageskarte noch 4,30 Euro, nun liegt der Preis bei 5 Euro. Kinder und Jugendliche zahlen jetzt 2,80 Euro.

Doch trotz Energiekrise: Im Becken frieren sollen die Badegäste nicht. Die Wassertemperatur bleibt bei 23 Grad Celsius, sagt Kasel. “Wir wollen nicht tiefer gehen.” Denn im Vergleich mit anderen Freibädern sei man damit ohnehin schon im unteren Bereich. Lesen Sie auch: Die Auffahrt vom Industriegebiet zur Hochbrücke wird gesperrt.




Personal fehlt

Wie derzeit bei vielen Betrieben und Einrichtungen fehlt es auch im Kreuzsteinbad an Personal, so Kasel. Er sucht nach Mitarbeitern für die Badeaufsicht. Zehn bis 15 weitere Bewerber würde er sich momentan wünschen.

Was passiert, wenn nicht genügend geeignete Bewerber kommen? “Dann haben wir ein Problem”, sagt Kasel. An eine komplette Schließung wie beim Stadtbad sei zwar nicht zu denken. Aber eventuell müsse man einzelne Angebote einschränken. Wenn etwa nicht genug Personal da sei, um das 10-Meter-Brett durchgehend zu beaufsichtigen.

Badegäste immer egoistischer

Nicht nur aufseiten des Personals gibt es Veränderungen. “Wir merken, dass sich die Badegäste anders verhalten als früher”, sagt Kasel. Zwei Jugendgruppen hätten vergangene Saison Boxkämpfe im Kreuzsteinbad ausgetragen. “Denen haben wir Hausverbot erteilt.”

Doch nicht nur die Extremfälle sind dem Bad-Leiter aufgefallen. Die Badegäste würden sich allgemein egoistischer verhalten als früher, immer mehr Gäste hätten nur sich selbst im Sinn. Eine Security ist laut Kasel aber bisher nicht nötig. “Wir haben keine Berliner Verhältnisse”, sagt er.

Wann das Bad öffnen soll

Noch sind die Becken leer, einige Arbeiten zu erledigen. So sind etwa im Wellenbecken viele Fliesen vom Frost zerstört. Insgesamt müsse man rund 100 Quadratmeter Fliesen erneuern, so Kasel. Handwerker beseitigen die Schäden, die Eröffnung steht schon in Aussicht. Der geplante Öffnungstermin ist der Samstag vor Muttertag – der 13. Mai. “Wenn alles klappt”, fügt Kasel hinzu.

Größere Aktionen oder Events seien nicht geplant, auch das liege unter anderem an der Personalsituation. Ein großes Projekt aber steht für den Herbst an, so Kasel: Das Kreuzsteinbad will sich eine Photovoltaik-Anlage auf die Dächer bauen.