Polizei

Kulmbach hat weiter Probleme mit feiernden Jugendlichen am Wochenende – Unterstützung aus Nürnberg vor Ort

In Kulmbach kam es auch an diesem Wochenende (17. Juli 2021) zu Einsätzen in der Innenstadt. Es kam auch Unterstützung aus Nürnberg.

Gemessen an der Zahl der Einsätze könnte die Kulmbacher Polizei nach eigenen Angaben eigentlich eine positive Bilanz für die vergangene Nacht von Freitag auf Samstag (17. Juli 2021) in der Oberen Stadt ziehen. Einzelne Störenfriede hinterlassen bei der Polizei jedoch einen „faden Beigeschmack“.

Party in Kulmbacher Innenstadt: Unterstützung aus Nürnberg

Am Freitag (16. Juli 2021) bekamen die Kulmbacher Ordnungshüter Unterstützung von Einsatzkräften der Nürnberger Bereitschaftspolizei. Wie in den Vorwochen lag der Schwerpunkt des polizeilichen Handelns nach eigenen Angaben „auf Kommunikation und Präsenz, um das Personenaufkommen und dessen Verhalten ein einem vertretbaren Rahmen zu halten“.

Dieses Vorhaben gelang laut Polizei bis auf einzelne Belehrungen oder Platzverweise zumindest bis 23 Uhr. Dann wurde ein Zeuge auf zwei junge Männer aufmerksam, die im mittleren Stadtgässchen mutwillig eine Schranke demolierten. Noch bevor er sich an die Polizeikräfte wenden konnte, flüchteten beide unerkannt in Richtung Oberhacken. Zu diesem Vorfall sucht die Polizei noch Zeugen. Wer das Treiben der beiden Rowdies beobachtet hat oder Hinweise auf die Täter geben kann, soll sich unter 09221/6090 melden.

Auch interessant: So waren die Einsätze der letzten Wochen in Kulmbach am Wochenende.

Jugendlicher greift Polizisten an und landet in der Zelle

Knapp anderthalb Stunden später wollten Beamte der Bereitschaftspolizei eine 14-jährige im Oberhacken kontrollieren, nachdem sie sich augenscheinlich ohne Begleitperson noch nach Mitternacht in der Stadt aufhielt. Dies nahm ein amtsbekannter alkoholisierter 16-jähriger zum Anlass, die Maßnahme der Polizisten, derart zu stören, dass sie ihn mit einem Platzverweis belegten, erläutert die Polizei.

Dieser beeindruckte den jungen Mann jedoch nicht, vielmehr setzte er wiederholt an, das Handeln der Beamten lautstark in Frage zu stellen und die „eigentliche Kontrolle damit unmöglich zu machen“. Nachdem auch die Androhung eines Gewahrsams nicht fruchtete und er die Einsatzkräfte zur Gewaltanwendung herausforderte, sah er sich wenig später in Handschellen und anschließend in der Polizeiwache.

Weiter beschreibt die Polizei: Wenig verwunderlich war, dass er sich auch hiergegen nach Kräften wehrte und dabei versuchte, die Ordnungskräfte mit Fußtritten zu verletzen. Die Bilanz seines widerspenstigen und objektiv unerklärbaren Verhaltens: zwei leicht verletzte Polizisten und eine beschädigte Diensthose auf der einen Seite, ein Strafverfahren wegen Tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und eine Nacht im Polizeigewahrsam auf der anderen.

Die Stadt Kulmbach hat wegen dieser Vorfälle neue Regeln erlassen: Das gilt nun.

Bayreuther Tagblatt - Redaktion

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