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Kurioser Rentenbescheid: Frau aus Kreis Bayreuth bekommt ab November einen Cent mehr – „der Wahnsinn“

Eine Rentnerin aus dem Kreis Bayreuth bekommt ab November eine höhere Rente. Die Freude hält sich dennoch in Grenzen. Das liegt am Betrag.

Eine Rentnerin aus Eckersdorf erhält ab November eine höhere Rente. Anlass zur Freude ist das dennoch kaum. Die Erhöhung entspricht genau dem niedrigsten Betrag, der möglich ist.

Über diesen kuriosen Fall einer Rentenerhöhung berichtet am Dienstag die tz.

1 Cent mehr Rente für Frau aus Eckersdorf

Ellen Hertle aus Eckersdorf (Kreis Bayreuth) erhält ab November mehr Rente. Die Freude der 70-jährigen Rentnerin hielt sich dennoch in Grenzen. Der Mehrbetrag beläuft sich auf genau einen Cent.

Über diese nicht ganz alltägliche Rentenerhöhung ist Ellen Hertle von der Debeka informiert worden, bei der sie eine Riester-Rente abgeschlossen hat. Die fällt ab sofort nämlich um einen ganzen Cent höher aus. Der Ehemann von Ellen Hertle hat den Brief am Donnerstag (21. Oktober) geöffnet. „Er hat schon so komisch gegrinst, als er mir den Brief gegeben hat“, sagt die Rentnerin. Statt 31,83 Euro bekommt die 70-Jährige nun monatlich 31,84 Euro ausbezahlt. Lesen Sie auch: Diese Vor- und Nachteile der Riester-Rente sollten Sie kennen.

Rente um einen Cent erhöht: „der Wahnsinn“

Die Debeka begründet die kleinstmögliche Erhöhung überhaupt laut tz folgendermaßen: „Für den Zeitraum vom 01.11.2020 bis zum 31.10.2021 haben wir Kosten in Höhe von 7,64 Euro einbehalten, die wir bei der Berechnung des Wertes lhres Vertrages bereits berücksichtigt haben“, heißt es weiter in dem Schreiben.

Wie kommt es zu dieser Rentenerhöhung, die eigentlich keine ist? Ein Sprecher der Verbraucherzentrale Bayern erklärt der tz: „Bei Rentenversicherungen ist ein Teil der Rente von der Höhe her garantiert, ein weiterer Teil der Rentenhöhe von der aktuellen Überschussbeteiligung der Versicherungsgesellschaft abhängig. In Jahren mit niedriger Überschussbeteiligung kann es passieren, dass die Rente wie hier nur geringfügig oder gar nicht angepasst wird.“

Den Brief hätte man sich sparen können, finden Ellen Hertle und ihr Ehemann. „Das ist doch der Wahnsinn, da kosten ja Papier, Kuvert und Versand mehr“, sagt die ehemalige Krankenschwester der tz. Die Deutsche Rentenversicherung hat drauf hingewiesen, dass Berufseinsteiger ab dem ersten Arbeitstag in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert sind.