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Gastronomie

Bayreuther Wirtin sträubt sich mit Facebook-Post gegen 3G-Regel: „Es reicht!“

Die Chefin einer Pizzeria aus Bayreuth ist mit der neuen 3G-Regel in Bayern nicht einverstanden. Sie machte ihrem Unmut auf Facebook Luft.

In Bayern gilt seit Montag die 3G-Regel in Innenräumen. Sie betrifft die Gastronomie.

Die Betreiberin einer Pizzeria aus Bayreuth will das nicht hinnehmen. Auf Facebook hat sie ihrem Ärger Luft verschafft – und viel Resonanz erhalten.

Pizzeria-Chefin aus Bayreuth mit Frust-Post über 3G-Regel auf Facebook

Seit Montag (23. August 2021) gilt die neue 3G-Regel in Bayern. Das ist dabei seit Montag zu beachten. Die Regel sieht vor, dass sich bei einer Inzidenz über 35 ungeimpfte Gäste in Restaurants testen lassen müssen.

Teresa Aiello ist mit dieser Regel nicht einverstanden. Sie betreibt die Pizzeria La Preziosa am Hasenweg in Bayreuth. Sie hat auf Facebook-Seite einen emotionalen Post verfasst: „Wir werden unsere gesunden Gäste nicht aussperren. Es reicht“, lautet die Überschrift.

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Kritik an 3G in Bayreuth: Viel Zuspruch

Seitdem hat der Beitrag viel Beachtung gefunden. Innerhalb von zwei Tagen wurde der Post über 15.000 Mal geliked und über 13.000 Mal geteilt.

Viele Nutzer stehen hinter der Pizzeria La Preziosa. Eine Nutzerin schrieb am Donnerstag: „Restaurant müssen Widerstand leisten und den Irrsinn nicht befolgen. Was soll die Regierung schon machen, wenn alle zusammen stehen und den Scheiss nicht befolgen.“ Ein anderer Nutzer wiederum positioniert sich gegen die Meinung der Pizzeria, wenn er kommentiert: „Nur mal zum Verständnis des Posts: Sie verstoßen also mutwillig gegen die Coronaregeln, um Ihren Gästen einen schönen Abend zu bereiten? Und wie lange werden die Behörden um Sie herum das dulden? Und wie lange werden Ihre Gäste das dulden?“

Deshalb ist Pizzeria-Chefin aus Bayreuth gegen die 3G-Regel

Das bt hat mit Teresa Aiello gesprochen. Sie hat ihre Sichtweise und ihre Beweggründe für den Anti-3G-Post auf Facebook dargelegt: „Die ganze Zeit lief es ohne 3G auch super. Auch im letzten Jahr um diese Zeit.“

Es sei ihr zufolge nicht für jeden selbstverständlich, essen zu gehen. Nicht jeder könne sich einen Restaurant-Besuch leisten. „Das Testen macht das noch umständlicher und vor allem teurer. Eine vierköpfige Familie zahlt nochmal 20 Euro extra zum Restaurantbesuch. Nur für die Tests.“

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Neue 3G-Regel: Gastronomin aus Bayreuth in Austausch mit Rechtsanwalt

Zwei Möglichkeiten nennt Aiello, sollte die 3G-Regel in Bayreuth greifen. „Eine Möglichkeit ist, dass ich den Innenbereich schließen müsste. Ich könnte Gäste nur noch im Außenbereich bedienen. Die Terrasse wäre teilweise mit Planen zu schließen. Luft müsste noch durchziehen können. Dazu kämen Heizpilze.“

Die andere Möglichkeit: Sie müsste nicht nur von Ungeimpften, sondern auch von Genesenen und Geimpften einen Corona-Test verlangen. „Alle unsere Gäste sollen gleich behandelt werden“, sagt sie. „Es ist nicht unsere Aufgabe, gesunde Menschen zu kontrollieren und auszusperren“, ergänzt sie.

Sie halte derzeit Rücksprache mit einem Anwalt. Die 3G-Regel nennt sie „Schwachsinn“ und bezieht sich auf ihr Hausrecht als Gastwirtin. Deshalb will sie notfalls auch von allen Gästen Corona-Tests verlangen.