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Polizei

Brennender Lkw in Oberfranken: Familien mit Babys im Stau in Gefahr – Polizei ergreift ungewöhnliche Maßnahme

Am Donnerstagabend (30.09.2021) ist ein Lkw auf der A93 bei Schönwald (Kreis Wunsiedel) vollständig ausgebrannt.

Am späten Donnerstagabend (30. September) kam es auf der A93 bei Schönwald im Kreis Wunsiedel zum Brand eines Sattelaufliegers.

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Der tschechische Fahrer hat sich beim Versuch, den Brand zu löschen, verletzt.

Brennender Lkw auf Autobahn in Oberfranken

Am Donnerstagabend gegen 21:20 Uhr geriet ein tschechischer Sattelauflieger aufgrund eines technischen Defektes auf der A93 in Brand. Der Vorfall ereignete sich in Fahrtrichtung Weiden, wie die Verkehrspolizei Hof berichtet. Bei Bayreuth ist ein Lkw fast ungebremst in eine Baustelle gekracht.

Der 45-jährige tschechische Lkw-Fahrer bemerkte die Rauchentwicklung und brachte den Sattelzug geistesgegenwärtig auf dem Seitenstreifen zum Stehen. „Der Fahrer hat die Zugmaschine abgekoppelt bevor die Feuerwehr eingetroffen ist, das war ein großer Vorteil“, berichtet Danny Stopp, Einsatzleiter der Feuerwehr.

Der Fahrer hat durch seine Löschversuche eine Rauchgasvergiftung erlitten und wurde zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus Marktredwitz gebracht. Die Feuerwehr Selb, Schönwald und Rehau haben das Feuer schnell bekämpft. Der Sattelzug war lediglich mit leeren Gitterboxen beladen.

Brennender Lkw: Familien mit Babys in Stau direkt dahinter

Der Polizei bereitete unterdessen ein anderes Problem sorgen. Da insgesamt zehn Fahrzeuge direkt an der Brandstelle im Stau standen und dort Kleinkinder an Bord waren, entschied die Polizei sich für eine schnelle Lösung. „Als ich vernahm, dass sich auch Babys in den Fahrzeugen befanden habe ich mich dazu entschlossen mit Unterstützung weiterer Streifen die zehn Fahrzeuge entgegen der Fahrtrichtung auszuleiten“, so Weiß weiter.

Die Bergung des Sattelzuges gestaltete sich sehr langwierig und schwierig. Die Fahrbahn war für einige Stunden voll gesperrt. Der Verkehr wurde über die Anschlussstelle Schönwald abgeleitet. Es bildete sich kein Rückstau. Die Gegenfahrbahn war nicht beeinträchtigt. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von ca. 100.000 Euro. Ein 19-jähriger Fahranfänger hat sich mit einem über 400 PS starken BMW überschlagen.