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Schule

Präsenzunterricht in Bayern auf der Kippe? So soll es an den Schulen laut Piazolo weitergehen

Der bayerische Kultusminister Michael Piazolo äußerte sich im BR zur Frage, wie an den Schulen in Bayern nach den Weihnachtsferien unterrichtet werden soll. Die Devise lautet klar: Präsenzunterricht.

Bayerns Kultusminister Michael Piazolo hält eindeutig an dem Plan fest, nach den Weihnachtsferien am 10. Januar 2022 wieder mit Präsenzunterricht an bayerischen Schulen starten zu wollen.

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Das sagte Piazolo am Montagabend, 03. Januar 2022, in der BR24 Rundschau.

Präsenzunterricht in Bayern nach Weihnachten

Mit der Aussage „Wir wollen Präsenzunterricht, wir hatten Präsenzunterricht, wir werden in der nächsten Woche so wie andere Bundesländer auch mit Präsenzunterricht starten“ setzte sich Piazolo in der Sendung klar für den Schulbeginn mit Präsenzunterricht am kommenden Montag ein. Unmittelbar nach dem Schulbeginn im September spielten die Infektionen in der Schule in Bayreuth kaum eine Rolle.

Außerdem sei Piazolo sich sicher, dass beim Bund-Länder-Treffen am Freitag keine neuen Vorlagen beschlossen würden, die dann am Wochenende von den Schulleitern angepasst werden müssten. Es könne allerdings in Absprache mit dem Gesundheitsministerium Detail-Änderungen bei den Quarantäne-Regelungen geben.

Laut Piazolo gebe es keinen konkreten Inzidenzwert, bei dem man doch wieder auf Distanzunterricht umschiffen müsse – ausschlaggebend sei hier die Krankenhausbelegung. Man könne allerdings nicht abschätzen, welche Auswirkungen die Omikron-Variante haben werde. Man sei aber auf alles vorbereitet, so Piazolo weiter.

Präsenzunterricht: Beratung der Kultusminister am Mittwoch

Nachdem in einigen Bundesländern der Unterricht bereits diese Woche wieder startet, beraten die Kultusminister in einer Videokonferenz am Mittwoch über das weitere Vorgehen, schreibt der BR. Die Ergebnisse der Beratung dürften auch in der kommenden Ministerpräsidentenkonferenz am Freitag eine Rolle spielen, bei der weitere Maßnahmen zum Umgang mit der Omikron-Variante diskutiert werden. Lesen Sie auch: In Frankreich ist nach Omikron bereits eine neue Corona-Variante nachgewiesen worden.

Flächendeckende Schulschließungen seien laut BR nach Änderungen am Infektionsschutzgesetz durch die Ampel-Parteien nicht mehr umsetzbar. Thüringen hatte ursprünglich geplant, den Unterricht nach den Weihnachtsferien vorerst auf Distanz stattfinden zu lassen. Jetzt ist es dort den Schulen selbst überlassen, wie sie vorgehen wollen.

Keine Einigkeit über Präsenzunterricht

Thomas Fischbach, Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, sagte der „Ärzte Zeitung“, dass es verschiedene Möglichkeiten gebe, Schulschließungen trotz anziehender Pandemielage zu vermeiden und setzte sich so für Präsenzunterricht ein. Auch der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst will „solange es irgend vertretbar“ ist, Präsenzunterricht beibehalten.

Dagegen stehe laut BR der Deutsche Kinderschutzbund. Der Rheinischen Post sagte dessen Präsident Heinz Hilgers, dass es keine Lösung sein könne, unter allen Umständen auf Präsenzunterricht zu pochen.