Uni Bayreuth

Probleme beim RIZ in Bayreuth: Gründerzentrum soll kleiner werden als geplant

Das Regionale Gründer- und Innovationszentrum der Stadt und Universität Bayreuth steht in der Planung. Vorerst soll jedoch eine kleinere Fläche zur Verfügung stehen als zunächst gedacht.

Im Rahmen der Initiative des Regionalen Gründer- und Innovationszentrums (RIZ) soll die Universität Bayreuth ein neues Institut bekommen: das Institut für Entrepeneurship und Innovation.

Doch als so einfach stellte sich die Planung der Kooperation zwischen Stadt und Universität in der Sitzung des Bauausschusses am Montag, 15. November 2021, leider nicht heraus. Von den ursprünglich geplanten 2500 Quadratmetern für den Komplex sollen „nur“ 1500 Quadratmeter zur Verfügung gestellt werden.

RIZ in Bayreuth kleiner als vorgesehen

Leitende Baudirektorin der Stadt Bayreuth Urte Kelm stellte in der Sitzung das nun geplante Bauvorhaben für das „E&I“, wie das neue Institut auch genannt werden soll, vor. Das Gebäude soll aus zwei Teilen bestehen, welche direkt miteinander verbunden sein sollen. Insgesamt sei für das E&I ein fünfstöckiges Gebäude angedacht, teilt Kelm mit. Für das RIZ, dem städtischen Teil des Komplexes, empfiehlt das Staatliche Bauamt, ein separates, eigenes Konzept zu entwickeln. Der Startup Point in Bayreuth fungiert bis zum RIZ als Übergangslösung.

Beim städtischen Teil des Komplexes, dem RIZ, werde nun eine eingeschränkte Fläche zur Verfügung stehen. Zunächst sollen in einem ersten Bauabschnitt der Funktionsumfang des RIZ (Fächer für Gründer, Innovationsflächen, Seminar- und Workshopräume) umgesetzt werden – dies sei auch bei den jetzt angesetzten 1.500 Quadratmetern möglich und man würde erhebliche Kosten sparen. Auf dem angrenzenden Baufeld könne man anschließend die Räumlichkeiten bei Bedarf erweitern. Es sei allerdings mit einer Senkung der Förderung der Regierung von Oberfranken zu rechnen.

Trennung der Bayreuther Initiativen und unpräzise Vorschläge?

CSU-Fraktionsvorsitzender Stefan Specht sieht die jetzt vorliegende Planung als sehr sinnvoll an: „Wir werden diesem Vorschlag in jedem Fall zustimmen und halten diese Konzeption für sehr sinnvoll, da sie maximale Flexibilität erlaubt.“ Es war jedoch gewiss nicht jedes Ausschussmitglied damit zufrieden.

Der zweite Bürgermeister Andreas Zippel (SPD) äußerte sich besorgt: „Zum einen ist es schade, dass der Bau zeitlich auseinander gezogen wird und dass man andere Konzeptionen braucht. Außerdem darf das nicht dazu führen, dass das RIZ und das E&I von außen nicht als ein Projekt angesehen wird.“

Auch BG-Fraktionsvorsitzender Stephan Müller ist skeptisch: „So richtig kann man noch gar nicht über das Bauvorhaben entscheiden, weil für mich noch so viele Fragen offen sind. Vielleicht gibt es ja noch einen gescheiten Vorschlag dann beim Stadtrat.“

Nichtsdestotrotz wurde der Beschlussvorschlag mit 13 zu drei Stimmen angenommen.