Röhrenseekaserne: Vom Industrie- zum Wohngebiet

Die Stadt Bayreuth will aus dem Gewerbegebiet der ehemaligen Röhrenseekaserne, zwischen Pottensteiner-, Justus-Liebig- und Wilhelm-Busch-Straße, ein Wohngebiet machen.

Attraktive Wohnlage

„Der Bereich befindet sich im Strukturwandel“, sagt Baudirektorin Urte Kelm. Während Flächen nördlich des Gebiets industriell genutzt werden, haben sich südlich Gewerbebetriebe angesiedelt, die das Wohnen nicht stören würden, heißt es am Dienstag im Bauausschuss. Vor allem das große ehemalige Areal der Heizungs- und Lüftungsbaufirma Rüskamp, das derzeit nur zwischengenutzt wird, soll wegen seiner günstigen Lage am Röhrensee umgenutzt werden. Somit beseitigt die Stadt zeitgleich leerstehende Gewerbeflächen.

Die leerstehenden Schandflecken an der Pottensteinerstraße sollen neuen Wohnhäusern weichen. Foto: Redaktion

Wohnen, arbeiten, leben

Geplant ist ein urbanes Gebiet, das Platz für geförderten Wohnungsbau, Gewerbe sowie soziale und kulturelle Einrichtungen bieten soll. So haben auch Menschen mit geringerem Einkommen die Möglichkeit, zentrumsnah zu wohnen. Einzelhandelsbetriebe, Vergnügungsstätten und Tankstellen dürfen nicht gebaut werden. Erlaubt sein sollen nur Geschäfte, die nicht in Konkurrenz mit dem Angebot der Innenstadt stehen.

Lärm- und Umweltschutz

Dass die zukünftigen Bewohner der Anlage auch gut schlafen können, soll beim Bau darauf geachtet werden, dass in den Bereichen mit hohem Verkehrsaufkommen, keine Schlaf- und Wohnräume entstehen, sondern zum Beispiel Flure und Treppenhäuser.

Um die Natur zu schützen, ist außerdem geplant, zehn Prozent der Grundstücksflächen mit Bäumen und Sträuchern zu bepflanzen.