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Coronavirus

Leserfrage zum Coronavirus: Wie sicher ist der Kontakt zum Postboten?

Das Coronavirus bestimmt seit Monaten das öffentliche Leben. Es gelten Kontaktbeschränkungen und Abstandsgebote. Viele Geschäfte mussten vorübergehend schließen. Beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr gilt eine Maskenpflicht in Bayern. Paket- und Postboten gehen trotzdem jeden Tag von Haus zu Haus und bringen den Bürgern ihre Briefe und Päckchen. 

Aufgrund des Coronavirus gelten in Bayern aktuell Kontaktbeschränkungen und eine Maskenpflicht. Aufgrund der vergangenen Ausgangsbeschränkungen und Geschäftsschließungen erlebte der Onlinehandel einen großen Aufschwung. Eine Leserin hat beim bt gefragt, wie gefährlich der tägliche Kontakt zum Post- und Paketboten ist. Hier wird die Frage geklärt, mit wem man in Bayern derzeit Geburtstag feiern darf.

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Coronavirus: Wie gefährlich sind Onlinehandel und Paketversand?

Das Coronavirus verbreitet sich hauptsächlich durch Tröpfcheninfektion. Dabei geben infizierte Menschen die Viren beim Sprechen, Husten oder Niesen durch Speicheltröpfchen in die Luft ab und andere Menschen atmen diese ein. Dass eine solche Infektion über einen Paket oder einen Brief übertragen wird, ist sehr gering: besonders auch bei Paketen aus dem Ausland.

„Eine Infektion über importierte Waren ist sehr unwahrscheinlich, da im Vorfeld eine Kontamination stattgefunden haben und das Virus nach dem weiten Transportweg noch aktiv sein müsste“

(Statement des Robert-Koch-Instituts)

Laut dem Bundesamt für Risikobewertung ist eine Ansteckung über Pakete nach derzeitigem Wissensstand sehr unwahrscheinlich. Auch der Verbraucherschutz vermeldet, dass derzeit keine solchen Fälle bekannt seien. Auf Oberflächen sei ein Schmierinfektion möglich. Auf Kartons können sich Viren bis zu einem Tag halten. Ärzte schätzen die Ansteckungsgefahr hierbei allerdings als gering ein. 

Kontaktlose Übergabe

Um das Risiko zu minimieren, bieten viele Dienstleister, wie Hermes, DHL, DPD und Co. eine kontaktlose Übergabe an. Dabei stellen die Paketboten die Sendung vor dem Haus oder an einem vorher vereinbarten Platz ab. Auch die Unterschriften übernimmt der Überbringer der Ware selbst, so wird der persönliche Kontakt weiter verkleinert. Sofern Pakete in den Briefkasten passen, legen die Boten sie zum Teil auch dort ab.

Um auf der sicheren Seite zu sein, können Paketempfänger ihre Hände nach Erhalt einer Sendung gründlich waschen. Klamotten sollten vor dem ersten Tragen gewaschen werden, andere Gegenstände gereinigt oder desinfiziert. Diese Regeln gelten während des Coronavirus beim Autofahren.

Bayreuther Tagblatt - Redaktion

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