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Motorsport

Nürburgring: Reifenplatzer macht Siegchancen des Bayreuther Rennfahrers Jens Klusmann zunichte

Am Samstag (18.7.2020) ist der Bayreuther Rennfahrer Jens Klusmann zum ersten mal in dieser Saison in der Rennserie RCN auf dem Nürburgring angetreten. Klusmann fährt für den mit dem Godesberger Motor Club. Am Ende machte ein Reifenschaden alle Hoffnungen auf ein gutes Ergebnis zunichte, der Bayreuther blickt trotzdem positiv auf den nächsten Lauf.

Bei seinem ersten Saisonlauf in der Rundstreckenchallenge-Nürburgring (RCN) am Samstag (18.7.2020) musste der Bayreuther Jens Klusmann einem Dämpfer hinnehmen. Seine Liebe zum Rennsport entdeckte Klusmann schon in seiner Kindheit bei den Formel 1 Rennen von Michael Schumacher. 

Geplatzter Reifen auf dem Nürburgring zerstört Siegchance des Bayreuther Rennfahrers Klusmann

Der Bayreuther wurde zusammen mit seinen Fahrerkollegen Michael Baresel aus der Wertung genommen. Grund dafür war ein kapitaler Reifenschaden in der 3. Runde.

„Als ich mit Tempo 200 auf eine Linkskurve zugesteuert bin, fing das ganze Auto an zu vibrieren. Da wusste ich sofort, dass ein Reifen Luft verliert.“

(Jens Klusmann)

Der Grund für den Reifenschaden habe in der Beschaffenheit der Strecke gelegen, erklärt der 27-Jährige. „Die gesamte Nordschleife des Nürburgrings war mit kleinen Carbon- und Trümmerteilen bespickt“, sagt Klusmann. Schon die kleinste Abweichung von der Ideallinie könne ausreichen, um einen Rennreifen aufzuschlitzen.

15 Kilometer auf geplatztem Reifen in Richtung Box

Mit geplatztem Reifen fuhr Klusmann dann unter großer Anstrengung noch 15 Kilometer, bis er an der Box ankam. Die Aussichten auf ein gutes Rennergebnis waren dadurch jedoch dahin. Nach dem Wechsel des zerstörten Reifens fuhr der Bayreuther Rennfahrer dann die letzten vier Runden seines Turns. Durch das Überschreiten der maximalen Zeit, aufgrund der 15 Kilometer langen Fahrt mit plattem Reifen, wurde das Team aus der Wertung genommen.

„Wir wussten, das wir nach dem Reifenschaden aus der Wertung fallen würden. Dennoch wollten wir das Rennen weiterfahren, um wieder in die Pace vom letzten Jahr zu kommen.“

(Jens Klusmann)

“Gute Chancen im nächsten Rennen auf dem Nürburgring”

Eine gute Performance gelang der Fahrerpaarung Klusmann/Baresel dann. Die beiden fuhren dann sogar die schnellste Runde in der Klasse. Das mache Mut für die kommenden Rennen. „Der Godesberger Motor Club hat das Fahrzeug top vorbereitet. Rein von der Performance des Autos her wären wir vorne mit dabei“, sagt der 27-Jährige.

Am 15. August 2020 folgt für Klusmann dann sein zweiter Lauf auf dem Nürburgring. Dort hofft der Bayreuther auf ein besseres Ergebnis. 

„Es ist schade, dass wir wegen des Reifenschadens nicht das Ergebnis erreicht haben, das wir alle verdient hatten. Das Team macht einen großartigen Job und das Fahrzeug ist siegfähig. Das macht Lust auf mehr.“ Aufgrund der Corona-Krise ist 2020 alles anders als bis jetzt: auch im Motorsport. Für Rennfahrer Jens Klusmann aus Bayreuth ist vieles noch ungewiss.

Bayreuther Tagblatt - Frederik Eichstädt

 bt-Redakteur Online/Multimedia
Frederik Eichstädt