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SpVgg Bayreuth Fußball

Sebastian Kolbe (SpVgg Bayreuth): „Das Coronavirus wird den Sport stark verändern“

Im Gespräch mit dem Bayreuther Tagblatt spricht Keeper Sebastian Kolbe über die Unterbrechung der Regionalliga-Saison, das Coronavirus und die Folgen für den Fußball.  

Als die Spieler der SpVgg Bayreuth realisiert hätten wie ernst die Lage wegen des Coronavirus ist, sei das schon ein Schock gewesen, sagt Altstadt-Torwart Sebastian Kolbe.

Im Gespräch mit dem Bayreuther Tagblatt spricht der Keeper über die Unterbrechung der Regionalliga-Saison, das Coronavirus und die Folgen für den Fußball.

Sebastian Kolbe von der SpVgg Bayreuth: Die Folgen des Coronavirus waren ein Schock

Mit 41 Punkten steht die SpVgg Bayreuth nach 23 Spielen auf dem vierten Platz der Regionalliga Bayern. Nach dem 4:1 beim FV Illertissen wurde die Saison aufgrund des Coronavirus unterbrochen. Ob sie überhaupt weiter geht, weiß im Moment niemand. Altstadt-Torwart Sebastian Kolbe kann sich noch genau an den Moment erinnern, als den Spielern mitgeteilt wurde, dass die nächsten Spiele nicht stattfinden könnten:

Im ersten Moment haben wir das gar nicht so wahrgenommen. Wir Spieler hatten alle die Hoffnung, dass sich das in ein paar Wochen wieder legt. Dann wurde aber schnell deutlich, dass das eine größere Sache wird. Das war dann ein richtiger Schock für uns.

(Sebastian Kolbe, SpVgg Bayreuth)

Jeder Spieler muss sich selbst fit halten

Durch die Ausgangsbeschränkungen seien die Spieler der SpVgg Bayreuth komplett aus ihrem Rhythmus gerissen worden, sagt Kolbe. Anstelle von heiß umkämpften Spielen in der Regionalliga und Trainingseinheiten mit dem Team, ist nun jeder Spieler selbst dafür verantwortlich sich fit zu halten. Das bedeutet: Läufe, Fitness- und Beweglichkeitsübungen. Ohne den Fußball sei das ganze aber ziemlich zäh, sagt der Torwart der Altstadt.

Etwas gutes hat das Solo-Training dennoch: Es bietet Abwechslung im Alltag, der ansonsten durch die Ausgangsbeschränkungen ziemlich eintönig sei. Kolbe sei sehr froh darüber, noch Joggen und Fahrrad fahren zu können.

Die Gesundheit steht immer an erster Stelle

Für die Zukunft hofft der Keeper der Gelbschwarzen darauf, dass Mediziner bald eine Lösung gegen das Virus finden würden, denn nur so könne die Normalität zurück ins Leben finden. An erster Stelle stehe dabei immer die Gesundheit, sagt Kolbe. Dennoch rechnet er mit weitreichenden Veränderungen.

Es ist nicht gesagt, dass die nächste Saison ganz normal starten kann. Ich glaube persönlich, dass das Coronavirus den Sport stark verändern wird. Den Spielbetrieb sollte man mit Sicherheit erst dann wieder aufnehmen, wenn man mit Sicherheit sagen kann, dass nicht wieder alles von vorne los geht.

(Sebastian Kolbe, SpVgg Bayreuth)

Auf diese Faktoren hätten die Fußballer selbst natürlich keinerlei Einfluss. Daher müssten sie derzeit die Füße still halten und abwarten. Doch eines hat sich Kolbe schon fest vorgenommen: Sobald der Ball in der Regionalliga wieder rollt, will er mit der Altstadt den erfolgreichen Weg der letzten 18 Monate weiterführen, darauf würde jeder Beteiligte brennen. 

Bayreuther Tagblatt - Frederik Eichstädt

 bt-Redakteur Online/Multimedia
Frederik Eichstädt