Theaterbande des TSV Harsdorf,

“Trubel im Wald”: Theaterbande lädt zum Freilichttheater

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Die Kinder-Theatergruppe des TSV Harsdorf präsentiert am kommenden Sonntag das Stück “Trubel im Wald” auf der Freilichtbühne am Waldsportplatz. Seit März laufen die Proben. Ein Video mit Ausschnitten aus dem Stück finden Sie über dem Text.

Alle zwei Jahre wirkt die Theaterbande an einer Aufführung mit. Elf junge Darsteller sind beim diesjährigen Stück im Freilufttheater am Sportplatz am Wald des TSV Harsdorf dabei. Die jüngste, Karoline Huberle, ist acht Jahre jung und spielt eine Elfe. Es ist ihre erste Aufführung mit der Theaterbande. Quirlig wiegt sie vor der Probe am Bühnenrand von einem Fuß auf den anderen, einen Strauß aus Blumen in der Hand.

Seit 14 Jahren in der Theaterbande

Die älteste Darstellerin, Michaela Grießhammer, bereits 21 Jahre, ist noch immer gerne dabei. “Ich habe mit sieben hier angefangen. Schon im Kindergarten bin ich gerne zu Aufführungen des Kindertheaters gegangen und wollte unbedingt selbst mitmachen”, sagt sie. Ihre erste Rolle hätte sie mit sieben gehabt, eben seit sie lesen konnte, erklärt die 21-Jährige. “Ich lasse den Kleinen natürlich den Vortritt. Aber wenn noch jemand gebraucht wird, mache ich gerne mit”, fügt sie hinzu. Heuer spielt sie eines der beiden Ahornblätter. Aber auch beim Dreiakter der Harsdorfer Theatergruppe habe sie schon mitgemacht.

Theaterbande des TSV Harsdorf,

Theaterbande des TSV Harsdorf, Foto: Redaktion

“Trubel im Wald”: Worum es geht

Die Ahornblätter zanken, die Margerite ist grantig und das Vergissmeinnicht schluchzt – über dem Wald liegt ein Schleier von Unzufriedenheit. Die Pflanzen verkümmern immer mehr. Zauberfee Lilly soll die Harmonie im Wald schnell wieder herstellen. Doch sie ist erst einmal ratlos, wie sie diese Aufgabe meistern soll.

Theaterbande des TSV Harsdorf,

Theaterbande des TSV Harsdorf, Foto: Redaktion

Regie führen Christiane Zapf und Carolin Posmik. Beginn der Aufführung am Waldsportplatz des TSV Harsdorf ist am 21. Juli um 16:30 Uhr. Bereits ab 14:30 Uhr wird es dort Kaffee und Kuchen geben. 

Kindertheater: Der Wolf und die sieben Geißlein in der Teufelshöhle

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Die Teufelshöhle wird zum Theater. Am Freitag, 21. Juni, gastiert das „Erfreuliche Theater“ mit dem Märchen „Der Wolf und die sieben Geißlein“ auf der Höhlenbühne. Los geht’s um 18 Uhr.

  • Spielzeit: 50 Minuten.
  • Altersempfehlung: ab 4 Jahre.
  • Kartenbestellungen über 09243/70841 oder info@pottenstein.de.
  • Einlass und Abendkasse: ab 17.30 Uhr.
  • Freie Platzwahl.

Rumpelstilzchen in der Eremitage: Exklusive Einblicke

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Am Sonntag starten die Sommerspiele der Studiobühne Bayreuth mit der Uraufführung von Uwe Hoppes “Rumpelstilzchen oder Die drei Spinnerinnen” nach Märchen der Brüder Grimm. Das bt war bei einer der letzten Hauptproben vor der Premiere dabei und durfte das Stück vorab sehen. Im Video über dem Text sehen Sie Ausschnitte des Stücks. 

Darum geht’s:

Ein verschuldeter Müller verpfändet seine eigene Tochter an den König, um sein Leben zu retten. Er hat damit geprahlt, dass sie Stroh zu Gold spinnen kann. Drei hässliche Spinnerinnen stehen der Müllerstochter bei, doch sie können ihr auch nicht helfen. In ihrer Not erscheint ein unbekanntes Männlein. Dreimal hilft es ihr, das Stroh zu Gold zu spinnen. Als Lohn fordert es ihr erstgeborenes Kind. Die Müllerstochter wird Königin und bringt ein Kind zur Welt. Da erscheint das Männlein wieder und fordert seinen Lohn…

Das bekannte „Rumpelstilzchen“, das unbekannte Märchen „Die drei Spinnerinnen“ sowie zahlreiche Volkslieder sind in einer spannenden Spielfassung miteinander verwoben – ideal für die märchenhafte Spielkulisse des Römischen Theaters.

Regisseur Uwe Hoppe erklärt die Kombination der Stücke:


Die Premiere findet am 2. Juni um 15 Uhr im Römischen Theater in der Eremitage statt. Karten gibt es im Vorverkauf an der Theaterkasse oder direkt an der Kasse am Römischen Theater.

Weitere Termine:

  • 16. Juni – 15 Uhr
  • 30. Juni – 15 Uhr
  • 14. Juli – 15 Uhr
  • 21. Juli – 15 Uhr

“Heute back ich, morgen brau ich”: Kindertheater in der Eremitage

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Die Studiobühne Bayreuth bringt mit “Rumpelstilzchen oder Die drei Spinnerinnen” als Auftakt ihrer Sommerspiele in der Eremitage ein neues Kinderstück zur Uraufführung.

Ein verschuldeter Müller (Hans Striedl) verpfändet seine eigene Tochter(Anne Christoph) an den König (Georg Mädl), um sein Leben zu retten. Er hat damit geprahlt, dass sie Stroh zu Gold spinnen kann.  Drei hässliche Spinnerinnen stehen der Müllerstochter bei, doch sie können ihr auch nicht helfen. In ihrer Not erscheint ein unbekanntes Männlein (Ute Schlüchtermann). Dreimal hilft es ihr, das Stroh zu Gold zu spinnen. Als Lohn fordert es ihr erstgeborenes Kind.

Das bekannte „Rumpelstilzchen“, das unbekannte Märchen „Die drei Spinnerinnen“ sowie zahlreiche Volkslieder sind in einer spannenden Spielfassung miteinander verwoben – ideal für die märchenhafte Spielkulisse des Römischen Theaters.

Uwe Hoppe ist der Autor und Regisseur, Michel Bövers der Bühnenbildner und Heike Betz die Kostümbildnerin. Uraufführung ist am 2. Juni um 15 Uhr im Römischen Theater.

Im Oktober: Vorhang auf für ZAMM!

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Im Oktober soll in Bayreuth ein völlig neues Theaterfest steigen. Der Titel: ZAMM! Und das steckt dahinter:

ZAMM! möchte Theater und mehr zeigen, erleben, spüren, teilen. Dafür laden die Initiatoren von zeftii e.V., dem Zentrum für Theater und Inklusion/Integration, Theatergruppen und Publikum aus Deutschland und der Welt vom 25. bis 27. Oktober nach Bayreuth ein. Einladungen an Theatergruppen wurden bereits Mitte Februar versandt und mit viel Begeisterung, Vorfreude und insgesamt 19 eingereichten Bewerbungen beantwortet.

Den Titel erklären die Initiatoren um den Theaterpädagogen Klaus Wührl-Struller so:

ZAMM! ist fränkisch und heißt: Inklusion und Gemeinsamkeit und Zusammenkommen und Zusammensein! ZAMM! heißt aber auch: zusammenknallen, zusammenrasseln, zusammenrumpeln, kurz: zusammentreffen.

Planungstreffen. Foto: ZAMM!

Deutschland zu Gast

Ein Planungstreffen fand Mitte April statt. Sieben Gruppen wurden für das Festival ausgewählt. Die Auswahl bringt Laiengruppen und Profis zusammen, umfasst die Kunstformen Schauspiel, Maskentheater und Tanz- und Musiktheater. Die Gruppen kommen aus vielen Ecken Deutschlands: von Bremen bis Bamberg, von Leipzig bis Lüdenscheid. Sowohl ein Solostück als auch eine Performance mit 32 Personen und ganz viel dazwischen wird zu sehen sein, wobei sich die Formate in einem Spannungsfeld zwischen Kriminalkomödie, Märcheninszenierung und Castingshow bewegen.

ZAMM! erhofft sich abendfüllende Stücke, Performances, Straßentheater, Musik, Gesang, Gebärde – alles, was auf die Bühne passt oder die Bühne in die Öffentlichkeit trägt!

Hinter der Bühne

Das Wochenende im Oktober steht unter keinem Motto, die Themen sind vielfältig. Auch hinter der Bühne wird es für die teilnehmenden Gruppen ein Rahmenprogramm mit Workshops, Möglichkeiten zum Austausch und zum Vernetzen geben.

ZAMM! wünscht sich, dass alle zamm das Wochenende auf der Bühne, hinter der Bühne, vor der Bühne und auf der Straße, am Tisch und auf dem Tisch zu einem gemeinsamen Erlebnis zu machen.

Unterstützer gesucht

Der Verein zeftii kümmert sich um Unterkünften, Verpflegung und Technik und freut sich über personelle Unterstützung, Geld- oder Sachspenden.

Theaterprobe beim TSV Harsdorf.

Was das Amateurtheater so reizvoll macht

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Dicht gedrängt sitzen die Besucher in einer großen Turnhalle. Fränkische Mundart hallt durch den Raum. Die Besucher schauen gebannt auf die Bühne. Dann schütteln sie sich vor Lachen. Draußen, im Foyer, liegt der Duft von Wiener Würstchen in der Luft. Fränkisches Laientheater erfreut Jung und Alt. Aber warum?

Wir haben mit Simon Isser, dem Präsidenten des Bundes Deutscher Amateurtheater darüber gesprochen, woher die Begeisterung bei Zuschauern und Aktiven für das Amateurtheater kommt und was besonders beliebt ist. Isser war am Sonntag, den 13. Januar zu Gast im Brandenburger Kulturstadl, anlässlich der Aufführung der “Prinzessin auf der Erbse”.  Im “Brannaburger” wurden von 1982 bis heute 3.847 Vorstellungen ehrenamtlich gespielt. Das Ensemble pflegt Kulturpartnerschaften mit dem Theater Le Escoliers Annecy und mit dem theater-spiel-laden Rudolstadt, der das erwähnte Märchen am Sonntag in Bayreuth zeigte.


bt-Interview mit Simon Isser

Wie viele Mitglieder oder Ensembles hat der Bund Deutscher Amateurtheater aktuell? Wie hat sich das in den vergangenen Jahren entwickelt?

Der Bund Deutscher Amateurtheater ist der Dachverband der Amateurtheater in Deutschland. Dort sind die sind die 16 Landestheater der einzelnen Bundesländer Mitglied, so auch der Verband Bayerischer Amateurtheater. Aber insgesamt kann man davon ausgehen, dass aktuell etwa 2.500 Mitgliedsvereine im Bereich Deutscher Amateurtheater organisiert sind. Diese Zahl ist relativ stabil geblieben in den vergangenen Jahren. Es kommen jetzt aber zunehmend wieder neue Gruppen dazu. Es gibt nach wie vor, und immer noch, ein großes Bedürfnis nach Amateurtheater: Es kommen junge Gruppen dazu, aber es gibt auch Gruppen, die schon seit über 100 Jahren aktiv sind. Der Verband ist schon 125 Jahre alt: einige Gruppen sind schon von Anfang an mit dabei. 

Welche Sparten sind bei den Gruppen Deutscher Amateurtheater mit vertreten?

Es sind nahezu alle Formen des Amateurtheaters bei uns miteinander verbunden. Vom Mundart-Theater, über Kinder- und Jugendtheater oder Freilichtbühnen. Auch Seniorentheater ist ein Schwerpunkt unserer Arbeit. Wir haben eine sehr große Bandbreite vertreten. Natürlich stehen auch anspruchsvollere Schauspiele auf dem  Abendspielplan. Da ist alles dabei. Auch die neueren Formen wie Puppentheater, Tanztheater, Clownerie und Zirkus kommen dazu.

Woher kommt die Begeisterung für das Amateurtheater Ihrer Meinung nach? Was ist der Antrieb?

“Der Antrieb für die Zuschauer ist einfach dieses handgemachte Live-Erlebnis, was einem kein Kinofilm oder keine Fernsehserie bieten kann. Es ist echt. Oft auch mit einem Heimatbezug in den Themen der Stücke, die dort bearbeitet werden. Amateurtheater zu machen, ist einfach diese unglaubliche Lust am Darstellenden Spiel und auch am Geschichten erzählen bzw. Geschichten auch immer wieder neu zu erzählen. Es gibt ja ganz viele Bühnen, die historische Themen immer wieder neu aufarbeiten – mit regionalen Bezügen, Bezügen zur aktuellen Zeitentwicklung oder auch in der heimischen Mundart. 

Amateurtheater macht unglaublich Spaß! Die beste Förderung für Amateurtheater ist schlichtweg jeder einzelne Zuschauer, der hingeht und sich eine Karte kauft.”

Wie populär ist Amateurtheater beim jüngeren Publikum?

“Ich erlebe immer wieder, dass es v.a. in der Vorweihnachtszeit rappelvolle Häuser gibt, wenn zum Beispiel Märchen gespielt werden. In Bayreuth wird ja am Sonntag auch ein Märchen-Theater zu sehen sein. Die Nachfrage ist nach wie vor da. Wir haben den Deutschen Amateur-Theaterpreis “amarena”, den wir alle zwei Jahre verleihen. Eine feste Kategorie ist hier immer das Kinder- und Jugendtheater, wo wir wirklich viele Einsendungen und Bewerbungen bekommen und dabei wirklich packende Jugend-Theaterproduktionen sehen.” 

Inwiefern unterstützt der Bund Deutscher Amateurtheater die einzelnen Ensembles regelmäßig?

“Es gibt verschiedene Projekte, die wir als Verband organisieren. Zum Beispiel bieten wir Fortbildungen, auch für Leute die Theatergruppen leiten. Wir unterstützen Bühnen bei bundesweiten Vorgängen, wie z.B. Versicherungen, Verhandlungen mit der GEMA oder anderen Rechtsträgern, die auch immer wieder Thema im Amateurtheater sind. Wir organisieren außerdem nationale und internationale Festivals und Austauschprojekte von bestimmten Gruppen.

Auch die einzelnen Landesverbände bieten u.a. Regisseuren, Maskenbildnern oder Mitarbeitern in der Jugendarbeit ein riesiges Fortbildungsprogramm. Sie unterstützen die Gruppen in allen Disziplinen des Theaters und bieten Treffen und Verbandstage in einzelnen Regionen an. Auf der ideellen Ebene gibt es einen Austausch zur Gestaltung von Spielplänen: Was Stücke wären, die funktionieren oder Themen, die gerade interessant sind. Da passiert ganz viel.”

Vielen Dank für das Gespräch und einen schönen Tag!

“Danke auch, ebenso!”

09. Januar 2019


Theater auch in Harsdorf

Übrigens: Im Landkreis Bayreuth gibt es mehr als zehn Amateurtheatergruppen, die meist einmal pro Jahr ein Stück in Mundart zeigen. Eine davon ist die Theatergruppe des TSV Harsdorf, die in dieser Saison das Stück “Chaos im Bestattungshaus” im Sportheim auf die Bühne bringt. Ein Stück für alle, die eher “leichte Kost” mögen und gerne lachen, wie Schauspielerin Heike Schoberth-Wesser sagt.

Den Reiz des Amateurtheaters erklärt Schoberth-Wesser, die selbst schon seit 27 Jahren spielt, so:

“Ich mag es, andere Menschen zum Lachen zu bringen und, dass sie einfach mal ihre Sorgen für ein paar Stunden vergessen können.”

Die Harsdorfer Theatergruppe bietet auch regelmäßig eine Aufführung für Menschen mit Handicap an. Schoberth-Wesser sagt, dass es sie glücklich mache, wenn sie am Ende der Aufführung im Publikum glückliche Gesicherter erblicke.

“Ich mag es außerdem, wenn ich mir eine Rolle nach und nach erarbeiten kann und, dass man mit anderen in einer Gruppe etwas auf die Beine stellt. Und die Spannung, die man spürt, bevor eine Aufführung losgeht, reizt mich auch.”

Die Harsdorfer Theatergruppe spielt jedes Jahr zehn Aufführungen. Die nächsten Termine sind:

  • am 19. / 20. / 26. / 27. Januar und am 1. und 2. Februar 2019