Absage der Bayreuther Festspiele 2020: Jetzt kommt Bayreuth Summertime 

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Wegen der Corona-Pandemie mussten die Bayreuther Festspiele 2020 abgesagt werden. Die Stadt Bayreuth hat sich nun etwas einfallen lassen, um den Ausfall zu kompensieren: “Bayreuth Summertime”.

Nach Coronalockerungen: Studiobühne Bayreuth stellt neues Sommerprogramm vor

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Die Studiobühne Bayreuth stellt ihr neues Programm für den Sommer 2020 vor. Mit neuem Spielort am Wasserturm in der Eremitage. 

Studiobühne Bayreuth: Hoffnung für die Sommerspiele

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Seit März ist Theaterspielen in geschlossenen Theaterräumen nicht mehr möglich. Doch die Studiobühne Bayreuth hat Hoffnung für den Sommer.

Alle Frauen haben einen Knax

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Theodor Fontane war ein Frauenversteher, zumindest schaffte er es mit seinen weiblichen Romanfiguren wie Effi Briest in die Weltliteratur. Die Studiobühne Bayreuth widmet dem Autor zu seinem 200. Geburtstag einen Leseabend am 13. Dezember. Warum Fontane unterhaltsam und alles andere als schwere Kost ist, dazu haben wir mit Marieluise Müller gesprochen, die zusammen mit Birgit Franz Regie führt. Marieluise Müller lebt in Bayreuth, ist Regisseurin und inszeniert seit vielen Jahren in der Studiobühne.

bt: Warum sollten sich die Bayreuther in der sowieso schon dunklen Jahreszeit an einem Freitagabend in einen Keller setzen?

Marieluise Müller: Weil es da gemütlich ist. Und gesellig – um es mit einem altmodischen Wort zu sagen. Im Niederländischen beschreibt “Gezelligheid” ganz aktuell ein gemütliches Glücksgefühl mit anderen Menschen. Und um Menschen und ihre Gefühle geht es auch in vielen Fontane-Texten, von denen wir Gedichte, bekannte und unbekannte, Balladen und Romanszenen vorstellen.

bt: Effi Briest, Jenny Treibel, der Herr von Ribbeck – uns erinnert das eher an stinklangweilige Deutschstunden in der Schule. Ist Fontane tatsächlich einer für einen unterhaltsamen Abend?

Marieluise Müller: Auch wegen genau diesen Deutschstunde-Erfahrungen machen wir Theater und Lesungen – um zu zeigen, dass “alte” Literatur spannend und unterhaltsam sein kann. Überraschungen nicht ausgeschlossen! In der Vorbereitung auf den Lese-Abend waren wir überrascht, auf eine “Hamlet”-Übersetzung von Fontane zu stoßen. Da er eine zeitlang als Korrespondent in England lebte, ist es allerdings nicht verwunderlich, dass ihn Shakespeare interessierte.

bt: Was können wir in unseren unruhigen gesellschaftlichen Zeiten von Fontane lernen?

Marieluise Müller: Dass nicht Güter und Geld glücklich machen, sondern Freiheit das höchste Gut ist. Seine Reisebeschreibungen sind inspirierend, sein Feuilletonstil glänzt vor Esprit und Selbstironie, so auch sein Erlebnisbericht über die Bayreuther Festspiele. Und in seinen Romanen, wie in der verfilmten und für die Bühne adaptierten “Effi Briest”, steht das Plädoyer für Menschlichkeit im Vordergrund. Fontane sagte: ” Alle meine Frauengestalten haben einen Knax. Ich verliebe mich in sie nicht wegen ihrer Tugenden, sondern wegen ihrer Schwächen.”


Termin: Freitag, 13. Dezember um 20 Uhr im Theaterkeller, Eintritt gegen eine Spende

Regie: Birgit Franz, Marieluise Müller

Es lesen: Birgit Franz, Tim Haensell, Marieluise Müller, Nora Oeser

Leitung: Franz Müller

Hühner, Hosen und Death Metal auf der Studiobühne Bayreuth

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Das Römische Reich ist dem Untergang geweiht. Zumindest wenn es nach seinem Kaiser geht. Die Studiobühne hat Friedrich Dürenmatts “Romulus der Große” neu inszeniert. Premiere ist am Samstag, 30. November.

Als Dramaturg ist es nicht immer einfach gute Geschichten auf die Bühne zu bringen. Wo doch das Leben aktuell die spannenderen, skurrileren und abgründigeren Stücke schreibt: Flüchtlingskrise, Klimaerwandel, Handels- und tatsächliche Kriege. Obwohl uns das Wasser bis zur Oberkante Unterlippe steht, reagiert die Politik darauf mit merkelmäßigem Aussitzen oder einer Nationaltümelei a la AfD oder Trump.

Anklänge an aktuelle Politik

„Wir sind Provinzler, denen eine Welt über den Kopf wächst, die sie nicht begreifen können.“ Treffender kann man es nicht formulieren. Dabei ist dieser Satz 70 Jahre alt. Er stammt aus Friedrich Dürenmatts „Romulus der Große“, das am Samstag, 30. November, Premiere in der Studiobühne feiert.

Ganz bewusst und mitten in der Dauerkrise der Politik bringt das Theater dieses Stück auf die Bühne. Ausgesucht hat es Birgit Franz, die auch Regie führt. „Ich mag Aussagen auf der Bühne machen. Romulus ist dafür sehr geeignet,“ sagt sie und zitiert die Unterzeile zu diesem Stück. “Wer so auf dem letzten Loch pfeift wie wir alle, kann nur noch Komödien verstehen.”

Birgit Franz. Foto: Torsten Geiling.

An der Studiobühne ist Birgit Franz in erster Linie für die Dramaturgie und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Ab und an steht sie aber noch selbst auf der Bühne. Die Schauspielerei war es auch, die ihre Leidenschaft fürs Theater geweckt hat. Mit 16 Jahren stand sie in Bayreuth zum ersten Mal auf der Bühne. Sie begann dann nach dem Abitur mit einem Studium der vergleichenden Literaturwissenschaft. An der Theaterschule Emmental lernte sie das Handwerk, ehe sie etwa im Theater Kontrapunkt in Düsseldorf weitere Erfahrungen sammelte. Im Jahr 1995 kehrte sie nach Bayreuth an die Studiobühne zurück.

Dürenmatt hat den Romulus als Antwort auf das Dritte Reich geschrieben. In dem Stück geht es um ebenjenen Kaiser, der im Angesicht des untergehenden römischen Weltreichs demonstrativ gut gelaunt Hühner züchtet und frühstückt, während sein Hofstaat in Panik gerät und die drohende Übernahme durch die Germanen mit allen Mitteln abzuwenden versucht.

„Es gibt viele Charaktere, die einen Fanatismus entwickeln“, erklärt Birgit Franz, etwa die Kaiserstochter Rea, die auf ihre große Liebe verzichten und einen schwerreichen Hosenfabrikanten heiraten möchte, um Rom zu retten, oder ihre Mutter Julia, die den Widerstand von Sizilien aus anführen will, obwohl für sie bisher die Politik ein Fremdwort war. Romulus hat für jeden den passenden Satz parat: „Vaterland nennt sich der Staat immer dann, wenn er sich anschickt, auf Menschenmord auszugehen.“ „Wo die Hose anfängt, hört die Kultur auf.” „Wir haben durch die Jahrhunderte so viel dem Staat geopfert, dass es jetzt Zeit ist, dass sich der Staat für uns opfert.“

Romulus auf der Bühne. Foto: Studiobühne Bayreuth.

Diesen Fanatismus findet Birgit Franz interessant und die Frage, woher der Wunsch bei vielen Menschen nach einer übergeordneten Kraft und nach einer Utopie stammt. Hier sieht sie auch Parallelen zur heutigen politischen Lage und zum Nationalismus eines Trumps, Erdogans oder der AfD. „Wir haben nichts aus der Geschichte gelernt“, sagt sie. „Die Gesellschaft verändert sich, die stabilisierende Mitte wird mehr und mehr aufgedröselt.“

Was kann das Theater dagegen tun? „Es hilft beim Denken“, auch wenn es keine Lösung für dieses Dilemma gebe. „Auch Romulus scheitert“, sagt Birgit Franz. Das Römische Reich geht nicht unter und er wird nicht wie geplant vom germanischen Fürsten Odoaker ermordet. Man könne nur unterhaltsam, verständlich und zeitgemäß das Publikum aufklären.

15 Aufführungen im Dezember und Januar

Dafür haben die 17 Schauspieler seit zweieinhalb Monaten nun geprobt und auch moderne Anklänge in Dürenmatts Stück integriert. Ein Kunsthändler ähnelt Conchita Wurst, die Germanen treten kultiviert in Anzug und mit Hut auf und die Kammerdiener bringen ihre Ode als Death-Metal-Version dar. Den Text hat Birgit Franz nur leicht angepasst. „Mehr war nicht nötig. Dürenmatt schreibt einfach zu gut.“

Premiere: 30. November 2019 | Hauptbühne 3. /7. /11. /17. /28. /31. Dezember 2019 8. /11. /17. /21. /23. /29. Januar 2020 um 20.00 Uhr 29. Dezember / 26. Januar um 17.00 Uhr

Karten gibt es an der Kasse oder unter www.studiobuehne-bayreuth.de

Weitere Infos zum aktuellen Programm der Studiobühne gibt es in unserem Artikel.

Brandenburger Kulturstadl: Exklusive Einblicke zur Rapunzel-Premiere

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Rapunzel ist eines der bekanntesten Märchen. Jeder hat es schon einmal gesehen oder gehört. Wie man den Klassiker aber neu erzählen kann, zeigt der Brandenburger Kulturstadl. Das bt war bei einer der letzten Proben vor der Premiere am 16. November dabei und durfte hinter die Kulissen blicken.

Seit über 30 Jahren engagieren sich rund 270 Ehrenamtliche im Brandenburger Kulturstadl und führen Jahr für Jahr neue Stücke auf. Darunter gut 100 Kinder und Jugendliche. Dabei gibt es Komödien, Kinderstücke, Krimis und mehr. Bei der neusten Inszenierung handelt es sich um Rapunzel. Worum es in dem Stück geht und was die Inszenierung so besonders macht, verraten die Regisseurinnen Ruby Tanner und Sonja Vogtmann im Video. 

Darum geht’s:

Das klassische Märchen Rapunzel wird aus der Sicht der beiden Wichtel Schlürfel und Wappi erzählt. Die Wichtelmänner wandern durch den Zauberwald der bösen Zauberin Gothel. Auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden müssen die beiden eine gute Tat vollbringen. Als sie die Stimme von Rapunzel hören, wissen sie, dass dies ihre Chance ist. Einblicke in die Proben gibt es im Video über dem Text. 


Die Premiere findet am 16. November um 15 Uhr statt im Brandenburger Kulturstadl statt. Alle weiteren Termine gibt es hier.

Studiobühne: Mit Witz und Charme in die neue Spielzeit

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Bühne frei – Sei dabei! Unter diesem Motto läutet die Studiobühne Bayreuth die neue Spielzeit 2019/2020 ein. Neben vier Neuproduktionen, wird es auch eine Wiederaufnahme und passend zur Weihnachtszeit ein Kinderstück geben.

Zum Start in die neue Saison lädt die Studiobühne außerdem am Sonntag, 13. Oktober zu einem Tag der offenen Tür ein. Bei freiem Eintritt finden unter anderem öffentliche Proben, eine Theateraufführung: „Humboldts letzte Reise“. und Workshops für Kinder unter dem Motto: „KinderKostümKaos“ – Kostüme bemalen und Theater spielen, statt. In diesem Jahr gibt es auch wieder einen Flohmarkt mit Requisiten, Büchern, Noten, CDs, Scheinwerfern und vielen Kostümteilen.

Am Tag der offenen Tür sind viele Aktionen geboten – auch für Kinder. Foto: Studiobühne Bayreuth

Das sind die neuen Stücke:

Heisenberg

Die Saison startet am 19. Oktober mit der Premiere von Heisenberg. Wer dabei an den berühmten Physiker denkt, der liegt allerdings falsch. Auch mit der TV-Serie Breaking Bad hat das Stück nichts zu tun. Es handelt viel mehr von einem älteren Mann, der sich von seinem Umfeld immer weiter zurückgezogen hat, bis Georgie in sein Leben tritt. Die Regisseurin Marieluise Müller möchte allerdings nicht zu viel verraten. Nur so viel: „Seien Sie neugierig auf eine Story unter dem Motto: Wenn du sie nicht überzeugen kannst, verwirre sie!“

Der kleine Wassermann

Eine klarere Botschaft vermittelt Dominik Kern mit dem Stück „Der kleine Wassermann“. Das Kinderstück ist für Kinder ab vier Jahren geeignet und feiert am 10. November Premiere. Die großen und kleinen Besucher erwartet „ein zauberhaftes Spektakel, das die Unterwasserwelt des Mühlenweihers vor den Augen der kleinen und großen Zuschauer lebendig entstehen lässt: mit Schauspielern, Puppen, Bühneneffekten und Musik.“

Romulus der Große

Ab 30. November wird dann die Komödie „Romulus der Große“ von Birgit Franz in der Studiobühne inszeniert. Dürrenmatts Komödie ist eine Satire, über die Machtlosigkeit des Einzelnen gegenüber der Geschichte.

Die Feuerzangenbowle

Der Klassiker kommt zurück. Wer kennt sie nicht? Die Filmkomödie mit Heinz Rühmann? Ab 14. Dezember ist „Die Feuerzangenbowle“ auch wieder im Programm der Studiobühne zu finden. Wiederaufgenommen und inszeniert von Regisseur Marcus Leclaire.

Die Feuerzangenbowle – ein Publikumsmagnet. Foto: Thomas Eberlein

Ein seltsames Paar oder Zwaa schena Bum

Auch ein fränkisches Mundartstück darf nicht fehlen. Mit dabei ein Bayreuther Original: Der Pfarrer Hannes Schott. Premiere ist am 22. Februar.

Vater

Zum Abschluss feiert noch ein Stück zum Nachdenken am 14. März Premiere. In „Vater“ führt der Autor Florian Zeller den Zuschauer in Andrés Gefühlswelt. Man erlebt die schleichende Krankheit Demenz aus seiner Perspektive und durchlebt seinen Zustand emotional mit.


Das komplette Programm mit allen Spielzeiten finden Sie unter studiobühne-bayreuth.de . Karten gibt es ab sofort im Vorverkauf an der Theaterkasse Bayreuth. Für Kurzentschlossene liegen allerdings auch immer Karten an der Abendkasse bereit.

Kulturstadl macht Theater: “Die etwas wilde Hochzeitsnacht” feiert Premiere

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Die Komödie “Die etwas wilde Hochzeitsnacht” von Bernd Kietzke feiert am Samstag, 31. August, um 20 Uhr Premiere im Brandenburger Kulturstadl. Das Stück wird von Angelika und Jessica Zapf in Szene gesetzt. Es spielen Kathrin Friedrich, Lukas und Christian Doser, Elisabeth Nicklas, Kirstin Scharf, Andreas Vogtmann, Yvonne Reuschel, Thorsten Reuther, Jessica und Johannes Zapf. Karten gibt es an der Theaterkasse Bayreuth und online unter okticket.de.

Foto: Brandenburger Kulturstadl

Darum geht’s:

Ihre Hochzeitsnacht haben sich Basti und Eva jedenfalls ganz anders vorgestellt! Kaum denkt sich das Brautpaar „Endlich allein“ klopfen nämlich die versnobten Eltern des Bräutigams an die Tür, die mit der Wahl ihres Sohnes alles andere als glücklich sind. Um das ganze Chaos komplett zu machen, tauchen nicht nur die getrennt lebenden Eltern der Braut in der Hochzeitssuite auf, sondern auch noch der neue Liebhaber der Brautmutter.

 

Zur Festspielzeit: Studiobühne zeigt Richard Wagners Jugendwerk

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Richard Wagners Jugendwerk Leubald wurde vor 30 Jahren von der Studiobühne Bayreuth uraufgeführt – ein legendäres Ereignis nicht nur für Wagnerianer. Jetzt wird das Werk wieder am Ort der Uraufführung gezeigt: dem Hoftheater im Steingraeber-Palais.

Leubald war ein Versuch des jugendlichen Richard Wagner, ein tragisches Drama im Shakespeare-Genre zu schreiben. Es beschäftigte ihn in den Jahren 1827/28 während seiner Schulzeit, zunächst in Dresden und später in Leipzig.

Foto: Thomas Eberlein

So ist’s entstanden:

Angetrieben von der Lektüre Shakespeares und des frühen Goethe fängt der dreizehnjährige Richard Wagner an, das Trauerspiel Leubald zu schreiben. Als etwa Fünfzehnjähriger schließt er es ab. Seine Familie ist entsetzt. Alles, was sich bei seinen literarischen Vorbildern an Grausamkeiten, Derbheiten und schier Unerträglichem finden lässt, ist in eine wirre Handlung zusammengeflossen.

Aus jugendlichem Ungestüm ist viel unfreiwillige Komik entstanden, aber auch verblüffend kühne Gedanken und manche Vorwegnahme auf seine späteren Werke. Das Manuskript ist jahrelang verschollen. Erst 1978 kann das Original von der Richard-Wagner-Stiftung auf einer Londoner Auktion erworben werden.

1989 wurde Leubald von der Studiobühne Bayreuth unter der Regie von Uwe Hoppe mit großem Erfolg uraufgeführt. Zum dreißigjährigen Jubiläum dieser Uraufführung zeigt die Studiobühne Richard Wagners Jugendwerk in einer Neuinszenierung von 2013.

Foto: Thomas Eberlein

Gespielt wird:

Die Premiere findet am 3. August um 20 Uhr im Hoftheater Steingraeber-Palais statt. Weitere Vorstellungen gibt es am 10. August um 20 Uhr und am 11. August um 18 Uhr.

Foto: Thomas Eberlein

Dabei sind:

Die Regier hat Uwe Hoppe. Es spielen Charis Hager, Uwe Hoppe, Anja Kraus, Finn Leible, Sascha Retzlaff, Johanna Rönsch, Jürgen Skambraks, Lukas Stühle und Annette Zeus.

Theaterbande des TSV Harsdorf,

“Trubel im Wald”: Theaterbande lädt zum Freilichttheater

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Die Kinder-Theatergruppe des TSV Harsdorf präsentiert am kommenden Sonntag das Stück “Trubel im Wald” auf der Freilichtbühne am Waldsportplatz. Seit März laufen die Proben. Ein Video mit Ausschnitten aus dem Stück finden Sie über dem Text.

Alle zwei Jahre wirkt die Theaterbande an einer Aufführung mit. Elf junge Darsteller sind beim diesjährigen Stück im Freilufttheater am Sportplatz am Wald des TSV Harsdorf dabei. Die jüngste, Karoline Huberle, ist acht Jahre jung und spielt eine Elfe. Es ist ihre erste Aufführung mit der Theaterbande. Quirlig wiegt sie vor der Probe am Bühnenrand von einem Fuß auf den anderen, einen Strauß aus Blumen in der Hand.

Seit 14 Jahren in der Theaterbande

Die älteste Darstellerin, Michaela Grießhammer, bereits 21 Jahre, ist noch immer gerne dabei. “Ich habe mit sieben hier angefangen. Schon im Kindergarten bin ich gerne zu Aufführungen des Kindertheaters gegangen und wollte unbedingt selbst mitmachen”, sagt sie. Ihre erste Rolle hätte sie mit sieben gehabt, eben seit sie lesen konnte, erklärt die 21-Jährige. “Ich lasse den Kleinen natürlich den Vortritt. Aber wenn noch jemand gebraucht wird, mache ich gerne mit”, fügt sie hinzu. Heuer spielt sie eines der beiden Ahornblätter. Aber auch beim Dreiakter der Harsdorfer Theatergruppe habe sie schon mitgemacht.

Theaterbande des TSV Harsdorf,

Theaterbande des TSV Harsdorf, Foto: Redaktion

“Trubel im Wald”: Worum es geht

Die Ahornblätter zanken, die Margerite ist grantig und das Vergissmeinnicht schluchzt – über dem Wald liegt ein Schleier von Unzufriedenheit. Die Pflanzen verkümmern immer mehr. Zauberfee Lilly soll die Harmonie im Wald schnell wieder herstellen. Doch sie ist erst einmal ratlos, wie sie diese Aufgabe meistern soll.

Theaterbande des TSV Harsdorf,

Theaterbande des TSV Harsdorf, Foto: Redaktion

Regie führen Christiane Zapf und Carolin Posmik. Beginn der Aufführung am Waldsportplatz des TSV Harsdorf ist am 21. Juli um 16:30 Uhr. Bereits ab 14:30 Uhr wird es dort Kaffee und Kuchen geben.