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Protest

Aktivisten starten Protestaktion zum Auftakt der Festspiele in Bayreuth

Aktivisten besetzen am frühen Montagmorgen (25.07.2022) Bäume in der Nähe des Bayreuther Festspielhauses zum Beginn der Festspiele.

Am Montag, den 25.07.2022, besetzen vier Personen mehrere Bäume im Festspielpark direkt an der Auffahrt zum Festspielhaus in Bayreuth und spannten eine Traverse und mehrere Banner über und entlang der Straße.

Mit dieser Aktion soll Aufmerksamkeit für den “notwendigen Schuldenerlass für Länder im globalen Süden” geschaffen werden, wie es in einer Mitteilung der Aktivisten heißt.

Aktivisten wollen auf Bayreuther Festspielen mit Aktion auf Situation der Länder im Süden aufmerksam machen

Bayreuth sei zum Festspielbeginn der passende Aktionsort, da hier die politische und finanzielle Elite Deutschlands zusammen kämen, so die Mitteilung weiter.

Kletteraktivistin Charlie Kiehne erklärt: „Uns ist es wichtig, diesen Zeitpunkt zu nutzen, um klar zu machen, dass die Länder im globalen Norden an der Klimakatastrophe Schuld sind. Die Länder, die bereits jetzt am meisten unter den Auswirkungen der Treibhausemissionen auf das Klima leiden, wurden jahrhundertelang von den heutigen Industriestaaten während der Kolonialzeit ausgebeutet. Der Wohlstand und die wirtschaftliche Macht des globalen Nordens fußt auf dieser historischen Ungerechtigkeit.“

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Früher Aktionsstart soll möglichst lange Laufzeit garantieren

Die Protestaktion wird von Aktivisten des Klimabaumhauses Bayreuth durchgeführt und begann in den frühen Morgenstunden. Durch die ungewöhnliche Aktionsform sollen die Forderungen so lange wie möglich sichtbar bleiben.

„Die Annullierung der Schulden der Ländern im globalen Süden durch die Schuldnerstaaten kann die Verluste und die Zerstörungen durch die Kolonialmächte nicht wieder gut machen. Sie sind aber unabdingbar, um dem globales Süden schnellstmöglich den Umstieg auf erneuerbare Energien zu ermöglichen und die dortigen fossilen Energieträger im Boden zu belassen.“ sagt Aktivist Timo Becker.